Das Finanzamt rüstet auf: Kassensturz ordentlich gemacht?

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Um das Steueraufkommen auch in Zukunft zu sichern, werden von der Finanzverwaltung laufend zusätzliche Betriebsprüfer eingestellt. Gerade bargeldintensive Betriebe, wie z.B. Landwirte mit Fremdenvermietung, Hofladen oder auch Blumenfelder sind dabei besonders in das Visier des Finanzamtes geraten.

Das Thema „Schätzung“ ist dabei ein Dauerbrenner. Insbesondere Kassenfehlbeträge sind der Klassiker unter den Hinzuschätzungsgründen.

Die lückenlose Verbuchung aller Bareinnahmen, kann der Steuerprüfer im Nachhinein oft schwer nachvollziehen. Daher prüft die Finanzverwaltung die Kassenbücher umso genauer. Stellt sich dem Steuerprüfer der Verdacht, dass nicht alle Einnahmen im Kassenbuch ordnungsgemäß erfasst wurden, kann er vorliegende Aufzeichnungen verwerfen und den Umsatz schätzen. Das kann teuer werden. Bei Marktständen oder beim Verkauf ab Feld, landen die Einnahmen meist in einer sogenannten offenen Ladenkasse. Diese Art der Kassenführung prüft der Steuerprüfer besonders kritisch.

Schnell stutzig machen ihn folgende Punkte: glatte Endbeträge beim Kassensturz, Durchführung des Kassensturzes vor Ladenschluss, hohe Endbestände, fehlende Nachweise z.B. bei Einlagen und Entnahmen, gleiches Schriftbild im Kassenbericht, verwenden von Bleistift oder Tipp-Ex sowie selbst angefertigte Excel-Tabellen.

Um zu belegen, dass dabei keine Einnahmen unterschlagen wurden, müssen Sie als buchführungspflichtiger Betrieb Ihre Kassenaufzeichnungen besonders sorgfältig führen.

Eine sogenannte Registrierkasse erspart Ihnen diese Arbeit. Diese Kassen speichern alle Vorgänge über einen Zeitraum von 10 Jahren (vorgeschriebene Aufbewahrungsfrist) und der Steuerprüfer sieht lückenlos alle erforderlichen Belege. Betriebe mit Einnahmen- Überschuss-Rechnung sind nicht verpflichtet, ein Kassenbuch zu führen. Aber Sie müssen ihre Bareinnahmen und -ausgaben nachvollziehbar darstellen.

Laufend neue Steuervorschriften und zunehmend bürokratische Hürden, speziell auch im Agrarbereich, sind vom einzelnen Unternehmer ohne Hilfe von Spezialisten kaum mehr zu bewältigen. Hier wirkt eine aussagekräftige Buchhaltung Wunder. Sie ist die Grundvoraussetzung für die individuelle, betriebsbezogene Beratung.

Buchführung ganz einfach? Aber ja! Ausgestattet mit einem übersichtlichen Ordner für Ihre Buchhaltungsunterlagen begleiten Sie die Fachleute der BBV Buchstelle bei Ihren Aufgaben und Fragen zu Buchführung und Steuern. Bei Bedarf kommen wir dafür auch gern auf Ihren Hof. Wir kommen selbst aus der Landwirtschaft, haben spezifische Fachkenntnisse aus der Praxis und ein Herz für unsere Bauern. Wir wissen, „wo der Schuh drückt“. Stellen Sie uns auf die Probe.

Friederike von Heydebrand, Steuerberaterin

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