Ein Schwabe in Hörmanns Spur

Neuer DSV-Chef Franz Steinle will Weg seines Vorgängers fortsetzen Oberstdorf – Franz Steinle, 64, tritt als neuer Präsident des Deutschen Skiverbandes (DSV) die Nachfolge von Alfons Hörmann an.

Der bisherige Vize wurde gestern beim Verbandstag in Oberstdorf erwartungsgemäß gewählt. Bislang stand der Jurist dem Schwäbischen Skiverband (SSV) vor. Die Wahl war nötig geworden, da der bisherige DSV-Chef Hörmann am 7. Dezember an die Spitze des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) gewählt worden war. Steinle erhielt 66 von 74 Stimmen.

„Man muss nichts anders machen, weil der DSV sehr gut geführt worden ist. Unter Alfons Hörmann konnte der Deutsche Skiverband seine Spitzenposition im internationalen Vergleich weiter stärken. Gemeinsam möchten wir diesen erfolgreichen Weg fortführen“, sagte Steinle. Hörmann wurde am Rande des Auftaktspringens zur Vierschanzentournee zum DSV-Ehrenmitglied ernannt.

Das Hauptaugenmerk beim DSV, so Steinle, liege nun zunächst auf den Olympischen Winterspielen in Sotschi (7. bis 23. Februar): „Unser Ziel ist es, in Russland an die Erfolge von Vancouver anzuknüpfen.“ Das erklärte Ziel sind 15 Medaillen.

In Steinle, dem Präsidenten des Oberlandesgerichts Stuttgart, steht dem Skiverband erstmals in seiner Geschichte kein Präsident aus dem stärksten Mitgliedsland Bayern vor.

Steinles bisherigen Posten des Vizepräsidenten bekleidet künftig die früherer Skirennfahrerin Miriam Vogt (Starnberg). Zudem gehören dem DSV-Führungszirkel noch die Vize-Präsidenten Heiko Krause und Peter Schlickenrieder sowie Schatzmeister Helmut Schreyer an.  sid/dpa

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