Emanuel Buchmann beweist bei Dauphiné-Rundfahrt gute Tour-Form – Etappensieg für Roglic

Abfahrt auf der 2. Etappe der Dauphiné-Rundfahrt 2020.
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Abfahrt auf der 2. Etappe der Dauphiné-Rundfahrt: Emanuel Buchmann beendete den Tag mit einem starken 3. Platz.

Emanuel Buchmann ist mit einer starken Leistung auf den dritten Platz der Dauphiné-Rundfahrt gestürmt. Der Spitzenfahrer vom Team Bora-hansgrohe aus Raubling beweist damit, dass er gut in Form ist für die Tour de France.

Col de Porte (dpa) – Emanuel Buchmann musste sich am Donnerstag (13. August) bei der Bergankunft auf dem Col de Porte mit 8 Sekunden Rückstand geschlagen geben. Vor dem Spitzenfahrer des Teams Bora-hansgrohe landeten nur der derzeit überragende Slowenen Primoz Roglic und der zweitplatzierte französischen Radstar Thibaut Pinot.

Roglic in der Gesamtwertung der Dauphiné-Rundfahrt an der Spitze

Vuelta-Sieger Roglic übernahm durch den Sieg auf der zweiten Etappe über 135 Kilometer auch das Gelbe Trikot des Gesamtersten von seinem belgischen Teamkollegen Wout van Aert. Mit 12 beziehungsweise 14 Sekunden Rückstand folgen Pinot und Buchmann.

«Ich habe mich gut gefühlt und attackiert. Ich war einer der stärksten Fahrer im Peloton. Ich werde es wieder versuchen,“, sagte Buchmann. Die Dauphiné-Rundfahrt sei „ein guter Test für die Tour de France.» Der Profi vom Raublinger Team Bora-hansgrohe fügte hinzu: «Alle sind auf einem guten Level. Roglic ist sehr stark. Er scheint der Favorit zu sein.»

Buchmann attackiert am Schlussanstieg

Buchmann lancierte auf dem 17,5 Kilometer langen Schlussanstieg der 2. Dauphiné-Etappe mit durchschnittlich 6,2 Prozent Steigung kurz vor Schluss eine Attacke, den Konter von Roglic konnte aber niemand mehr mitgehen. Auch nicht Toursieger Egan Bernal aus Kolumbien, der zehn Sekunden zurück Zehnter wurde und im Gesamtklassement auf Rang vier (+0:16) liegt.

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Seine prominenten britischen Teamkollegen Geraint Thomas und Chris Froome hatten sich zuvor schon verabschiedet. Der viermalige Tour-Champion Froome musste 4,4 Kilometer vor dem Ziel abreißen lassen, bewies aber aufsteigende Form im Vergleich zu den letzten Auftritten. Thomas war bis weniger als drei Kilometer vor dem Ziel in der Spitzengruppe vertreten.

Tony Martin sucht vor Hagel unter einer Luftmatratze Schutz

Heftiger Hagel hat einigen Radprofis, die bei der Dauphiné-Rundfahrt später ins Ziel kamen, ein schmerzhaftes Ende der zweiten Etappe bereitet. So berichtete etwa Tony Martin: «Es fing etwa 1000 Meter vor dem Ziel an zu hageln. Ich dachte noch, ich komme durch. Aber 500 Meter vor dem Ziel wurden die Körner immer größer und die ganze Straße war weiß. Ich konnte nicht weiterfahren.»

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Zuerst suchte Martin unter einer Luftmatratze Schutz, die ihm ein Junge an der Strecke angeboten hatte. Dann verkroch er sich mit anderen Radprofis unter einen Baum. Dadurch verpasste ich die Karenzzeit, aber die Jury war wegen des Unwetters großzügig und verlängerte die Spanne», ergänzte der viermalige Zeitfahrweltmeister.

Zum Zeitpunkt des Hagelsturms bei der Dauphiné-Rundfahrt war Emanuel Buchmann schon in Sicherheit im Teambus.

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