Tour de France 2020: Tour-Chef Prudhomme positiv auf Corona getestet – alle Fahrer negativ

ARCHIV - 19.07.2018, Frankreich, Alpe D‘huez: Radsport, Tour de France, Bourg-Saint-Maurice - Alpe d‘Huez, 12. Etappe (175,50 km): Christian Prudhomme, Leiter der Tour de France, wartet auf den Etappenstart. (zu dpa „Tour in Zeiten von Corona - Wehe, wenn der Busfahrer positiv ist ...“) Foto: Peter Dejong/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
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Tourdirektor Christian Prudhomme wurde positiv auf das Coronavirus getestet und zieht sich vorerst von der Tour de France zurück.

Tour-de-France-Direktor Christian Prudhomme ist positiv auf das Coronavirus getestet und hat das Rennen vorerst verlassen. Das gab die Tour-Organisation am Dienstag bekannt. Entwarnung gibt es dagegen für das Fahrerfeld.

Saint-Martin-de-Ré (dpa) - «Ich werde die Tour für 8 Tage verlassen. Ich werde mich wie jeder französische Angestellte in so einem Fall verhalten», sagte Prudhomme der Nachrichtenagentur AFP nachdem seine Coronavirus-Infektion bekannt geworden war. Der Tourchef betonte, dass er keinen Kontakt zu den Fahrern gehabt und auch nicht der sogenannten Blase angehört habe. Aufgrund seiner Funktion habe er viele Gäste und Verantwortliche getroffen. Prudhomme wird durch Francois Lemarchand ersetzt.

4 Teams mit Coronafällen im Betreuerstab

Zuvor war bekannt geworden, dass es bei den Coronavirus-Tests am ersten Ruhetag keinen Positivfall im Fahrerfeld gegeben habe. Wohl aber seien jeweils ein Mitglied aus dem Betreuerstab der Mannschaften Cofidis, AG2R La Mondiale, Ineos-Grenadiers und Mitchelton-Scott positiv getestet worden. Die Personen verließen das Rennen, weitere Auswirkungen hatte es nicht.

Rund um den ersten Ruhetag wurden 841 Kontrollen auf das Virus durchgeführt. Laut Reglement führen schon zwei Positivfälle in einem Team innerhalb von 7 Tagen zum Ausschluss des ganzen Rennstalls. Zu einem Team gehören dabei nicht nur die 8 Fahrer, sondern auch das direkte Umfeld wie Betreuer, Physiotherapeuten oder Sportdirektoren.

Alle Teams bei der Tour de France unterliegend strikten Regeln

Beim belgischen Radrennstall Deceuninck-Quick Step hatte es Wirbel um eine verdächtige Probe eines Mitarbeiters gegeben. Dieser wurde am Dienstagmorgen mit dem Krankenwagen abgeholt. Der Nachtest erwies sich allerdings als negativ. «Wir werden das Rennen ganz normal fortsetzen», teilte die Mannschaft mit.

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Die Teams absolvierten die Rundfahrt bislang in einer sogenannten Blase. Es galten strikte Regeln wie das Tragen von Masken beim Einschreiben, im Bus, im Hotel und bei der Siegerehrung. Dazu wurden die Athleten jeden Tag medizinisch überwacht und auf Symptome untersucht. Nur im Rennen gibt es keine Einschränkungen.

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