Biathlon

Zurück in der Arena: Michael Greis trainierte mit Polens Damen in Ruhpolding

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Vor acht Jahren hat Michael Greis seine erfolgreiche Biathlonkarriere beendet, seitdem ist der 44-jährige als Trainer ein gefragter Mann. Aktuell trainiert er die polnische Damen-Nationalmannschaft.

Ruhpolding – Vor acht Jahren hat Michael Greis seine erfolgreiche Biathlonkarriere beendet, seitdem ist der 44-jährige als Trainer ein gefragter Mann. Aktuell trainiert er die polnische Damen-Nationalmannschaft. Mit der ist er nun zu einem siebentägigen Trainingslehrgang in der Ruhpoldinger Chiemgau-Arena gewesen. Diese war zwischen 1996 und 2012 seine Trainingsstätte, auch seinen Wohnsitz hat er in dieser Zeit nach Ruhpolding verlegt.

„Wir stehen vor einer spannenden Saison“

Im Chiemgau fanden Greis und seine Damen die vergangenen Tage perfekte Bedingungen vor. Sechs Damen umfasst der aktuelle Kader – und die haben in diesem Winter einiges vor. „Wir stehen vor einer spannenden Saison, auf die ich mich freue“, so der Trainer. Höhepunkt ist für das polnische Team die Weltmeisterschaft im slowenischen Pokljuka im Februar. Zuvor gibt es bei den Europameisterschaften in Duszniki Zdroj ein Heimspiel. „Das ist sehr wichtig für die weitere Saison im Weltcup, da wollen wir gut abschneiden.“

Wichtig ist für Greis aber auch ein guter Einstieg in den ersten Weltcupblock in Kontiolahti/Finnland und im österreichischen Hochfilzen mit jeweils zwei Bewerben. „Wir wollen uns kontinuierlich steigern, meine Damen sind ehrgeizig.“ Die Verständigung zwischen Trainer und Sportler funktioniert in Deutsch, Englisch und etwas Polnisch.

„Gut Ding, braucht Weile“

Im vergangenen Jahr hat der Nesselwanger das Team der Polen übernommen, nachdem er zuvor die US-Skijäger betreut hat. Bis zu den Spielen 2022 in Peking ist die Zusammenarbeit zunächst geplant. „Die Gespräche mit dem Verband waren sehr positiv, man hat mich gestärkt, ich bin sehr zufrieden und mein Konzept gefällt. Aber wie heißt es: Gut Ding, braucht Weile“, so Greis, für den Peking natürlich im Hinterkopf schon ein Thema sei. Wichtig ist für den ehrgeizigen Trainer auch, eine schlagkräftige Staffel im Weltcup zu stellen.

Bei der WM in Antholz hatten die Polinnen bis in die Schlussphase mit Monika Gwizdon geführt, ehe sie schließlich auf dem siebten Platz landeten. In diesem Winter liegt es auch an Joanna Jakiela, Monika Hojnsiz-Starega, Natalia Tomaszewska, Kinga Zbylut sowie Karolina Piton und Kamilia Zuk, für die eine oder andere Überraschung zu sorgen. Deswegen hat die Mannschaft in der Vorbereitung akribisch gearbeitet – und das trotz mancher Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie. „Wir haben das Beste daraus gemacht, obwohl die Planung schwierig war“, schildert der 44-jährige Greis die Situation.

Greis zeigt Verständnis für die Maßnahmen

Verständnisvoll zeigt sich der ehemalige Gesamtweltcupsieger über die Maßnahmen des Weltverbandes IBU, die Weltcups im Zeichen von Corona so zu planen, dass etwa die Reisetätigkeit eingeschränkt wird. Deswegen gibt es im Januar auch keinen Weltcup in der Ruhpoldinger Chiemgau Arena. „Das hat mich zunächst schon etwas verwundert, aber ich kann das auch verstehen.“ shu

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