Zwei Gegentore in der Schlussphase

Eine bittere Pille musste der TSV Bad Endorf in der Fußball-Bezirksliga Ost beim SV Saaldorf schlucken: Nach einem späten, verdienten Führungstreffer kassierten die Mannen aus dem Kurort in der Schlussphase noch zwei Gegentreffer und mussten die Heimreise mit leeren Händen antreten.

SaaldorfEine bittere Pille musste der TSV Bad Endorf in der Fußball-Bezirksliga Ost beim SV Saaldorf schlucken: Nach einem späten, verdienten Führungstreffer kassierten die Mannen aus dem Kurort in der Schlussphase noch zwei Gegentreffer und mussten die Heimreise mit leeren Händen antreten. „Unsere super-geile Mannschaftsleistung auf diesem schweren Boden ist nicht belohnt worden“, meinte Bad Endorfs Pressesprecher Michael Huber nach der Begegnung. Für Saaldorf war das 2:1 hingegen der erste Sieg im dritten Anlauf nach dem Re-Start.

Nur wenige Torszenen auf beiden Seiten

Die erste Torgefahr hatten die Hausherren heraufbeschworen, danach war aber Bad Endorf an der Reihe: Den Schuss von Jakob Trebesius hielt SVS-Keeper Thomas Kern sicher, bei einem Versuch von Kilian Riepertinger wehrte Saaldorfs Verteidiger Andi Schuhegger ab, Aaron Stillfried legte sich die Kugel zu weit vor und Kern rettete. Insgesamt gab es aber nur wenige Torszenen. Endorfs Huber hatte „viele Fehlpässe und viel Nervosität“ gesehen. Und einmal auch Glück für seine Truppe, als Tormann Tobias Pappenberger gegen Saaldorfs Felix Großschädl zu Werke ging, der Elferpfiff des Schiedsrichters aber ausblieb.

Saaldorf nach der Pause besser

Nach dem Wechsel kam Saaldorf zunächst stark auf: „Das waren zehn richtig starke Minuten von denen“, musste Huber anerkennen. Fünf Minuten nach Wiederbeginn flankte Michael Schreyer zu Timo Portenkirchner, der verlängerte mit der Hacke zu Michael Hauser und dessen Abschluss kratzte ein Abwehrspieler der Gäste noch von der Linie. Stefan Pöllner versuchte es wenig später mit einem Schlenzer aus 20 Metern, die Kugel segelte knapp am Kreuzeck vorbei. Endorf fing sich dann aber wieder: „Wir haben uns abgeschüttelt und im Spiel behauptet“, befand Huber.

Vokrri läutet turbulente Schlussphase ein

Die turbulente Schlussphase läutete in der 72. Minute Gentian Vokrri ein, dessen 18 Meter-Schuss eine Beute von Keeper Kern wurde. Fünf Minuten später wurde Endorfs Julian Mayer im Straftraum attackiert, Schiedsrichter Florian Gebert (Niederbergkirchen) entschied auf Elfmeter. Gentian Vokrri traf vom Punkt zur Führung für das Kurort-Ensemble, das durch Daniel Trch den Sack hätte zumachen können, mit seinem Drehschuss scheiterte der Endorfer aber an der Fußabwehr von Torwart Kern.

Endorf gibt den Sieg noch aus der Hand

Danach haderten die Gäste mit Referee Gebert, weil Stillfried alleine aufs Saaldorfer Tor zugestürmt wäre, dann aber der Abseitspfiff erfolgte. „Eine strittige Entscheidung“, meinte Huber, dessen Team dann den sicher geglaubten Sieg doch noch aus der Hand gegeben hat. 89 Minuten waren gespielt, als Großschädl weit einwarf, Stefan Pöllner mit dem Kopf verlängerte und Timo Portenkirchner den Ball zum 1:1-Ausgleich über die Linie drückte. Auch Michael Weber war noch dran, konnte aber nicht mehr retten. 60 Sekunden später trat SVS-Kapitän Johannes Hafner einen Freistoß auf Großschädl, den zweiten Ball schnappte sich Hauser und traf ins lange Eck zum 2:1.

TSV Bad Endorf:Pappenberger, Michael Weber, Riepertinger, Marinus Weber (ab 67. Langl), Gentian Vokrri, Trebesius (ab 67. Trch), Mayer, Stowasser, Kaiser (ab 86. Linner), Stillfried (ab 75. Brandl), Weigert.

Schiedsrichter:Gebert (SV Niederbergkirchen).

Zuschauer:130.

Tore:0:1 Gentian Vokrri (78., Foulelfmeter), 1:1 Portenkirchner (89.), 2:1 Hauser (90. + 1). tn/re

Kommentare