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DIE BAYERN-FRAUEN MÜSSEN IHREN KADER MAL WIEDER IM GROßEN STIL UMBAUEN – HORRENDE ABLÖSEN DABEI WEITER „NICHT UNSERE SCHIENE“

Stars sind rar

München – Die Stimme ist ein bisschen heiser, aber das liegt nicht an der Saisonabschlussfeier, versichert Karin Danner.

Die Managerin des FC Bayern hat sich eine Erkältung eingefangen, daher die belegte Stimme. Dabei gab es Grund, ausgiebig zu feiern. „Der Schlussspurt war mega in dieser Saison“, sagt Karin Danner, „wir haben uns am Ende mit der Champions League-Qualifikation belohnt.“

Man habe Verletzungen gehabt, „die keine Mannschaft der Welt weggesteckt hätte“, sagt Thomas Wörle. Blessuren würden viele als Ausreden abtun, aber das sei nicht fair, findet der Coach: „Das sind keine Entschuldigungen, das sind Fakten. Dass wir den zweiten Platz erreicht haben, hänge ich persönlich fast noch höher als die beiden Meisterschaften in den Jahren davor.“ Wörle weiß allerdings auch: So ticken die anderen nicht. Gerade beim FC Bayern ist der Maßstab die Vitrine mit den Trophäen. Steht am Saisonende keine Silberware im Schrank, muss sich etwas tun. Auch die Frauen-Abteilung hat es sich erarbeitet, so knallhart bewertet zu werden. Im Sommer steht nun ein Umbau des Kaders im großen Stil an. Mal wieder.

Neun Abgänge sind bereits fix, vier Einkäufe wurden getätigt. Aber das war’s noch lange nicht, freilich nicht. Anfang Juni steht die EM in den Niederlanden an, Karin Danner hat bereits Tickets für einige Gruppenspiele sowie das Halbfinale und Endspiel geordert. „Wir werden vor Ort sein und den Markt sondieren“, sagt sie. „Unsere Mannschaft“, so Wörle, „wird ein neues Gesicht bekommen.“

Man fängt nicht bei Null an, „wir haben uns ja etwas erarbeitet“, sagt der Coach, in der Breite aber muss die Qualität steigen, skizziert Karin Danner die Pläne. Ganz oben auf der Liste steht ein Knipser wie die scheidende Vivianne Miedema, aber zudem noch eine ganze Reihe von Spielerinnen, die sich sofort als Ergänzungen entpuppen.

Einfach ist die Suche nicht. Stars sind rar. „Top-Spielerinnen suchst du auf dem Markt vergeblich, da ist keine frei“, sagt Karin Danner, „außer, du zahlst horrende Ablösen, und auf diese Schiene gehen wir nicht.“ Man spekuliert auf ein glückliches Händchen wie vor drei Jahren, als man ebenfalls einen großen Umbruch moderierte. Zehn Spielerinnen wurden ausgetauscht, es klappte hervorragend; bereits im folgenden Sommer hielt man die Meisterschale hoch. „Das zeigt uns, dass ein Umbruch immer auch seine guten Seiten hat“, sagt Karin Danner. Außer Vivianne Miedema trifft eh kein Abgang die Mannschaft ins Mark. Bei ehrlicher Betrachtung spielten die scheidenden Akteurinnen eher Nebenrollen.

Bei Vivianne Miedema haben die Bayern hingegen schon sehr gekämpft, versichert die Managerin. „Aber wir wollten auch nicht unser ganzes Gefüge sprengen.“ Die Suche nach einer Vollstreckerin wird die Herkulesaufgabe dieses Sommers. Drei der vier Neuzugänge sind für die Offensive, und auch für Fridolina Rolfö („kommt immer besser in Fahrt“) sowie Nicole Rolser („arbeitet und rackert für Drei“) hat Karin Danner viel Lob – dennoch sind die Qualitäten der Niederländerin einzigartig. „Die Neuzugänge sind Typ Brechstange, wir haben viele Arbeiter, es fehlt nur ein Knipser“, sagt die Managerin. Ihre Erkältung wird wohl schneller verfliegen als die Suche beendet sein. ANDREAS WERNER

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