Verjährungsalarm: 31. Dezember 2013 Geschädigte Kapitalanleger müssen aufpassen!

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Oft stellt sich erst nach mehreren Jahren heraus, dass der Anleger von seiner Bank bzw. dem Anlagevermittler falsch beraten wurde und hieraus auch einen Anspruch auf Schadenersatz ableiten kann. Dann aber besteht die Gefahr, dass der Anspruch bereits verjährt ist.

Aktuell müssen Anleger, die im Jahr 2010 eine Kapitalanlage z.B. in Form einer offenen oder geschlossenen Fondsbeteiligung (Immobilien-, Medien-, Schiffs-, Flugzeug- oder andere Themenfonds), Wertpapiere, Immobilien, atypisch stille Beteiligungen o.a. gezeichnet oder gekauft haben und aufgrund mangelhafter Anlageberatung heute noch Ansprüche anmelden können, aufpassen: Am 31.12.2013 gehen unter Umständen die Lichter für Schadenersatzansprüche aus.

Grundsätzlich gilt gemäß Gesetz die dreijährige Verjährungsfrist, die ab der Kenntnis oder einem „Kennenmüssen“ des Erwerbers von den anspruchsbegründenden Umständen zu laufen beginnt. Auch wenn der Vermittler oder die Bank die Darlegungsund Beweislast trägt, kann bereits wegen dieser Dreijahresfrist im Einzelfall zeitnahes Handeln erforderlich sein. Der Beginn der Frist wird teilweise bereits dann unterstellt, wenn die Kapitalanlage wirtschaftlich in Schieflage geraten ist bzw. wenn man ein Beratungsprotokoll unterzeichnet oder einen Prospekt mit Risikohinweisen erhalten hat.

Fazit: Anleger, die im Jahr 2010 in gescheiterte Kapitalanlagen investiert haben, sollten sich in jedem Fall den 31.12.2013 im Kalender rot markieren. Denn mit Ablauf dieses Jahres verlieren sie eventuell mögliche Schadensersatzansprüche gegen Vermittler, Finanzvertriebe und Banken. „Betroffene sollten daher unbedingt zeitnah verjährungshemmende Maßnahmen, z.B. ein Güteverfahren, einleiten“, empfiehlt Rechtsanwalt Dr. Jürgen Klass, der seit vielen Jahren auf Bank-, Kapitalanlage- und Immobilienrecht spezialisiert ist.

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