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0:3-Klatsche in der 2. Bundesliga

Beim Tabellenführer Karlsruhe: Mühldorfs Volleyballer ohne Chance und ohne Trikots

Auch das Verbiegen von Zuspieler Alex Brandstetter hat nichts genützt gegen den souveränen Spitzenreiter aus Karlsruhe.
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Auch das Verbiegen von Zuspieler Alex Brandstetter hat nichts genützt gegen den souveränen Spitzenreiter aus Karlsruhe.

Coronageplagt und verletzungsgeschwächt mussten die Mühldorfer Volleyballer beim Tabellenführer der 2. Liga antreten. Und dann nahm ein Spieler auch noch die falsche Sporttasche mit.

Mühldorf – Eine klare 0:3-Klatsche fingen sich die Zweitliga-Volleyballer des TSV Mühldorf beim Tabellenführer SSC Baden Volleys Karlsruhe ein. Mit 0:3 (16:25/20:25/18:25) kamen die Mannen um Cheftrainer Heiko Roth beim Tabellenprimus unter die Räder. Schon die Vorzeichen standen alles andere als gut beim Tabellenneunten, der sich coronageplagt und verletzungsgeschwächt auf den Weg in die 360 Kilometer entfernte Stadt nach Baden-Württemberg gemacht hatte.

Nur sieben Spieler waren dabei

Heiko Roth standen am Samstagabend lediglich sieben Spieler zur Verfügung. Mit Leo Tille als Libero hatte er quasi keinen Auswechselspieler zur Hand. Denn: Auch die Nachwuchsspieler musste Roth diesmal zu Hause lassen, inklusive Hauke Ferch. Sie hatten nämich zwei wichtige Spiele in der Landesliga zu absolvieren und waren gezwungen zu gewinnen, um die Aufstiegsambitionen für die Bayernliga weiter offen zu halten. Immerhin diese wenigstensdiese Rechnung auf. Denn sowohl gegen den Vorletzten aus Vaterstetten wie auch gegen den Tabellenfünften aus Niederviehbach gewann Mühldorfs zweite Herrenmannschaft.

Die falsche Sporttasche mitgenommen

Insgesamt musste Roth auch noch auf vier verletzte Spieler verzichten. Charles Kahn und Kilian Nennhuber waren nach einer Corona-Infektion noch nicht fit, Flo Gschwendtner weiterhin nach einem Rendevous mit der Kreissäge ohne Training und Fritz Vähning laboriert immer noch an einer langwierigen Knieverletzung. Und beinahe wäre auch noch hinter dem Einsatz von Juro Petrusic ein Fragezeichen gestanden. Der Neuzugang aus Unterhaching hatte schlichtweg vor der Abfahrt nach Karlsruhe seine falsche Sporttasche mitgenommen und musste in Karlsruhe mit geliehenem Trikot und geborgten Turnschuhen auflaufen.

Das schien ihn zunächst nicht zu stören. Bis zur ersten Auszeit nämlich war die Partie ausgeglichen verlaufen, Karlsruhe führte lediglich mit 8:7. Danach allerdings zeigten die Karlsruher ihre Klasse und setzten Mühldorf mit scharfen Aufschlägen und einem stabilen Block unter Druck. Das 16:25 offenbarte diese Überlegenheit.

Ein kleines Aufbäumen der Mühldorfer

Diese setzte sich in Durchgang zwei fort. Schon früh befand sich Mühldorf im Hintertreffen (4:8), erst zum Ende des Satzes hin war ein kleines Aufbäumen auf Seiten der Mühldorfer zu erkennen, die einen 13:20-Rückstand auf 16:20 aufholen konnten. Leider musste die Mühldorfer dann die leidvolle Erfahrung machen, dass dies bei Weitem nicht reicht, um die Karlsruher mit dem wohl besten Spieler der Liga, Jens Sandmeier, zu stoppen, der aufgrund seiner starken Angriffsleistung auch in diesem Spiel wieder eine MVP-Medaille erhalten sollte - seine inzwischen zehnte in dieser Saison.

Die einzige Führung im gesamten Spiel

Mühldorf stemmte sich nun mit aller Macht gegen die Dominanz der Karlsruher. Zuspieler Alex Brandstetter, später MVP auf Seiten der Mühldorfer, jedenfalls gab alles, um seine Angreifer mit schnellen Pässen zu bedienen. Tatsächlich schafften die Mühldorfer dann auch die einzige Führung in diesem Spiel (8:7). Dann allerdings machten die Häufung zahlreicher Fehler auf Mühldorfer Seite sämtlich Ambitionen, den Karlsruhern doch noch ein Bein zu stellen, zunichte.

Der Tabellenführer nutzte diese Fehler gnadenlos aus, um auf 16:11 davonzuziehen. Ein Rückstand, den die Mühldorfer gegen die souveränen Karlsruher nicht mehr einholen konnten. Karlsruher siegte klar mit 25:18. Schulterzucken bei den Mühldorfern, die sich nicht wirklich hohe Chancen ausgerechnet hatten, um Karlsruhe auf dem Weg zum Titel noch den ein oder anderen Punkt abzunehmen.

Schnell vergessen und nach vorne schauen

„Mei, hilft nix. Wir sollten das Spiel schnell vergessen und nach vorne schauen!“, meinte Außenangreifer Fabian Bartsch nüchtern zur klaren Niederlage. Jetzt gelte es, nach vorne zu blicken. Etwa auf die beiden Heimspiele am 9. und 16. April, wenn zunächst der TSV Grafing in die Nutz-Arena der Mittelschulturnhalle zu Gast ist und eine Woche später Leipzig an den Inn kommt.

Mühldorf weiter auf Rang neun

Mühldorf verharrt nach dem 0:3 gegen Karlsruhe weiterhin auf Rang neun mit 31 Punkten, der VC Dresden als Zehnter mit 28 Punkten hat es versäumt aufzuschließen, nachdem er gegen Gotha nicht über ein 1:3 hinausgekommen ist. Der Achte aus Delitzsch bleibt mit 32 Zählern in Reichweite, weil er in Schwaig ebenfalls mit 0:3 unter die Räder gekommen ist.Und auch der Siebte aus Kriftel auf Rang sieben und 33 Punkten konnte sich nicht von Mühldorf absetzen, weil Freidrichshafen am Samstag stärker war (1:3). Es bleibt also weiterhin spannend. Und wenn Juro Petrusic beim nächsten Mal sein eigenes Trikot und seine eigenen Turnschuhe mit dabei hat, ist noch einiges mehr drin. enk