DEL2

Der SCR fürchtet das Nirwana

Garmisch-Partenkirchen – Nein, es läuft nicht mehr wirklich rund beim SC Riessersee.

Nach zwei Pleiten gegen tabellarisch ungünstiger eingeordnete Teams müssen Tim Regan und seine Mannen den Blick verstärkt auf die rote Playoff-Linie richten. Der Abstand zu Rang elf in der DEL2 und dem dort verorteten EC Bad Nauheim beträgt plötzlich nur noch schlanke fünf Zähler. Und eben dieser Konkurrent aus der Wetterau gastiert am kommenden Freitag unter der Alpspitze. Nicht von ungefähr sinnierte SCR-Geschäftsführer Ralph Bader: Endet eine über weite Strecken attraktive Spielzeit im Nirwana?

Ursachen für die Ergebniskrise findet man mehrere. Dass Mannschaften nach einer personellen Durststrecke just dann nicht mehr so rund laufen, wenn der Kader wieder komplett ist, ist ein Phänomen, das nunmehr auch bei den Werdenfelsern sichtbar wird. Wobei Regan abwiegelt und von „mentaler Einstellung“ eingedenk reduzierter Eiszeit spricht. Hinzu kommt eine Formschwäche respektive Eingewöhnungszeit bei den Kontingentspielern. Die Defensive, bis dato Prunkstück des Teams, verlor an Stabilität. Und zu guter Letzt wackelte auch Tormann Matthias Nemec zuletzt gegen Dresden und aktuell Rosenheim in maßgeblichen Situationen. Alles Mosaiksteine, die die schwächeren Ergebnisse erklären.

Die Spieler mühen sich, setzten aber aufgrund der verfahrenen Situation oftmals auf Alleingänge oder Schüsse von den Außenpositionen. Rosenheims Goalie Timo Herden musste sich trotz gezählter 48 Schüsse selten über Gebühr mühen, um die SCR-Angreifer abblitzen zu lassen. Den Unterschied im Oberbayern-Derby (2:5) machte das Überzahlspiel. Rosenheim knipste zweimal, der SCR konnte indes selbst bei üppiger Restspielzeit nicht mehr zusetzen.

Regan ist kein Trainer, der (Teile) seine(r) Mannschaft öffentlich ins Visier nimmt. Vielmehr sprach er von „geduldig bleiben“ und von der Pflicht, in die er sich selbst nunmehr auch rigider nehme. An seiner Überzeugung, dass „wir da wieder rauskommen werden“, wird es sich indes messen lassen müssen. Oliver Rabuser

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