Auswärts beim Spitzenreiter Selb

Wochenende der Extreme für Starbulls: Zu Gast beim Tabellenführer und gegen das Schlusslicht

Den Liga-Topscorer Nick Miglio aus Selb stoppen lautet die Aufgabe für Starbulls-Torhüter Andreas Mechel und seine Vorderleute.
+
Den Liga-Topscorer Nick Miglio aus Selb stoppen lautet die Aufgabe für Starbulls-Torhüter Andreas Mechel und seine Vorderleute.
  • Thomas Neumeier
    vonThomas Neumeier
    schließen

Die Mannschaft von Trainer John Sicinski muss am Freitag um 19.30 Uhr zum Top-Spiel beim Spitzenreiter Selber Wölfe ran und erwartet am Sonntag um 17 Uhr das abgeschlagene Tabellenschlusslicht HC Landsberg Riverkings.

Rosenheim– Ein Wochenende der Extreme wartet auf die Starbulls Rosenheim in der Eishockey-Oberliga Süd. Zwei absolut unterschiedliche Aufgaben, bei denen Starbulls-Coach John Sicinski von seinen Mannen aber eines gleich einfordert: Vollste Konzentration!

„Hochklassiges Eishockey“ beim 6:5-Sieg am Dienstag gegen Deggendorf

Die war den Rosenheimern am Dienstag am Ende der Partie gegen Deggendorf abhanden gekommen, weshalb es nach einer 6:2-Führung noch einmal eng wurde. Sicinski hat die Fehler gesehen und sagt: „Wir arbeiten daran, das zu verbessern.“ Viel lieber mochte er sich mit den 53 Minuten davor beschäftigen, denn: „Das war hochklassiges Eishockey von uns.“

„Wir brauchen eine Top-Leistung“

Und das wird auch wieder benötigt, wenn die Starbulls zum Spitzenspiel nach Oberfranken reisen. „Wir brauchen eine Top-Leistung“, sagt Sicinski, schließlich habe Selb viel Qualität im Kader und es sei dort auch schwer zu spielen. Allerdings betont der Rosenheimer Coach auch: „Wir brauchen uns vor keinem zu verstecken.“ Was auch die erste Begegnung in Rosenheim bewiesen hatte, als die Starbulls am 6. Dezember mit 2:1 erfolgreich waren.

Pruden und Henriquez fehlen in Selb

„Dieser Sieg hilft bestimmt“, meint Sicinski – vor allem im mentaler Hinsicht. „Bei Selb steckt vielleicht in den Köpfen, dass wir sie schon geschlagen haben. Und den Starbulls sollte der Erfolg ebenfalls Selbstvertrauen geben, auch wenn mit Verteidiger Garret Pruden und Stürmer Enrico Henriquez-Morales zwei Spieler aus dem Dienstag-Aufgebot fehlen, weil sie in der Deutschen Eishockey-Liga beim Kooperationspartner Ingolstadt benötigt werden.

Lesen Sie auch:

Der erste Treffer von Starbulls-Kapitän Michael Baindl war das schnellste Saisontor

Sicinski zählt auf: „Im ersten Spiel gegen Selb waren auch Baindl, Daxlberger, Stanik und Henriquez nicht dabei. Wir sind also besser besetzt als damals.“ Die personellen Veränderungen sorgen dafür, dass Junioren-Verteidiger Alexander Biberger ins Aufgebot rückt. Kilian Steinmann wird wohl die Sturmreihe mit Michael Baindl und Alex Höller vervollständigen, seine Position im vierten Angriffsblock nimmt Philipp Lode ein.

Duell der beiden torgefährlichsten Mannschaften

Mit Selb und Rosenheim stehen sich die beiden torhungrigsten Mannschaften der Oberliga Süd gegenüber. Die Wölfe haben in 22 Spielen 93 Tore erzielt, die Starbulls kommen auf 89 Treffer in 19 Begegnungen. Mit Nick Miglio haben die Oberfranken den Topscorer der Liga in ihren Reihen. Der US-Amerikaner hat schon 25 Tore erzielt und 16 Vorlagen abgeliefert. „Wir dürfen ihm keine Zeit und keinen Raum geben, er ist ein unheimlich schneller Spieler“, sagt Sicinski. Er hofft, dass seine Mannen es im Kollektiv schaffen, Miglio in Schach zu halten.

Landsberg mit nur einem Punkt aus den letzten 17 Spielen

Selb kann allerdings nicht nur Tore schießen, mit Florian Mnich und Michel Weidekamp liefert ein junges Torhüter-Duo bislang Top-Leistungen ab. Mnich ist mit einem Gegentorschnitt von 1,19 pro Spiel an der Spitze der Liga-Goalies. Am anderen Ende dieser Rangliste stehen übrigens die beiden Landsberger Keeper. Die Mannen vom Lech haben zuletzt 17 Begegnungen am Stück verloren und dabei nur einen Punkt geholt. Überhaupt stehen für den Aufsteiger nur vier Zähler nach 19 Partien zu Buche.

Das könnte Sie auch interessieren:

Nach Heim-Ausrutscher: Starbulls geben in Füssen die richtige Antwort

In Selb wird es „auf die Kleinigkeiten und die Tagesform ankommen“

Mit Landsberg will sich Starbulls-Coach Sicinski aber auch noch nicht beschäftigen. Für ihn zählt derzeit nur die Partie in Selb. „Dort wird es auf die Kleinigkeiten und die Tagesform ankommen“, sagt er – was sich übrigens schon ein bisschen wie Play-off-Sprachgebrauch anhört. „Warum nicht?“, entgegnet der Rosenheimer Trainer, „schließlich sind es nur noch ein paar Wochen bis dahin. Es geht in die Richtung.“ Die heiße Phase ist also eingeläutet.

Mehr zum Thema

Kommentare