Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Spiel im Supermarkt

Was wird aus RB Leipzig? Der Profifußball in Deutschland steht vor einem Konflikt, den er kaum wird abwenden können.

Was, wenn RB Leipzig aufsteigt in die Bundesliga und eine ganz andere Dimension von Öffentlichkeit als jetzt in der vergleichsweisen Anonymität der 2. Liga erfahren wird? Und was, wenn sich die Fan-Szenen im Lande so weiterentwickeln? Ultra lautet das Motto, die Überzeugung für den eigenen Klub, seine Tradition und seine vorgeblichen Werte, wird immer stärker, kompromissloser – von Gelassenheit, mit der man dem Gegner begegnen könnte, ist hingegen immer weniger zu spüren. Wie wird es sein, wenn Rasenballsport Leipzig erst einmal richtig oben mitspielt? Wird dies vor leeren Rängen geschehen, weil RB-Partien boykottiert werden – oder müssen hohe Schutzzäune aufgezogen und noch mehr Polizisten bestellt werden, um einen Spielbetrieb mit Leipzig zu gewährleisten? Wird es alle zwei Wochen Schlagzeilen geben wie jetzt mit dem Osnabrücker Feuerzeugwurf, dessen Opfer der Schiedsrichter war, aber auch ein Leipziger Spieler hätte sein können?

Die Fehler sind im Fall Leipzig schon gemacht worden, der entscheidende, als vor eineinhalb Jahren die DFL das Konstrukt RB in den Profibereich durchwinkte. Den letzten Grenz-Schlagbaum hat der Verein, der vor allem ein Marketinginstrument ist, passiert. Dass die Fußballkonsumenten in Deutschland sich an den Mitspieler Leipzig gewöhnen würden (wie etwa an Hoffenheim, einen anderen vom Geld getragenen Emporkömmling), ist nicht abzusehen. Was also wird geschehen?

Erstaunlich ist, wie hartnäckig Didi Mateschitz und Red Bull am Unternehmen Leipzig festhalten. Zwar bringt auch ein negatives Image Aufmerksamkeit, doch grundsätzlich will derjenige, der bezahlt, Wertschätzung und Dankbarkeit erfahren. Oder?

Die miese Stimmungslage um Red Bull als Kraft im Spitzensport passt jedenfalls nicht zu den hervorragenden Umsatzzahlen des Produkts. Wahrscheinlich läge darin auch der einzige Ansatzpunkt, RB Leipzig zu stoppen: Wenn keiner mehr den Energy-Drink kaufen würde, wäre dem Fußball-Engagement die Grundlage entzogen. Die Entscheidung fällt im Supermarkt.

Kommentare