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„Da wurden die Augen groß“

Daniel Ziegler (rechts) im Duell um den Ball mit Michael Pointvogel vom TSV Wasserburg. butzhammer

Daniel „Zico“ Ziegler wechselte vor der Saison 2017/18 vom damaligen Kreisklassisten TV Kraiburg zum Landesligisten FC Töging. Der 22-Jährige durchlief, in Kraiburg alle Jugendmannschaften und wagte nach gerade einmal 45 Spielen und neun Toren im Herrenbereich den Sprung in die Landesliga.

Kraiburg– Als Daniel „Zico“ Ziegler nach der Saison 2016/17 vom damaligen Kreisklassisten TV Kraiburg (jetzt A-Klasse) zum Landesligisten FC Töging wechseln wollte, rieten ihm nicht wenige, unter anderem sein Trainer tunlichst davon ab. Und noch weniger trauten ihm den Sprung tatsächlich zu. Doch er belehrte alle eines Besseren. Mittlerweile 47 Landesligaspiele sprechen Bände.

Doch ganz einfach war der Sprung nicht: „Im ‚Krei serl‘ war ich Dauergast in der Mitte, mehr als zwei Ballkontakte hatte ich nie“, erzählt Ziegler. In den Spielen wurde ihm der Drei-Klassen-Unterschied noch deutlicher aufgezeigt: „Das war schon ein ganz anderes Tempo, als ich es bisher gewohnt war.“ Aber auch da ran passte sich der Kraiburger schnell an, was auch an den hochklassigen Mitspielern lag, wie er betont: „Die haben es mir schon leicht gemacht und mich super aufgenommen, das hätte ich so nicht gedacht.“

Mit seiner eigenen Leistung ist der 22-Jährige nach eineinhalb Jahren fast vollends zufrieden. „Es hätte wirklich nicht besser für mich laufen können, bis auf dass mir noch kein Tor gelungen ist, aber daran arbeite ich“, schmunzelt er.

Dabei war er ursprünglich gar nicht für die Landesliga-Elf eingeplant, denn er sollte seinem damaligen Co-Trainer in die zweite Mannschaft der Töginger folgen. Nachdem er mit Kraiburg, das er bereits mit 19 Jahren als Kapitän aufs Feld führte, den Klassenerhalt sicherte, gab es die ersten Gespräche mit Andreas Bichlmaier, damaliger Trainer in Töging und jetziger Co-Trainer in Buchbachs Regionalligamannschaft, und Mario Reichenberger, seit dieser Saison wieder Cheftrainer in Töging. „Als sie mir von ihren Plänen erzählten, dass ich die Vorbereitung in der ersten Mannschaft mittrainieren darf, wurden die Augen natürlich groß“, und sie werden es immer noch, wenn er davon erzählt.

Mit starken Leistungen in den Vorbereitungsspielen, in denen Bichlmaier ihm das Vertrauen schenkte, untermauerte er seinen Anspruch auf einen Platz im Kader der ersten Mannschaft. Mittlerweile ist er weder aus dem Kader noch aus der ersten Elf wegzudenken. 20 von 21 möglichen Ligaspielen absolvierte er bis zur Winterpause. Alle über die volle Distanz – nur der Torwart hat genauso viele. Das eine Spiel verpasste er aufgrund eines Urlaubs mit der Freundin. „Da hatte ich schon ein schlechtes Gewissen, und eigentlich hätte ich lieber gespielt als in Italien zu sitzen. Aber nachdem ich bereits im vergangenen Jahr aufgrund des Wechsels abgesagt hatte, konnte ich nicht aus“, so Ziegler.

Besonders besorgt war er, weil es in der Phase der Saison noch nicht so richtig lief für seine Töginger. Der großen Euphorie in der Vorbereitung folgte schnell Ernüchterung. Vier Punkte aus den ersten acht Spielen waren für das Ziel Klassenerhalt deutlich zu wenig. Aber die im Umbruch befindliche Mannschaft – im Sommer gingen neun, teils hochkarätige Spieler – fand immer besser zusammen und eine zwischenzeitliche Serie von acht ungeschlagenen Spielen bescherte der Reichenberger-Elf Tabellenplatz elf und 31 Punkte zur Winterpause.

So ist Ziegler mit sich und seiner Mannschaft sehr zufrieden. Denn trotz seiner jungen Jahre hat er bereits mehr Erfahrung in dieser Liga als viele seiner Kollegen und wächst immer mehr in die Rolle eines Führungsspielers hinein: „Im ersten Jahr hätte ich mich nie getraut, den Mund aufzumachen, aber mittlerweile wird das auch von mir erwartet.“ Die anfänglichen Kritiker hat er längst zum Schweigen gebracht und sein damaliger Trainer Adrian Malec, jetziger Sportlicher Leiter in Ampfing, hätte ihn auch gerne wieder in seinem Team.

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