Zwei Spiele sind abgesagt: Bundesliga-Volleyballer vom TSV Mühldorf in Quarantäne

Zied Chalghmi in Aktion: Der Neuzugang aus Unterhaching brillierte im letzten Spiel gegen Grafing, war neben Tom Brandstetter der effektivste Angreifer.
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Zied Chalghmi in Aktion: Der Neuzugang aus Unterhaching brillierte im letzten Spiel gegen Grafing, war neben Tom Brandstetter der effektivste Angreifer.

Stefan Bartsch, der Abteilungsleiter vom TSV Mühldorf hat schon damit gerechnet, am Donnerstagabend herrschte Klarheit: Nach den beiden Schnelltests am Freitag letzter Woche war auch der am Montag durchgeführte PCR-Test eines Mühldorfer Volleyball-Spielers positiv.

Mühldorf– Stefan Bartsch, der Abteilungsleiter vom TSV Mühldorf hat schon damit gerechnet, am Donnerstagabend herrschte Klarheit: Nach den beiden Schnelltests am Freitag letzter Woche war auch der am Montag durchgeführte PCR-Test eines Mühldorfer Volleyball-Spielers positiv. „Die beiden Spiele am Wochenende sind damit abgesagt. Die Mannschaft muss bis Mitte nächster Woche in Quarantäne bleiben“, informiert Bartsch, der gleichzeitig berichtet, dass es dem betroffenen Spieler gut gehe, er und auch seine Familie seien bislang symptomfrei.

Ersatztermine sind nicht leicht zu finden

Am Samstag hätte die Mannschaft des TSV Mühldorf die Internatsmannschaft der Volley Youngsters Friedrichshafen in der Mittelschulturnhalle empfangen. Am Sonntag darauf wäre der Tabellenfünfte vom TV/DJK Hammelburg zu Gast in Mühldorf gewesen. Jetzt aber sind beide Spiele verschoben. Ebenso wie für das ausgefallene Spiel in der Vorwoche gegen Gotha, muss die Abteilungsleitung nun Ersatztermine finden. „Und das ist gar nicht so einfach, denn bis zum 2. Januar ist jedes Wochenende eigentlich schon voll. Es wird auf Doppelspieltage hinauslaufen“, grübelt Abteilungsleiter Bartsch.

Doch mit der Suche nach Ersatzterminen ist der TSV Mühldorf nicht alleine. Alleine an diesem Wochenende fallen sieben der neun angesetzten Zweitliga-Partien aus. „Weil viele Mannschaften aus Sachsen schlichtweg keine Halle zur Verfügung haben“, weiß Bartsch. Aktuell sind nur zwei Spiele anberaumt: Gotha spielt auswärts in Freiburg und Bliesen tritt in Schwaig an.

Freitag-und Sonntagsspiele können die Lösung sein

Spiele am Sonntag oder, wenn es die räumliche Nähe zulässt, sogar am Freitagabend könnten die Alternativlösung für die Tabellensechsten aus Mühldorf sein, verrät Bartsch. Bislang stehen die Wochenenden im Raum, in denen die Mühldorfer ohnehin Heimspiele hätten, somit zumindest auf lange Fahrten zu Auswärtsspielen verzichten könnten. „Die Wochenenden am 21. und 29. November sowie am 20. Dezember wären als Ausweichtermine möglich“, sagt Bartsch, verweist aber darauf, dass das alles natürlich vom Infektionsgeschehen rund um Corona abhängig sei.

Spieler dürfen nicht einmal zum Laufen gehen

Der Frust ist deutlich herauszuhören, wenn Bartsch über den weiteren Verlauf der Saison spricht. „Wir können schließlich nicht trainieren. Die Spieler dürfen ja nicht einmal joggen, weil sie zu Hause in ihren vier Wänden zu bleiben haben.“ Immerhin hilft da das digitale Zeitalter: Man hält sich mit Kräftigungseinheiten via Internet fit. „Mehr können wir aktuell nicht tun!“, sagt Bartsch. Wenn ab Mitte nächste Woche wieder trainiert werden darf, dann wollen das die Mühldorfer aber voll ausnutzen, „auch der positiv getestete Spieler wird dann wieder mit am Start sein.“ Zwei Spielern mag die Spielverschiebung zu Gute kommen: David Fecko laboriert schon lange an einer Handverletzung und an einem lädierten Sprunggelenk. Und Fabian Liemer hatte sich noch vor Beginn der Saison die Bänder am rechten Sprunggelenk gerissen, die zusätzliche Pause könnte ihm nutzen, um sich weiter zu erholen. Wobei das Bartsch wiederum kritisch sieht: „Wenn die Pausen zwischen den Spielen so groß sind und noch dazu nicht trainiert werden kann, dann nimmt die Verletzungsanfälligkeit im Leistungssport zu.“ Und Ausfälle aufgrund von Verletzungen könne sich der TSV Mühldorf nicht leisten. enk

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