„Wir denken von Spiel zu Spiel“: 1860 Rosenheims Kapitän Christoph Wallner im Interview

124 Pflichtspiele im Herrenbereich hat Christoph Wallner für den TSV 1860 Rosenheim bereits absolviert. Es gibt nicht viele Spieler, die ihren Verein so im Herzen tragen, wie der 26-Jährige.

Rosenheim– 124 Pflichtspiele im Herrenbereich hat Christoph Wallner für den TSV 1860 Rosenheim bereits absolviert. Es gibt nicht viele Spieler, die ihren Verein so im Herzen tragen, wie der 26-Jährige. Im Jugendbereich der Innstädter ausgebildet und nach jeweils zwei Intermezzi bei den Münchner Löwen sowie dem 1.FC Nürnberg wieder an die Mangfall zurückgekehrt.

Christoph Wallner: Ehrlich gesagt haben wir einige Dinge vermissen lassen, die uns in den vergangenen Wochen stark gemacht haben – vor allem die Grundtugenden im Fußball: Einsatz, Wille und Leidenschaft. Wir sollten künftig außerdem wieder mehr darauf achten, unser eigenes Spiel – mit all unserer vorhandenen Qualitäten – durchzuziehen. Ohne Wenn und Aber.

Wallner: Man sollte nicht alle Hinausstellungen gleich bewerten – dazu sind die jeweiligen Entstehungsgeschichten zu divers. Aber grundsätzlich sind wir natürlich gut damit beraten, auch in hitzigen und emotionalen Situationen die Nerven zu behalten. Dazu kommt manchmal noch ein Hauch von Naivität. Ich weiß aber auch, dass wir ein Team sind, dass sehr schnell dazulernt.

Wie schätzen Sie den kommenden Gegner ein?

Wallner: Bayreuth hat eine richtig starke Mannschaft und ist quasi auf allen Positionen mit Top-Spielern sowie individueller Klasse ausgestattet. Auch deshalb findet man sie derzeit auf dem dritten Tabellenplatz.

Mit welchen Mitteln wollen Sie und Ihr Team dagegenhalten?

Wallner:Zunächst werden wir versuchen, unsere Spielidee umzusetzen. Das beinhaltet auch, frech zu agieren und natürlich alles in die Waagschale zu werfen. Wenn wir es dann noch schaffen, kompakt zu verteidigen, und offensiv immer wieder gute Aktionen haben, können wir die Bayreuther ärgern.

Wallner: Unser Ziel lautet selbstverständlich Klassenerhalt und dafür haben wir noch zehn Ligaspiele, die für uns gleichzeitig zehn Endspiele bedeuten. Natürlich sind Spiele gegen direkte Konkurrenten für uns sehr wichtig. In der jetzigen Situation sind wir jedoch gut damit beraten, von Spiel zu Spiel zu denken. Interview: mpo

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