Krankheit und betriebliches Eingliederungsmanagement - Gesetzlich verordneter Wertewandel für Arbeitgeber und Arbeitnehmer?

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„Zeiten der Arbeitsunfähigkeit sind nicht mehr nur als betriebliche Störfaktoren zu sehen, sie müssen der Suche nach den Möglichkeiten zur Beseitigung der gesundheitsbedingten Störungen im Arbeitsverhältnis dienen", so Jochen Faßhauer, Fachanwalt für Arbeits- und Sozialrecht in Rosenheim.

„Zeiten der Arbeitsunfähigkeit sind nicht mehr nur als betriebliche Störfaktoren zu sehen, sie müssen der Suche nach den Möglichkeiten zur Beseitigung der gesundheitsbedingten Störungen im Arbeitsverhältnis dienen, so Jochen Faßhauer, Fachanwalt für Arbeits- und Sozialrecht in Rosenheim. In Deutschland enden jährlich 400 000 Arbeitsverhältnisse aus gesundheitlichen Gründen; 200 000 Menschen scheiden gesundheitsbedingt vorzeitig aus dem Erwerbsleben aus. Ein Umdenken ist sowohl auf Arbeitnehmer, als auch Arbeitgeberseite spätestens seit Einführung des sogenannten Betrieblichen Eingliederungsmanagements (BEM) im SGB IX durch den Gesetzgeber notwendig: In Betrieben mit mehr als 10 Mitarbeitern ist Voraussetzung für die Pflicht zur Durchführung eines BEM eine länger als sechs Wochen andauernde oder wiederholte Arbeitsunfähigkeit bei Arbeitnehmern/innen, die länger als sechs Monate beschäftigt sind. Für die Arbeitgeber bedeutet dies konkret: Sie sind verpflichtet vor einer personenbedingten Kündigung ein BEM im Betrieb durchzuführen. Arbeitnehmer müssen sich genau überlegen, ob sie ein Angebot auf Einleitung und Durchführung eines BEM ablehnen. Ihre Weigerung kann als Indiz für eine negative Prognose hinsichtlich der weiter drohenden Arbeitsunfähigkeit verstanden werden. Eine Checkliste finden Sie auf unserer Homepage unter www. fasshauer-partner.de. In allen Fragen rund um das BEM und die damit zusammenhängenden Probleme stehen wir Ihnen zur Verfügung.

Faßhauer und Partner, Rechtsanwälte/Steuerberater in Rosenheim

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