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Überraschung bei der Tour de France

Siegtraum von Topfavorit Roglic zerplatzt - Gelber Traum für van der Poel

Geschlagen
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Der Slowene Primoz Roglic zeigte Schwächen und fiel im Gesamtklassement zurück.

Schon vor den ersten Bergen muss man Primoz Roglic von der Liste der Sieganwärter bei der Tour de France streichen. Dagegen könnte Mathieu van der Poel nach der 7. Etappe kaum glücklicher sein. Die neuesten Infos dazu gibt‘s in unserem Podcast.

von Tom Bachmann und Stefan Tabeling

Le Creusot - Am Ende seiner Kräfte rollte Primoz Roglic über die Ziellinie, schenkte einem kleinen Jungen seine Trinkflasche und stieg nach einer seiner wohl größten Niederlagen mit versteinerter Miene vom Rad. Der Traum auf den ersten Sieg bei der Tour de France ist für den von seinem schweren Sturz geschwächten Slowenen schon vor den ersten Bergen zerplatzt. Während das größte Radrennen der Welt für Roglic nun zur Tour der Leiden wird, schwebt der Gesamtführende Mathieu van der Poel weiter auf Wolke sieben.

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van der Poel überrascht weiter

«Ich bin nicht hier, um auf das Gesamtklassement zu fahren. Aber ich werde darum kämpfen, das Gelbe Trikot für einen weiteren Tag zu tragen. Es war eine brutal harte Etappe, aber ich bin sehr glücklich», sagte van der Poel, der nach der 249,1 Kilometer langen Etappe nach Le Creusot völlig ausgepumpt und mit offenem Trikot im Zielraum saß. «Ich war komplett leer. Wir werden heute Nacht alle sehr gut schlafen.»

Beim Solosieg von Ausreißer Matej Mohoric fuhr der Niederländer auf den vierten Platz und liegt in der Gesamtwertung 30 Sekunden vor dem Belgier Wout van Aert sowie 1:49 Minuten vor dem Dänen Kasper Asgreen. Titelverteidiger Tadej Pogacar hat als Fünfter einen Rückstand von nun 3:43 Minuten auf den Cross-Weltmeister, doch die Zeit des Slowenen kommt erst in den Bergen.

Roglic fehlt nach Sturz die Kraft

Dort sollte auch die Stunde von Roglic schlagen, doch nach seinem schweren Sturz auf der dritten Etappe fehlt ihm offenbar die Kraft. Der 31-Jährige musste 18 Kilometer vor dem Ziel am zweitklassiegen Anstieg Signal d‘Uchon reißen lassen und hatte fast vier Minuten auf Pogacar und Co. kassiert, als er am Hinterrad des Berliners Simon Geschke das Ziel erreichte. Roglic, der sich mit einer Steißbeinprellung und diversen großflächigen Schürfwunden herumplagt, liegt in der Gesamtwertung bereits fast sechs Minuten hinter seinem Landsmann Pogacar.

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Emanuel Buchmann hielt sich schadlos und fuhr an der Seite von Pogacar über den Zielstrich. «Es war eine richtig schwere Etappe. In den Bergen sind wir sehr schnell gefahren», sagte Buchmann. Seine Aufgabe in den Alpen wird zunächst sein, für seinen Kapitän Wilco Kelderman zu arbeiten. «Die Bergetappen werden spannend. Mal schauen, wie meine Beine sind. Erst einmal will ich Wilco helfen, aber vielleicht ergibt sich eine Chance für mich.»

Chance in der Flucht

Seine Chance muss nun auch Roglic in der Flucht suchen, wenn es seine Kräfte zulassen. Denn die nördlich von Lyon zu Ende gegangene Etappe am Freitag war nur ein Vorgeschmack auf das Wochenende. Am Samstag müssen gleich drei Anstiege der ersten Kategorie erklommen werden, bevor es hinunter zum Ziel nach Le Grand-Bornand geht. Deutschen Fans ist der Wintersportort noch in bester Erinnerung, denn 2007 gewann Linus Gerdemann dort und übernahm das Gelbe Trikot.

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Am Sonntag steht in Tignes die erste Bergankunft auf dem Programm. Da bei dieser Tour insgesamt nur drei Etappen auf einem Pass enden werden, müssen die starken Kletterer hier ihre Chance suchen. Diesmal passt auch die Wettervorhersage. Vor zwei Jahren musste die Etappe nach Tignes wegen eines Erdrutsches nach einem Unwetter abgebrochen worden. (dpa)

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