Zwei Derbys, die die Richtung vorgeben

Bereits am Donnerstagabend um 19 Uhr eröffnet der TuS Raubling mit dem Derby gegen die Regionalliga-Reserve des TSV 1860 Rosenheim den 17. Spieltag in der Bezirksliga Ost. Eine halbe Stunde später findet dann ein weiterer richtungsweisender Lokalkampf statt, wenn der SB/DJK Rosenheim 2 auf den TuS Bad Aibling trifft.

Raubling will gegen 1860 2 nachlegen

Nachdem den Raublinger Thaler-Schützlingen zuletzt nach einer längeren Durststrecke endlich wieder ein Erfolgserlebnis vergönnt war, möchte man auf den 6:2-Erfolg in Bad Aibling gerne einen weiteren Erfolg folgen lassen. Zwar war der Erfolg gegen die Kurstädter vor allem im ersten Durchgang harte Arbeit, zeigte aber auch, dass die Mannschaft aus dem Inntal durchaus das Siegen nicht verlernt hat. Dennoch empfängt man den TSV 1860 Rosenheim 2 mit dem nötigen Respekt im Inntalstadion, kommt die U23 der Sechziger doch mit der Empfehlung einer 1:1-Punkteteilung gegen Tabellenführer SC Baldham-Vaterstetten.

Für Raublings Trainer Thaler ist die Marschroute jedoch ganz klar: Gegen Rosenheim muss nachgelegt werden. Vor allem gegen die direkte Konkurrenz um den Ligaverbleib muss Raubling punkten, schlichtweg um die Teams auf Distanz zu halten. Hier werden die nächsten Partien sehr richtungsweisend sein, folgt doch auf die Reserve des TSV sogleich die Bayernliga-Reserve vom Sportbund Rosenheim, ein weiterer Tabellennachbar des TuS. Personell gibt es keine großen Veränderungen bei den Gastgebern im Vergleich zur Vorwoche. Stürmer Wasti Huber muss noch ein Spiel pausieren, ehe die Sperre gegen ihn abgesessen ist, im Lazarett gibt es noch keine neuen Erfolgsmeldungen etwaiger Rückkehrer. Nichtsdestotrotz freut man sich in Raubling auf die bevorstehenden Derbys und wird die Aufgaben mit der nötigen Konsequenz angehen.

Für den TSV 1860 gilt natürlich ebenfalls nur ein Erfolg. Die Mannschaft von Trainer Dieter Kern steht aktuell auf einem direkten Abstiegsrang und kann mit einem Dreier den Rückstand auf das rettende Ufer zumindest etwas verkürzen. Dies muss auch das Ziel der jungen Sechziger vor der Winterpause sein.

SBR 2 hofft auf Ende der Negativserie

Zwei Krisen-Clubs treffen heute ab 19.30 Uhr im Josef-März-Stadion aufeinander, wenn der SB/DJK Rosenheim 2 den TuS Bad Aibling empfängt. Die Sportbündler haben seit fünf Begegnungen keinen Punkt mehr errungen und sind auf den Relegationsrang abgerutscht, Bad Aibling wartet seit 13 Spielen auf einen Sieg und ist aktuell Tabellenvorletzter. Der bislang einzige Erfolg in dieser Saison gelang den Kurstädtern im Hinspiel, als man den SBR mit 2:1 bezwang.

Die Kurstädter haben mit großen Verletzungsproblemen zu kämpfen, weiterhin werden wohl Goncalves, Nordmann, Akdogan und Katozka fehlen, Brunsch und Haas sind angeschlagen, ein Einsatz von Kapitän Paul Krabichler noch nicht gesichert. Zu den personellen Sorgen und der mageren Punkteausbeute kommt auch das Problem der mentalen Umstellung: Nach drei Meisterschaften in Folge muss sich die Mannschaft mit dem Abstiegskampf anfreunden - auch das ist nicht jedermanns Sache.

Die Sportbündler müssten eigentlich seit der vergangenen Saison wissen, wie es einem im Kampf um den Klassenerhalt geht - tun sie allerdings auch nicht, weil diesmal eine ganz andere und noch einmal verjüngte Mannschaft auf dem Rasen steht. Bei der Wirkner-Elf spielen natürlich auch die Personalsorgen der Bayernliga-Elf mit, dazu gibt es mit Florian Link, Marco Lukas, Mirko Beißwenger und Milan Novak selbst einige Ausfälle. Bei den Auswärtsauftritten in Töging und Waging spielte man gegen vordere Teams ordentlich mit, jetzt ist es aber wieder an der Zeit, den Bock umzustoßen. Dazu ist Unterstützung aus dem Bayernliga-Kader für die Wirkner-Truppe nicht nur hilfreich, sondern bei dieser Konstellation einfach auch eine Verpflichtung. fh/tn

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