Zwei Matchbälle im Halbfinale vergeben – Titelverteidigerin Laura Kaim wurde Dritte

Titelverteidigerin Laura Kaim wurde Dritte. Foto Steinbrenner

Auch wenn Laura Kaim ihren vor einem Jahr in Norderstedt gewonnen Titel beim Top 48-Bundesranglistenturnier der Mädchen 15 nicht erfolgreich verteidigen konnte, hielt sich die Enttäuschung beim Tischtennis-Talent des SV DJK Kolbermoor in Grenzen.

Riedstadt/Kolbermoor – Die 14-Jährige Laura Kaim belegte im hessischen Riedstadt den dritten Platz. Bei ihren acht Siegen sowie nur einer Niederlage gab Kaim lediglich vier Sätze ab. „Eigentlich bin ich ganz zufrieden“, sagte die Drittligaspielerin aus der Kolbermoorer Reserve nach der ersten großen Veranstaltung in der noch jungen Saison. Durch dieses Resultat gelang die Qualifikation für das am 23. und 24. November in Landsberg (Sachsen-Anhalt) stattfindende Top 24 mühelos.

Siegeszug mit beeindruckender 7:0-Bilanz

Die an Position eins gesetzte Laura Kaim wurde in der Vorrunde ihrer Favoritenrolle gerecht und feierte gegen Carina Ludwig (SV Friedrichsgabe), Eireen Kalaitzidou (Borussia Düsseldorf), Marleen Beecken (TTG 207 Ahrensburg), Katja Weller (SV Dresden-Mitte 1950) und Lia Markl (Alemania Riestedt) souveräne 3:0-Erfolge. Der Siegeszug setzte sich in der Zwischenrunde mit gewonnen Partien gegen Amelie Fischer (TSV Untergröningen/3:1) sowie Sifan Sissi Pan (TSV 1909 Langstadt/3:0) fort.

Erst nach dieser beeindruckenden 7:0-Bilanz wurde der Siegeszug von Laura Kaim gestoppt. Im Halbfinale gab es gegen die spätere Turniersiegerin Jele Stortz (DJK Offenburg) eine unglückliche 9:11, 13:11, 7:11, 11:7 und 10:12-Niederlage. Im fünften Durchgang ließ Kaim beim Stand von 10:8 zwei Matchbälle liegen. Im nachfolgenden Spiel um Platz drei versuchte die Wahl-Seligenstädterin die zuvor knapp verlorene Begegnung auszublenden. „Das hat auch ganz gut funktioniert.“ Durch den 3:0-Sieg gegen Abwehrspielerin Sarah Rau (SC Niestetal) reichte es noch zum Sprung auf das Podium.

Ziel von Luis Kraus war das Posium

Nicht zufrieden zeigte sich Luis Kraus über seinen neunten Platz bei den Buben 15. Er löste damit zwar auch das Top 24-Ticket, „doch mein Ziel war es auf das Podium zu kommen“. Krankheitsbedingt leicht angeschlagen war Kraus nicht im Vollbesitz seiner Kräfte. Doch das wollte der Nachwuchsspieler nicht als Ausrede stehen lassen. „Ich habe oft Führungen in den Sätzen noch liegen gelassen.“

Luis Kraus war an Position acht gesetzt und gewann seine Vorrundengruppe mit vier Siegen sowie einer 2:3-Niederlage gegen Jonas Wolf (Füchse Berlin) souverän. Dass es nicht zum Erreichen des Halbfinales reichte, lag an der mit in die Zwischenrunde genommene Wolf-Niederlage sowie einem klaren 0:3 gegen den späteren Sieger Tobias Sältzer (TV Refrath). Marco Steinbrenner

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