Die Toten des Sportjahres 2017

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JANUAR: 2.1.: Ski-Olympiasieger Jean Vuarnet erliegt im Alter von 83 Jahren den Folgen eines Schlaganfalls.

Der in Tunis geborene Franzose gewann 1960 bei den Winterspielen von Squaw Valley Gold in der Abfahrt.

26.1.: Der ehemalige Fußballprofi Michael Tönnies stirbt im Alter von 57 Jahren. Der Torjäger spielte u. a. für Rot-Weiß Essen, MSV Duisburg und den Wuppertaler SV. Berühmt wurde der Stürmer vor allem durch seine fünf Tore im August 1991, die er für Duisburg gegen den Karlsruher SC mit Schlussmann Oliver Kahn erzielte.

FEBRUAR: 9.2.: Der frühere niederländische Fußball-Nationalspieler Piet Keizer stirbt im Alter von 73 Jahren an Lungenkrebs. Sein größter Erfolg mit der Elftal war Platz zwei bei der WM 1974 hinter Gastgeber Deutschland.

28.2.: Das russische Eishockey trauert um Mittelstürmer-Ikone Wladimir Petrow. Er verstirbt im Alter von 69 Jahren. Zusammen mit Waleri Charlamow und Boris Michailow bildete Petrow eine der legendärsten Angriffsreihen des sowjetischen beziehungsweise russischen Eishockeys. Petrow wurde zweimal Olympiasieger und neunmal Weltmeister.

MÄRZ: 3.3.: Frankreichs Fußball-Idol Raymond Kopa stirbt nach langer Krankheit im Alter von 85 Jahren. Der „Napoleon des Fußballs“ galt neben Michel Platini und Zinedine Zidane als einer der größten Fußballer Frankreichs.

10.3.: Motorsport-Idol John Surtees stirbt im Alter von 83 Jahren. 1964 holte sich der Brite im Ferrari die Krone in der Formel 1, zwischen 1956 und 1960 errang er insgesamt sieben WM-Titel in den Motorradklassen 350 und 500 Kubikmeter.

19.3.: Der frühere Tour-de-France-Sieger Roger Pingeon stirbt mit 76 Jahren nach einem Herzanfall. Der Franzose hatte die Tour 1967 gewonnen, sie war vom Tod des Briten Tom Simpson überschattet worden.

APRIL: 4.4.: Der frühere Handball-Nationalspieler Frank Dammann, viermaliger deutscher Meister und langjähriger Rechtsaußen des VfL Gummersbach, stirbt gut einen Monat vor seinem 60. Geburtstag.

7.4.: Das deutsche Eishockey trauert um den früheren Bundestrainer Gerhard Kießling. Der ehemalige DDR-Auswahlspieler stirbt im Alter von 94 Jahren.

9.4.: Dieter Kottysch, Box-Olympiasieger von 1972 in München, stirbt im Alter von 73 Jahren.

11.4.: Rodel-Olympiasiegerin Margit Schumann stirbt im Alter von 64 Jahren. Die Thüringerin hatte 1976 in Innsbruck-Igls für die DDR Gold gewonnen.

15.4.: Panamas 75-maliger Fußball-Nationalspieler Amilcar Henriquez wird im Alter von 33 Jahren in der Nähe seines Hauses auf offener Straße erschossen.

20.4.: Die britische Leichtathletik trauert um Germaine Mason. Der Hochsprung-Olympiazweite von 2008 kommt in Jamaikas Hauptstadt Kingston bei einem Motorrad-Unfall ums Leben. Der in Jamaika geborene Mason wurde nur 34 Jahre alt.

22.4.: Radsportler Michele Scarponi kommt bei einem Verkehrsunfall im Alter von 37 Jahren ums Leben. Der Sieger des Giro d’Italia 2011 prallt während einer Trainingsfahrt mit einem LKW zusammen.

23.4. Der frühere Bundesliga-Fußballer Frantisek Rajtoral wird tot in seinem Haus aufgefunden. Der Tscheche, der 2014 für Hannover 96 gespielt hatte, beging allem Anschein nach Selbstmord. Rajtoral wurde 31 Jahre alt.

30.4.: Der Schweizer Bergsteiger Ueli Steck verunglückt am Mount Everest. Der 40-Jährige galt als einer der bedeutendsten Bergsteiger seiner Generation.

MAI: 5.5.: Im Alter von 98 Jahren stirbt der US-Schwimmer Adolph Kiefer. Er war der letzte noch verbliebene Olympiasieger von Berlin 1936.

6.5. Bob-Olympiasieger Steven Holcomb stirbt im Alter von nur 37 Jahren. Der US-Amerikaner wird in seinem Zimmer im Olympia-Trainingscenter in Lake Placid tot aufgefunden. Er gewann 2010 in Vancouver Gold im Vierer.

22.5.: Der Triathlonsport trauert um Julia Viellehner. Die 31-Jährige, die unter anderem 2013 und 2015 über die Duathlon-Langdistanz WM-Silber gewonnen hatte, erliegt ihren bei einem Verkehrsunfall erlittenen Verletzungen.

22.5.: Der frühere MotoGP-Weltmeister Nicky Hayden erliegt fünf Tage nach seinem folgenschweren Fahrradunfall in Italien seinen Verletzungen. Der 35-Jährige US-Amerikaner war nahe Rimini mit einem Auto kollidiert.

JUNI: 5.6.: Der ehemalige Premier-League-Profi Cheick Tiote vom chinesischen Fußball-Erstligisten Beijing Enterprises stirbt nach einem Zusammenbruch im Training im Alter von 30 Jahren.

8.6.: Das berüchtigte Motorrad-Straßenrennen Tourist Trophy auf der Isle of Man wird von drei tödlichen Unfällen überschattet. Der irische Fahrer Alan Bonner stirbt nach einem Unfall am 33. Meilenstein der Bergsektion. Zuvor hatten bereits der Niederländer Jochem van der Hoek und Davey Lambert aus England ihr Leben auf der Strecke gelassen.

14.6.: Der niederländische Sportfunktionär Hein Verbruggen, langjähriger Präsident des Radsport-Weltverbandes UCI und zugleich viele Jahre Mitglied des IOC, erliegt im Alter von 75 Jahren einem Krebsleiden.

16.6.: Fußball-Bundesligist Schalke 04 trauert um seinen Meisterspieler und Ex-Präsidenten Günter „Oskar“ Siebert. Der Mittelstürmer der königsblauen Meistermannschaft von 1958 stirbt im Alter von 86 Jahren.

18.6.: Bei einer Rallye in San Marino kommt es zu einem tödlichen Unfall. Der italienische Pilot Alessandro Pepe prallt gegen eine Hausmauer und erliegt im Hospital seinen Verletzungen.

JULI: 12.7.: Der frühere FIFA-Funktionär Chuck Blazer, der als Whistleblower eine bedeutende Rolle im Skandal um den Fußball-Weltverband gespielt hat, stirbt nach langem Krebsleiden. Der US-Amerikaner, der 2015 unter anderem wegen Korruption von der FIFA-Ethikkommission lebenslang gesperrt worden war, wurde 72 Jahre alt.

20.7.: Der deutsche Handball trauert um Legende Bernhard Kempa. Der zweimalige Feldhandball-Weltmeister und Erfinder des „Kempa-Tricks“ stirbt im Alter von 96 Jahren. 23.7.: Australiens Tennis-Ikone und zweimaliger Grand-Slam-Gewinner, Melvyn Rose, stirbt im Alter von 87 Jahren.

25.7.: Die frühere Hochspringerin Gretel Bergmann, die als Jüdin nicht an den Olympischen Spielen 1936 in Berlin teilnehmen durfte, stirbt im Alter von 103 Jahren in ihrem Haus im New Yorker Stadtteil Queens.

AUGUST: 3.8.: Der 13-malige Motorrad-Weltmeister Angel Nieto aus Spanien stirbt in Folge seines schweren Verkehrsunfalls. Der 70-Jährige war auf Ibiza mit einem Quad unterwegs, als er mit einem Auto kollidierte.

6.8.: Die australische Leichtathletik-Ikone Betty Cuthbert stirbt im Alter von 79 Jahren. Die Dreifach-Olympiasiegerin von Melbourne 1956 über 100 m, 200 m sowie mit der 4x100- m-Staffel litt an Multipler Sklerose.

14.8.: Der australische Bahnrad-Olympiasieger und viermalige Weltmeister Stephen Wooldridge stirbt im Alter von nur 39 Jahren.

20.8.: Der legendäre neuseeländische Rugbyspieler Sir Colin Meads stirbt im Alter von 81 Jahren. 1999 wurde er vom neuseeländischen Verband zum Spieler des 20. Jahrhunderts gekürt.

31.8.: Der ehemalige Springreiter Dirk Hafemeister, mit der deutschen Equipe 1988 in Seoul Olympiasieger, erliegt im Alter von 59 Jahren einem Herzversagen.

SEPTEMBER: 19.9.: Box-Legende Jake LaMotta verstirbt im Alter von 95 Jahren. Der als Giacobbe LaMotta geborene Italo-Amerikaner war von 1949 bis 1951 Weltmeister im Mittelgewicht. Berühmtheit erlangte er auch durch die Hollywood-Verfilmung seines Lebens unter dem Titel „Wie ein wilder Stier“.

26.9.: Die zweimalige Eiskunstlauf-Olympiasiegerin Ludmilla Belussowa, zusammen mit ihrem Ehemann Oleg Protopopow langjährige Rivalen des deutschen Traumpaares Marika Kilius und Hans-Jürgen Bäumler, stirbt im Alter von 82 Jahren.

28.9.: Ex-Fußballprofi Zeljko Perusic, einst nimmermüder Antreiber der Meistermannschaft des TSV 1860, stirbt nach längerer Krankheit im Alter von 81 Jahren in St. Gallen. „Er hatte ein riesengroßes Kämpferherz“, erinnerte sich sein Teamtgefährte Fredi Heiß an den Publikumsliebling.

29.9.: Das deutsche Eishockey trauert um einen seiner größten Spieler, Lorenz „Lenz“ Funk senior. Der langjährige Nationalspieler (225 Länderspiele), dessen Karriere beim EC Bad Tölz begann, erliegt im Alter von 70 Jahren einem langen Krebsleiden. Funk gehörte zur Olympiamannschaft von 1976, die in Innsbruck sensationell Bronze gewann.

OKTOBER: 63 Jahre nach dem legendären WM-Finale von Bern 1954 stirbt der letzte noch lebende Spieler des ungarischen Teams. Joszef Toth wurde 88 Jahre alt.

27.10.: Der Motorrad-Teamchef Stefan Kiefer stirbt im Alter von nur 51 Jahren. Der frühere Rennfahrer wird vor dem Großen Preis von Malaysia tot in seinem Hotelzimmer aufgefunden.

27.10.: Borussia Dortmund trauert um sein Vereinsidol Dieter „Hoppy“ Kurrat. Der Europapokalsieger von 1966 stirbt im Alter von 75 Jahren.

NOVEMBER: 5.11.: Der Moskau-Olympiasieger und viermalige Bahnrad-Weltmeister Lothar Thoms stirbt im Alter von 61 Jahren.

7.11.: Hans Schäfer, Fußball-Weltmeister von 1954 und Legende des 1. FC Köln, stirbt im Alter von 90 Jahren. Letzter noch lebender Spieler aus der Weltmeister-Elf von 1954 ist damit der Lauterer Horst Eckel.

7.11.: Der frühere Baseballstar Roy Halladay kommt bei einem Flugzeugabsturz im Golf von Mexiko vor Florida ums Leben. Der achtmalige Allstar wurde 40 Jahre alt.

13.11.: Der französische Skifahrer David Poisson kommt bei einem Sturz im Training des Abfahrtsteams im kanadischen Skigebiet Nakiska in der Provinz Alberta ums Leben. Der WM-Dritte in der Abfahrt von 2013 wurde 35 Jahre alt.

16.11.: Kapitän Erik Meijs vom Badminton-Bundesligisten 1. BC Beuel stirbt nach einem Autounfall auf der A3, als ein Lkw in ein Stauende rast. Meijs, der auf dem Weg zum Training war, wurde nur 26 Jahre alt.

18.11.: Der langjährige Schalker Bundesligaspieler und spätere Trainer Friedel Rausch stirbt im Alter von 77 Jahren nach einem Krebsleiden. Rausch wurde vor allem wegen einer Szene berühmt: Im Revierderby bei Borussia Dortmund am 6. September 1969 biss ihm ein Schäferhund ins Gesäß.

19.11.: Die frühere Wimbledonsiegerin Jana Novotna stirbt im Alter von 49 Jahren nach langem Krebsleiden. Die Tschechin hatte 1993 im Wimbledonfinale für die Bilder des Turniers gesorgt, als sie trotz hoher Führung noch gegen Steffi Graf verlor und anschließend nach Weinkrämpfen von der Herzogin von Kent getröstet wurde.

21. 11.: Otto Luttrop, Mitglied der 1860-Meistermannschaft von 1966, stirbt mit 78 Jahren nach längerer Krankheit im Tessin. Wegen seiner gewaltigen Schusskraft wurde der frühere Fußball-Profi auch „Atom-Otto“ genannt. „Otto war ein Glücksfall für Sechzig“, erinnert sich Peter Grosser, Kapitän der Meisterlöwen. „Ein guter Typ. Und seine extra scharfen Freistöße und Weitschüsse waren eine Schau.“

DEZEMBER: 1.12.: Der deutsche Radsport trauert um Olympiasieger Fredy Schmidtke. Der Bahn-Spezialist, der 1984 bei den Olympischen Sommerspielen Gold im 1000-m- Zeitfahren gewonnen hatte, stirbt im Alter von 56 Jahren an einem Herzinfarkt.

6.12.: Der erst 17 Jahre alte Skifahrer Max Burkhart aus Garmisch-Partenkirchen erliegt einen Tag nach seinem schweren Sturz bei einer Trainings-Abfahrt im kanadischen Lake Louise im Krankenhaus von Calgary seinen Verletzungen.

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