„Da wird man schon richtig gepusht“

Flotter Lauf vor beeindruckender Kulisse: Anian Sossau vom SC Eisenärzt gab beim Sprint-Weltcup in Dresden sein Debüt auf der höchsten Wettkampfebene.

Dresden – „Das war schon ein riesiger Unterschied“: Begeistert zeigt sich Anian Sossau (SC Eisenärzt) von seinem Debüt beim Skilanglauf-Weltcup in Dresden.

„Im Continentalcup ist nicht so viel los, in Dresden waren viel mehr Zuschauer, da wird man schon richtig gepusht.“ In der Stadt an der Elbe hatte sogar ein Quartett aus dem Stützpunkt Ruhpolding mit Soss au, Jonas Schröter (SCMK Hirschau) – die beide dem Junioren-Jahrgang 2000 angehören – Alexandra Danner (SC Lenggries) und Nadine Herrmann (Bockauer SV) teilgenommen.

Der mittlerweile 20-Jährige trat dabei wenige Tage vor seinem Geburtstag neben den offiziellen Weltcup-Rennen im Sprint (1,3 km) und Teamsprint auch noch beim „Super-Sprint“ über 100 Meter an. Dabei sorgte Sossau im Prolog für Aufsehen: Hier wurde er inmitten der Spezialisten Zehnter. „Das ist cool und zeigt, dass mir das anscheinend liegt“, freut er sich. Im Viertelfinale erwies es sich als Nachteil für ihn, dass er noch keine Erfahrung damit hat, „gleich mit dem Startschuss voll loszupowern. Dann hatte ich auch noch einen kleinen Strauchler drin, deshalb war ich da ohne Chance“, bedauert er.

Doch dieses Wettkampf-Format machte „Lust auf mehr“, genauso wie die zwei folgenden Weltcup-Wettkämpfe. Im Sprint belegte Sossau als einer der jüngsten Teilnehmer im Prolog (1,3 km) Rang 50 im Feld von etwa 75 Sportlern. „Von Platz eins bis Platz 50 waren es nur sechs Sekunden Abstand, das zeigt, wie eng es da zugeht. Zumal wir ja hintere Startnummern hatten und da die Strecke auch schon etwas weicher war.“ Rang 52 belegte hier sein Zimmerkollege Jonas Schröter. Bundestrainer Peter Schlickenrieder hatte den jungen Sportlern eine Einsatzchance gegeben. „Er hat uns bewusst mal schnuppern lassen, damit wir beim nächsten Mal schon die Abläufe besser kennen. Wir hatten auch keinen Druck in Bezug auf die Ergebnisse“, berichtet der Eisenärzter.

Und im Teamsprint, den er gemeinsam mit Max Olex (SC Partenkirchen) bestritt, war sogar der Einzug ins Finale greifbar nahe: „Ich war als Startläufer gut dabei, dann brach sich Max Olex den Skistecken, dadurch haben wir etwas Zeit verloren. Unser Lauf war der schnellere, und so haben wir als Neunte nur um 0,4 Sekunden das Finale verpasst – Rang sieben hätte dafür gereicht.“

Dennoch war auch der 17. Gesamtplatz ein ordentliches Ergebnis. Das Junioren-Duo Maxim Cervinka (Bertsdorfer SV)/Jonas Schröter belegte im Halbfinale den 14. und damit insgesamt den 28. Rang.

Bei den Frauen lief es von den Ergebnissen her sogar noch besser. Nadine Herrmann erkämpfte mit Rang 24 sieben Weltcup-Punkte. Damit konnte die 24-Jährige sehr zufrieden sein. Alexandra Danner – im ersten Jahr in der Altersklasse der Aktiven – verfehlte als 31. des Prologs nur um einen Rang (und um nicht einmal 0,4 Sekunden) einen Platz in den Finalrennen. Im Teamsprint belegten Herrmann/Danner in ihrem Halbfinale den zehnten und insgesamt den 19. Platz. Anian Sossau wird übrigens an diesem Wochenende nicht im Continentalcup in Pragelato (Italien) antreten. Da er durch einen Sieg und einen fünften Platz die Qualifikation zur Junioren-WM (gefordert ist entweder ein Podestplatz oder zwei Plätze unter den Top Sechs in seiner Altersklasse) schon „übererfüllt“ hat, kann er nun schon einen Trainingsblock im Hinblick auf die JWM einlegen. Diese findet vom 29. Februar bis zum 8. März in Oberwiesenthal statt. who

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