Zwei Neue für Kolbermoor: Saisonplanung schnell abgeschlossen

Yuan Wan– hier noch im Trikot der TTG Bingen – spielt in der neuen Saison für Kolbermoor. Erlich

Auch wenn die aktuelle Tischtennis-Saison offiziell bislang nur unterbrochen ist, hat man beim Bundesligisten SV-DJK Kolbermoor die Planungen für die kommende Spielzeit bereits abgeschlossen. Und hier dürfen sich die Zuschauer künftig auf zwei neue Spielerinnen freuen.

Kolbermoor– Laura Tiefenbrunner kehrt nach zwei Spielzeiten beim TSV Schwabhausen wieder zu ihrem alten Verein zurück und verstärkt zukünftig die zweite Damenmannschaft, die in der kommenden Saison als Aufsteiger in der 2. Bundesliga an den Start gehen wird. Die 18-jährige Abiturientin wurde in Kolbermoor unter dem damaligen Trainer Zsolt Hollo ausgebildet und reifte zu einer Spielerin, die viel Ballgefühl mitbringt und deren Stärken das Angriffsspiel ist. Das Ergebnis konnte sich noch zu Regionalliga-Zeiten sehen lassen, als sie in der Spielzeit 2016/17 im Einzel eine Bilanz von 41:3 Siegen erzielte und im Doppel ungeschlagen blieb. In der Saison vor ihrem Wechsel nach Schwabhausen gewann sie in der 3. Bundesliga zwei Drittel ihrer Begegnungen und war auch im Doppel mit Iana Zhmudenko, die zukünftig auch wieder ihre Mannschaftskollegin wird, in elf der 14 Duelle siegreich.

Sieg beim Top-12-Turnier als wichtiger Erfolg

In Schwabhausen wurde Tiefenbrunner sowohl in der zweiten wie auch in der ersten Bundesliga eingesetzt. So bestritt sie am ersten Spieltag der aktuellen Saison mit ihrem „Noch-Verein“ die Partie gegen den SV-DJK Kolbermoor. Allerdings musste sie sich hier Yaping Ding in drei Sätzen beugen. Zum Spiel gegen ihre Nationalmannschaftskollegin Anastasia Bondareva kam es nicht mehr, denn der Aufsteiger Schwabhausen unterlag mit 3:6. Ihre Referenzen insgesamt können sich aber mehr als sehen lassen. Sie hat bereits das Top-12-Turnier, das wohl wichtigste Ranglistenturnier für den deutschen Nachwuchs, gewonnen und wurde kürzlich dreifache bayerische Meisterin. Sie nahm bereits an diversen Europameisterschaften teil und stand auch bei der Jugend-Weltmeisterschaft im australischen Bendigo im deutschen Aufgebot.

Tiefenbrunner, die in Kolbermoor wohnt, hat die Verbindung zu ihrer Heimat nie verloren. So nimmt sie in Kolbermoor am Stützpunkttraining teil und trainiert im Tischtennis-Center in Bad Aibling. Zudem sah man sie immer wieder bei diversen Spielen der Damen und Herren in der Kolbermoorer Turnhalle.

„Sie möchte um die Meisterschaft mitspielen“

Völlig neu ist hingegen Yuan Wan. Auf der Suche nach Verstärkungen für die neue Spielzeit hat sich die 22-Jährige eigentlich selber ins Gespräch gebracht. „Sie möchte um die Deutsche Meisterschaft mitspielen und hat sich uns angeboten“, sagt der stellvertretende Abteilungsleiter Günther Lodes. Die aus Eberswalde in Brandenburg stammende Spielerin hat sowohl national wie auch international schon für Aufsehen gesorgt. Nach den Stationen in Busenbach, Wilferdingen und Kleve wechselte sie in der Spielzeit 2014/15 zur TTG Bingen/Münster-Sarmsheim und sorgte hier in den letzten sechs Jahren fast ausschließlich für positive Bilanzen. Insgesamt erzielte sie 77:46 Siege im Einzel, wobei die Spielzeit 2017/18 eine der erfolgreichsten Saisonen für sie war, wurde sie mit den Rheinland-Pfälzerinnen doch Deutscher Meister. Im Doppel kommt sie auf eine Bilanz von 54:30 Siegen. Anfangs noch mit Yaping Ding, wurde zuletzt die Ex-Kolbermoorerin Chantal Mantz ihre Weggefährtin. Mit ihr holte sie zahlreiche Titel auf nationaler und internationaler Ebene. Die Eberswalderin gewann 2016 mit Mantz den Titel bei den Deutschen Meisterschaften. Yuan Wan bestritt vor vier Jahren ihr erstes Länderspiel bei den Erwachsenen. 2017 gewann sie bei der U21-Europameisterschaft Silber. Dabei verlor sie das Finale gegen Chantal Mantz. Die Spielweise der Neu-Kolbermoorerin ist auf Angriff ausgelegt. eg

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