Zwölf Siege in der Hinrunde

Wasserburger Markenzeichen: Voller Einsatz in jeder Situation, hier vorgeführt von Michael Barthuber. Cater

Wasserburg – Bereits zum zwölften Mal haben die Wasserburger Löwen in der Hinrunde der Fußball-Bayernliga Süd einen Dreier bejubeln können.

Das frühe Tor von Kapitän Dominik Haas machte den Unterschied gegen Hankofen-Hailing, das zeigte, warum es, trotz gefälliger Spielweise, erst 15 Tore auf dem Konto hat. Wasserburg siegte am Ende ungefährdet mit 1:0.

Fünf Freunde, dabei die drei Brüder Ruisinger, waren unter den 511 Zuschauern, die dem letzten Hinrundenspiel im Wasserburger Altstadtstadion zuschauen wollten. Sie spielen alle zusammen beim TSV Hollenbach, einem Verein der Bezirksliga Schwaben Nord, fünf Kilometer von Aichach entfernt. Über zwei Stunden Anfahrt hatten sie am Freitagabend in Kauf genommen, um die Wasserburger Mannschaft und besonders ihr Idol Matthias Haas zu unterstützen. Und sie wurden nicht enttäuscht.

Bereits nach drei Minuten klingelte es im Kasten der Gäste. Kapitän Dominik Haas, der trotz gerade überstandener Erkältung auflaufen konnte, brachte den Ball nach Freistoß von Matze Haas auf Umwegen im Gästetor unter. Danach entwickelte sich zunächst ein sehr einseitiges Match. Die Offensive der Gäste war an Harmlosigkeit kaum zu überbieten. Die Löwen erspielten sich zahlreiche Chancen, die größte davon vergab Robin Ungerath, als er in der 38. Minute einen Kopfball nicht drücken konnte und völlig freistehend den Ball aus fünf Metern über die Latte setzte. Auch weitere Möglichkeiten durch Barthuber und Ferreira Goncalves konnten nicht genutzt werden.

Die erste und eigentlich auch einzige große Chance für Hankofen-Hailing ergab sich aus einer Freistoßsituation in der 50. Minute. Kilian Schwarzmüllers Schuss aus 25 Metern krachte an die Oberkante der Latte und von da ins Aus. Da hätte Torhüter Zmugg im Wasserburger Gehäuse sicher das Nachsehen gehabt. Wasserburg kombinierte munter weiter und kam immer wieder, vor allem in Person von Ungerath, in gute Schusspositionen. Ein zweiter Treffer wollte aber einfach nicht gelingen. Dass es bis zum Schlusspfiff des Schiedsrichtergespanns spannend blieb, war den Gästen zu verdanken, die sich ab der 70. Minute zunehmend mehr Spielanteile sicherten, allerdings vor dem Tor nur selten gefährliche Situationen heraufbeschwören konnten. So blieb es beim 1:0, einem Arbeitssieg, wie es dann meistens heißt. Aber es zeigt auch die Qualität einer Mannschaft, ein frühes Führungstor durch Konzentration und Siegeswillen über 90 Minuten verteidigen zu können. So sah es auch Löwen-Trainer Leo Haas, der den Sieg als absolut verdient einstufte und seiner Mannschaft für die Hinrunde ein Riesenkompliment aussprach. „Es ist einfach unglaublich, was hier in Wasserburg entstanden ist!“

TSV 1880 Wasserburg:Zmugg, Dominik Haas (ab 68. Schaberl), Stephan, Hain, Matthias Haas, Ferreira Goncalves (ab 68. Scheitzeneder), Barthuber (ab 90. Simeth), Knauer, Lindner, Weber, Ungerath.

Schiedsrichter:Riedel (FC Horgau).

Zuschauer:511

Tor:1:0 Dominik Haas (3.). stü

Kommentare