Vettels Rekordjagd begeistert Schumacher

Der siebenmalige Formel-1-Weltmeister findet es „toll“, dass der Landsmann seine Bestmarken knacken könnte Abu Dhabi – Rekordweltmeister Michael Schumacher (44) hat kein Problem damit, dass Red-Bull-Pilot Sebastian Vettel (26) auf dem besten Weg ist, seine in der Formel 1 aufgestellten Bestmarken zu brechen.

„Rekorde sind da, um gebrochen zu werden. Darum geht es im Sport“, sagte Schumacher vor dem Grand Prix von Abu Dhabi (Sonntag), „warum soll das bei meinen anders sein? Ich finde es toll, dass sie jemand brechen kann, den ich seit vielen Jahren gut kenne und mag. Insofern bin ich da ganz entspannt.“

Schumacher gewann sieben WM-Titel, triumphierte in 91 Rennen und startete 69-mal von der Pole. Vettel hat nach seinem Triumph von Indien am vergangenen Sonntag jetzt vier WM-Titel, 36 Rennsiege und 43 Poles auf dem Konto – ist aber auch erst 26 Jahre jung. Die besten Jahre als Rennfahrer hat Vettel noch vor sich. Schumacher hatte in diesem Alter „erst“ zwei Titel, 19 Grand-Prix-Siege, zehn Poles gesammelt. „Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Sebastian nun auch Michaels Rekorde knacken will. Und er wird es schaffen“, sagte Alain Prost. Der Franzose gewann vier WM-Titel.

Vettel gehört nach dem Gewinn seines vierten WM-Titels in Serie zu den größten Piloten der Formel-1-Geschichte. Vor dem Heppenheimer holten erst drei Fahrer vier oder mehr WM-Titel: Schumacher, Juan Manuel Fangio (fünf) und Prost. Vier in Folge schafften vor Vettel nur Fangio und Schumacher. „Diesem Klub beizutreten, ist schwierig zu verstehen“, sagte Vettel: „Ich bin viel zu jung, um zu begreifen, was das bedeutet.“

Der Heppenheimer kassiert nach seinem vierten Titelgewinn nun ordentlich ab: Red Bull soll seinem Star laut „Bild“ fünf Millionen Euro als Erfolgsprämie zahlen. Zudem ist dem Red-Bull-Team der Konstrukteurs-Titel nicht mehr zu nehmen. Der Rennstall überweist dafür allen seinen rund 650 Mitarbeitern – von der Putzfrau bis zur Rezeptionistin – wie schon 2012 einen Bonus von rund 12 000 Euro. „Der Titel gehört nicht nur den Fahrern, sondern dem ganzen Team“, sagte Vettel, dessen Gehalt ohne WM-Prämie auf rund 22 Millionen Euro geschätzt wird. sid

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