„Wirklich ein sehr hartes Pflaster“: Schwierige Aufgabe für Markus Reiterberger in England

Markus Reiterberger hat sich seinen Gaststart in Englang anders vorgestellt.
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Markus Reiterberger hat sich seinen Gaststart in Englang anders vorgestellt.

Sein Gaststart bei der britischen Superbike-Meisterschaft (BSB) ist für den Obinger Motorradrennfahrer Markus Reiterberger eine große Umstellung gewesen. „Ohne Erfahrungen in der BSB zu haben, ist das wirklich ein sehr hartes Pflaster“, bilanzierte er seine Auftritte im Donington Park (England).

Donington – Sein Gaststart bei der britischen Superbike-Meisterschaft (BSB) ist für den Obinger Motorradrennfahrer Markus Reiterberger eine große Umstellung gewesen. „Ohne Erfahrungen in der BSB zu haben, ist das wirklich ein sehr hartes Pflaster“, bilanzierte er seine Auftritte im Donington Park (England). Erschwert wurden diese durch wechselhaftes Wetter, und so gab es in drei Rennen die Plätze 21, 14 und 18 sowie einen siebten Platz im zweiten Warm up.

Reiterberger fuhr beim Lauf der britischen Superbike-Meisterschaft an der Seite von Peter Hickman im „Smiths Racing Global Robots BMW Team“. Das Angebot dazu war sehr kurzfristig gekommen. Der 26-Jährige musste nicht überlegen, schließlich war seine Racing-Saison nach der Absage der Asia-Road-Racing-Meisterschaft mit dem letzten Einsatz für das BMW-Langstrecken-Team in Portugal ja offiziell für dieses Jahr beendet.

Ungewohnte Regularien für den Obinger

In Donington Park hatte der Obinger die Unterstützung durch langjährige Wegbegleiter von Alpha Racing (Stephanskirchen). Dabei stellte sich schnell heraus, dass es mit der BMW, die aufgrund der gültigen Regularien der Serie ohne Traktions- und Wheeliekontrolle gefahren wird, nicht wie gewohnt gehen würde. Viele Anpassungen wurden schon am Vorabend des ersten Trainings vorgenommen. Die ersten Einstellfahrten beendete er auf Rang 17 und 18. Das erste Training fand noch im Trockenen statt. Die kühlen Temperaturen erleichterten die Aufgabe nicht gerade. Während des Trainings tauchte ein technisches Problem auf und danach zeigte sich das Wetter von seiner typisch englischen Seite und blieb bis zum Morgen des Renntags ununterbrochen nass.

Ein Lichtblick im zweiten Warm Up

Die Qualifikationen wurden aufgrund der gefluteten Streckenabschnitte komplett abgesagt. Die Startaufstellung ergab sich aus den kombinierten Zeiten der Freien Trainings. Am Vortag der Rennen fand nur ein Warm up statt, welches Reiterberger auf Position 18 beendete.

Tags darauf gab es erneut ein Warm up. Die Änderungen am Vortag hatten sich bezahlt gemacht. Reiterberger beendete dieses auf Platz sieben – ein Lichtblick. Im ersten Lauf herrschten halb nasse und halb trockene Bedingungen, der Obinger belegte den 21. Platz. Das zweite Rennen beendete er an der 14. Position und im dritten Rennen wurde er 18. Unter trockenen Bedingungen konnte der 26-Jährige das Motorrad erstmalig sauber fahren und es besser kennenlernen. Es wurden noch ein paar Änderungen am Fahrwerk vorgenommen. Alles in allem hatte sich Reiterberger das Wochenende anders vorgestellt und sieht es als Erfahrung.

Missglückte Rennen sind eine gute Erfahrung für Reiterberger

„Das war wirklich ein sehr schwieriges Wochenende für mich“, gibt er offen zu. „Mir war durchaus bewusst, dass sich das Bike anders anfühlen würde, aber mit so gravierenden Unterschieden hatte ich nicht gerechnet. Als die Streckenbedingungen noch gleich waren, konnten wir uns deutlich verbessern und das war schon ein befriedigendes Gefühl, aber dann haben sich die Bedingungen komplett geändert und wir haben quasi noch einmal ganz von vorn angefangen“, ergänzte Reiterberger.

Überrascht ist er von den Problemen aber nicht: „Diese Erfahrung hat mir gezeigt, dass man nicht einfach in irgendeine Serie gehen kann und denken darf, dass man dann vorn mitfährt.“ who

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