Zwei Corona-Fälle bei Eisschnellläufern: Verband verordnet Quarantäne in Inzell

Sportler des Spitzensportteams im Eisschnelllauf, die in Inzell trainiert hatten, befinden sich aktuell in häuslicher Quarantäne.
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Sportler des Spitzensportteams im Eisschnelllauf, die in Inzell trainiert hatten, befinden sich aktuell in häuslicher Quarantäne.

Das Spitzensportteam der deutschen Eisschnellläufer muss nach zwei positiven Corona-Fällen im Trainingszentrum in Inzell komplett in Quarantäne. Das haben Verbandspräsident Matthias Große, Nadine Seidenglanz, sowie Verbandsarzt Gerald Lutz gemeinsam beschlossen.

Inzell – Das Spitzensportteam der deutschen Eisschnellläufer muss nach zwei positiven Corona-Fällen im Trainingszentrum in Inzell komplett in Quarantäne. Das haben Verbandspräsident Matthias Große, seine Generalbevollmächtigte für fachsportliche Aufgaben, Nadine Seidenglanz, sowie Verbandsarzt Gerald Lutz gemeinsam beschlossen, teilte die Deutsche Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG) mit. „Alle DESG-Sportler, die sich derzeit in Inzell aufhalten, begeben sich in einen Lockdown, bis sie einen negativen Test vorweisen können“, zitierte der Verband aus dem Beschluss.

Training in häuslicher Quarantäne

Mit der Maßnahme reagierte die DESG darauf, dass zwei Sportler des Spitzensportteams positiv auf das Coronavirus getestet worden waren. Die betroffenen Personen hätten sich nach Auftreten erster Symptome sofort einem Test unterzogen und sich umgehend in häusliche Quarantäne begeben. Die Kontaktverfolgung wurde eingeleitet und das Gesundheitsamt informiert, teilte der Verband mit. Um welche beiden Sportler es sich handelt, wurde nicht bekannt. Eisschnellläuferin Katja Franzen postete auf ihrer Instagram-Seite, dass ein erster Test bei ihr negativ ausgefallen sei. Sie trainiere aktuell in Isolation und warte auf einen zweiten Test in ein paar Tagen, ließ sie wissen. Der Verband teilte am Donnerstag mit, dass alle bisher vorliegenden Ergebnisse ebenfalls negativ ausgefallen sind. Sportler, die bereits wieder aus Inzell an ihre Heimatstützpunkte gereist sind, forderte die DESG auf, sich ebenfalls zu isolieren und schnellstmöglich testen zu lassen.

Max-Aicher-Arena bis auf weiteres geschlossen

Die Max-Aicher-Arena in Inzell, in der die Eisschnellläufer trainiert hatten, ist der DESG zufolge in Absprache mit dem Bürgermeister Inzells, Hans Egger, zum Schutze aller Athleten bis zum Samstagfrüh für die Eisschnellläufer geschlossen worden. Die Max-Aicher-Arena teilte am Donnerstag mit, dass es sich dabei um eine präventive Maßnahme handle, um allen die Möglichkeit zu geben, sich testen zu lassen. „Alle Personen, die am Samstag einen negativen Test vorweisen können, werden ihr Eisschnelllauftraining wie gewohnt weiterführen dürfen“, hieß es in der Mitteilung weiter. Das Hockeyfeld mit Training und Publikumslauf sowie die Turnhalle seien von diesen Maßnahmen allerdings nicht betroffen, hieß es weiter. dpa/bst

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