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Premieren-Saison in der Landesliga

„Wir wollen nicht direkt wieder runter“: Klassenerhalt heißt das Ziel beim SV Bruckmühl

Ihn gilt es zu ersetzen: Stürmertalent Daniel Kobl.
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Ihn gilt es zu ersetzen: Stürmertalent Daniel Kobl.
  • Markus Altmann
    VonMarkus Altmann
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  • Leon Simeth
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SVB-Abteilungsleiter Michael Straßer und Teammanager Stephan Keller erklären Bruckmühls Konzept für die nächste Saison in der Landesliga. Dabei sind die wichtigsten zwei Ziele der Klassenerhalt und langfristig den Liga-Abstand zwischen der ersten und zweiten Mannschaft zu verringern.

Bruckmühl – Jetzt ist es offiziell: Die Fußballsaison 2019/21 wird abgebrochen und die Quotientenregel entscheidet über Auf- und Absteiger. Damit macht der SV Bruckmühl den Durchmarsch und schreibt Vereinsgeschichte: Zum ersten Mal überhaupt spielt der SVB in der Landesliga. Als Liga-Neuling beendete Bruckmühl die Saison in der Bezirksliga Ost an der Tabellenspitze. Für die Verantwortlichen ist es jetzt an der Zeit, den nächsten Schritt zu gehen, schließlich will man nicht direkt wieder absteigen. Was sich der SVB dabei vorstellt, erzählen Abteilungsleiter Michael Straßer und Teammanager der Herrenmannschaft Stephan Keller im Interview mit der Sportredaktion.

Halten Sie den Abbruch und die Anwendung der Quotientenregel für richtig?

Stephan Keller:Aus meiner Sicht ist die Quotientenregel schon die fairste Variante, wobei man das aus unserer Position natürlich leicht sagen kann. Andererseits fällt mir kein anderes Verfahren ein, das ansatzweise gerecht wäre. Auf- und Abstieg ist natürlich so ein Thema. Ohne Absteiger wäre es, glaube ich, in den nächsten Jahren sehr schwierig geworden. Wenn dann mal 20 oder mehr Mannschaften in einer Liga sind, ist das ein Spielkontingent, das auch in einer „normalen Situation“ nicht zu bewältigen ist. Und dann gibt es ja auch noch das Virus. Darum haben wir für die Variante mit Absteigern gestimmt. Einfach weil der Aufwand sonst noch größer werden würde. Wir wollen da keinem Verein etwas Schlechtes.

Michael Straßer:Man muss auch dazu sagen, dass wir das unter den Spielern, Trainern und Verantwortlichen zur Abstimmung gestellt haben, und das Ergebnis war eindeutig.

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Zum ersten Mal gab es eine Entscheidung am Grünen Tisch. Wie hat die Mannschaft das aufgenommen?

Keller:Bestimmt nicht negativ, aber zeitgleich ist natürlich auch ein weinendes Auge dabei. Die Euphorie, die bei einem Aufstieg auf dem Platz aufkommt, gibt es so einfach nicht.

Straßer: Es fühlt sich ganz unwirklich an. Du fieberst die ganze Zeit daraufhin und jetzt ist der Tag da, aber es ist total ungreifbar. Natürlich ballst du die Faust und freust dich, aber du kannst halt niemanden treffen. Natürlich kannst du dir daheim eine Halbe aufschießen, aber das ist nicht das Gleiche.

Bruckmühls Teammanager Stephan Keller.

In den letzten Wochen und Monaten war es planungstechnisch sehr schwierig. Wie sind Sie damit umgegangen?

Straßer:Wir haben im Winter schon entschieden, dass wir mit dem bestehenden Trainerteam in die neue Saison gehen wollen. Da sind wir uns recht schnell einig gewesen. Normalerweise haben wir in den letzten Jahren immer Anfang April mit den Kaderplanungen gestartet. Nachdem uns Dani Kobl über die Gespräche mit Wasserburg informiert hat, haben wir damit früher angefangen. Wir haben schon immer nur für die Landesliga geplant, sodass wir für den Fall gerüstet sind. Von ein paar Spielern haben wir schon die mündliche Zusage, können da aber noch keine Namen nennen. Alles in allem sind wir mit dem geplanten Kader, der ziemlich sicher so steht, sehr zufrieden.

Wie sieht der restliche Kader aus?

Keller:Die Spielergespräche waren alle positiv, außer das mit dem Dani. Da war es relativ klar. Er war aber sehr fair und sportlich ist es auch verständlich. Bei Magnus Euler wird es schwierig werden, weil er in München studieren und auch wohnen wird. Charly Kunze hat seine Operation gut überstanden, wird aber in diesem Jahr wahrscheinlich leider noch nicht spielen können.

Straßer: Der Wechsel vom Dani tut uns natürlich sowohl sportlich als auch menschlich weh. Er hat uns direkt nach dem ersten Gespräch informiert. Wir haben viele Gespräche mit ihm geführt und während dem Prozess haben wir schnell gemerkt, dass die Entscheidung schon gefallen ist und dass er das seriös abwickeln will. Da können wir ihm keinerlei Vorwürfe machen und unsere Türen stehen in Zukunft immer offen. Für mich ist der Abgang vom Magnus aber auch sehr ärgerlich. Er hat sich im Training immer bombenmäßig reingehauen und meiner Meinung nach einen großen Beitrag zu unserer Trainingsintensität gegeben. Das ist natürlich nicht so offensichtlich wie beim Dani, aber intern schmerzt dieser Wechsel ähnlich stark.

Abteilungsleiter Michael Straßer.

Wie schaut es mit den Spielern aus, die aus der Jugend kommen?

Straßer:Aus der A-Jugend werden wir zehn Spieler mit hochschieben. Bei Zweien können wir uns mittelfristig eine Perspektive für die erste Mannschaft vorstellen. Beide waren in der Jugend bei 1860 Rosenheim und sind jetzt wieder zurückgekommen.

Keller:Wir werden auch wieder mit drei Mannschaften antreten, also wird jeder seine Minuten bekommen. Auch wenn es nicht leicht ist, mit der Landesliga-Mannschaft zu trainieren und dann am Sonntag in der B-Klasse ran zu müssen, aber so ist es nun einmal. Wir müssen da einfach schnellstmöglich raus und den Abstand zwischen der ersten und zweiten Mannschaft verringern.

Straßer: Unser Plan ist es, mit allen drei Mannschaften und den vier Trainern sehr verzahnt zu arbeiten und zu trainieren. Dazu noch den Hans Rottmüller als Torwarttrainer, der in dem ganzen Konstrukt eine sehr wichtige Rolle spielt. Er ist ein super Typ und der einzige im Verein ist, der langjährige Erfahrung in der Landesliga hat. Er kennt sich aus und weiß, wo wir hin müssen.

Was ist das Saisonziel?

Keller:Ich denke, das Ziel ist relativ klar: Wir wollen nicht direkt wieder runter. Der Trainer würde jetzt sagen, er will mit den unteren Tabellenplätzen überhaupt nichts zu tun haben, aber für uns ist erst einmal klar: Wir wollen die Klasse halten.

Was ist für die nächste Zeit geplant?

Keller: Wir wollen so bald wie möglich wieder mit dem Training beginnen und dann richtig angreifen.

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