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Spannung? Lieber nicht!

Eine Stadion-Floskel auf dem Prüfstand Hunderte Male haben wir diesen Satz schon gehört.

Ob er nun aus den Lautsprechern am Dorfplatz schepperte oder feierlich über die Anlage eines Großstadions ausgesprochen wurde: „Wir wünschen dem Spiel einen spannenden und fairen Verlauf.“

Wie oft haben wir schon gedacht: Ja, tun wir das wirklich? Und erst recht fragen wir uns das vor dem Champions League-Halbfinaldoppel diesen Dienstag und Mittwoch.

Fair? Ja gut, sagt man halt, sogar wenn Jose Mourinho, der Real-Trainer (langt dem gegnerischen Co-Trainer auch mal ins Auge), involviert ist. Gegen Fair-Play ist nichts einzuwenden. Aber manchmal eben gegen Spannung.

Das erkläre man mal einem Dortmund- oder Bayern-Fan, dass es spannend werden soll. Nach einem 4:1 oder 4:0 hieße das fürs Rückspiel ja: Schnell soll’s 0:1, 0:2, 0:3 stehen, damit die Nerven flattern und vor dem geistigen Auge die Vision Formen annimmt, wie die Spieler am Ende des Abends hohlwangig, um Jahre gealtert, in die Katakomben schleichen. Will ein BVBler in Madrid Spannung, ein Bayer in Barcelona? Bloß nicht. Lieber hätte er entspannte 90 Minuten, allenfalls mit einem ganz leichten angenehmen Schauder will er das Wegticken der Spielzeit goutieren.

Wenn schon Spannung, dann nach dem St. Florians-Prinzip („Verschon mein Haus, zünd andere an“). Heißt: Für den überzeugten Roten hätte es was, wenn Real gegen Dortmund die große Aufholjagd startet und sich Jürgen Klopp vor Bange die frisch transplantierten Haare rauft; das kann gar nicht genug Thrill haben. Dem Schwarz-Gelben wiederum wäre es genehm, als sicherer Finalist am Mittwoch aus der Ferne mitanzusehen, wie sich der Krimi von Camp Nou entwickelt und er höhnen könnte, ob die Bayern wohl Selbstanzeige gestellt haben bei der UEFA, da drei der vier Hinspiel-Tore irregulär gewesen waren und dies auf einer bisher geheimen CD aus der Schweiz vermerkt sei, die von Nordrhein-Westfalen angekauft wurde.

Vielleicht werden die Halbfinals nicht spannend. Lieber dann das Finale. Nur mit fair, das wird bei Dortmund – Bayern schwer.

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