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STALLDUELL IN DER EUROPA LEAGUE

„Wir sind Bullen“

Wie konnte das passieren bei der Auslosung der UEFA?

Waren die Kugeln nicht richtig vorgewärmt? Jedenfalls: Europa lachte, als es passierte, dass Rasenballsport Leipzig und Red Bull Salzburg, das bei internationalen Auftritten eigentlich FC Salzburg heißen soll, in eine Gruppe der Europa League gelost wurden. Hat die UEFA nun davon, dass sie dieses Konstrukt mit zwei Clubs aus einem Haus durchwinkte – oder eben bereit war, sich weismachen zu lassen, der eine Verein hätte mit dem anderen nichts zu tun, sondern lediglich eine vage Verbindung über einen gemeinsamen Sponsor (so wie VW ja auch in mehreren Clubs engagiert ist).

Gleich zum Auftakt der Europa League heute findet das erste Aufeinandertreffen von Leipzig und Salzburg statt. Wir lesen von Bruderduell oder Schwesterduell, und in manchen Beschreibungen ist Leipzig der größere Bruder (da die Salzburger, wenn sie vorankommen wollen, dorthin wechseln), in anderen Salzburg das ältere Geschwisterteil, weil es zuvor da war (und örtlich der Mutter oder Vater Mateschitz im Fuschl am See ist). Nennen wir die Begegnung doch einfach ein Stallduell. Das erscheint uns im Kontext mit Bullen passend, außerdem hat es diese Anlehnung ans Boxen, wo manchmal zwei aus einer Promotionfirma aufeinandergehetzt werden. Und der Stall schafft die Verbindung zur Formel 1, wo Red Bull schon mitfuhr, ehe sich Didi Mateschitz für das Werbevehikel Fußball interessierte. Beim Autozirkus schickt jeder Konzern zwei Fahrer ins Rennen – bisweilen gibt es die Stallregie, man kann sie im Bordfunk hören. „Marco, let Ralf pass for the championship“ – das wäre eine denkbare Anweisung an Rose (Salzburg). Ralf: Rangnick, Leipzigs Macher.

RB gegen RB – der europäische Plastico oder Dosico. Vielleicht erfüllen ihn die Fans mit Leben. Die Salzburger müssten neidisch sein auf den Balg, der sich an Papa Didi rangewanzt hat, und ihm begegnen mit einem „Wir sind Bullen und ihr nicht“. Womöglich brüllen die Leipziger den Österreichern auch ein „Bul-len-schwei-ne“ entgegen, denn bei ihnen steht RB ja für das unverfängliche Rasenballsport. Übertragen wird das Spiel nicht auf Servus TV, sondern bei RTL Nitro. Ein paar Minuten schauen wir rein. Wir wissen schon, was wir dazu keinesfalls trinken.

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