8. und 9. Etappe in den Bergen

Tour de France 2020: Bora-hansgrohe-Kapitän Buchmann vor Pyrenäen optimistisch

04.09.2020, Frankreich, Millau: Radsport: UCI WorldTour, 107. Tour de France, 7. Etappe, Millau-Lavaur (168 Kilometer). Der Deutsche Emanuel Buchmann (r-l) von Bora–hansgrohe, der Slowene Primoz Roglic von Jumbo–Visma und der Franzose Julian Alaphilippe von Deceuninck–Quick-Step in Aktion. Foto: Christophe Ena/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
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Gleichauf mit Favorit Primoz Roglic (Vordergrund): Emanuel Buchmann (rechts) kommt bei der Tour de France immer besser in Tritt.
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    vonMoritz Kircher
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Große Ambitionen, dann ein schlimmer Sturz kurz vor dem Start der Tour de France 2020 – und jetzt die Auferstehung? Emanuel Buchmann, Kapitän des Raublinger Rennstalls Bora-hansgrohe, blickt zuversichtlich auf die beiden schweren Pyrenäen-Etappen am 5. und 6. September.

Lavaur (ki/dpa) - Der Vorjahresvierte Emanuel Buchmann hat sich vor den beiden Pyrenäen-Etappen der 107. Tour de France am Wochenende zuversichtlich gezeigt. Zuerst geht es von Cazères-sur-Garonne nach Loudenvielle (Liveticker) am Samstag über den ersten Berg der Ehrenkategorie bei der diesjährigen Frankreichrundfahrt. Am Sonntag auf dem Weg von Pau nach Laruns (Liveticker) stehen wieder schwere Anstiege auf dem Programm.

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Streckenprofil der 8. Etappe der Tour de France 2020 von Cazères-sur-Garonne nach Loudenvielle.

Buchmann: „Ich habe mich relativ gut gefühlt“

Zwei Etappen wie gemacht für den Kletterspezialisten Emanuel Buchmann vom Team Bora-hansgrohe. Wäre da nicht ein schwerer Sturz kurz vor Start der Tour de France bei der Dauphiné-Rundfahrt gewesen. Buchmann startete mit Prellungen und Blutergüssen in die Tour de France – und fast schien es, als seien die Ambitionen auf das Podest oder gar den Gesamtsieg in diesem Jahr dahin. Aber mittlerweile hat sich der Ravensburger reingebissen in die Tour, so scheint es.

Das Streckenprofil der 9. Etappe der Tour de France 2020 von Pau nach Laruns.

«Das Team hat einen besseren Job gemacht und mich in Position gebracht. Ich habe mich relativ gut gefühlt. Wir sind nicht superschnell gefahren. Aber wenn man sich da schon scheiße fühlt, ist es auch nicht gut“, sagte Buchmann nach der 5. Etappe und der Bergankunft auf dem Mont Aigoual. „Deshalb werte ich das als positives Zeichen“, so der Bora-hansgrohe-Kapitän am Freitag, nachdem er tags zuvor bei der zweiten Bergankunft der Tour de France keine Zeit verloren hatte.

Bora-hansgrohe-Star warnt vor den Pyrenäen

In den Pyrenäen werde er aber gefordert sein, so der 27-Jährige: „Ich denke, die zwei Pyrenäen-Etappen sind deutlich schwerer als das, was wir bisher gefahren sind. Da wird das Radrennen richtig losgehen.“

Am Samstag geht es auf der 141 Kilometer langen Etappe von Cazères-sur-Garonne nach Loudenvielle über zwei Berge der ersten sowie einen Anstieg der höchsten Kategorie. Einen Tag später warten dann auf dem Teilstück von Pau nach Laruns weitere fünf Bergwertungen.

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Bislang war es nur Säbelrasseln bei der diesjährigen Tour de France. So ließ beispielsweise Tour-Favorit Primoz Roglic einmal die Muskeln spielen, als er im Schlussanstieg nach Orcières-Merlette auf der 3. Etappe auf der Zielgeraden allen davon sprintete und souverän siegte.

Greifen die Top-Favoriten auf das Gelbe Trikot an?

In den Pyrenäen könnte es nun zu den ersten echten Angriffen der Tour-Favoriten auf das Gelbe Trikot kommen. So ist beispielsweise Titelverteidiger Egan Bernal vom Team Ineos kaum in Erscheinung getreten. Ähnlich wie Buchmann hat er bislang lediglich darauf geachtet, keinen seiner Konkurrenten am Berg ziehen zu lassen.

Wer am Wochenende alles gibt und angreift, kann sich danach ausruhen und erholen. Am Montag (7. September) folgt der erste Ruhetag der Tour de France 2020. (Mit Material von dpa)

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