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Gutes Aufgebot

Wimbledonsieger im Team: 1860 Rosenheim für zweite Saison in Tennis-Bundesliga gerüstet

Der Slowake Norbert Gombos ist neu beim TC 1860 Rosenheim.
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Der Slowake Norbert Gombos ist neu beim TC 1860 Rosenheim.
  • Thomas Neumeier
    VonThomas Neumeier
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Die zweite Saison in der höchsten deutschen Tennis-Spielklasse steht für den TC 1860 Rosenheim an. Die Verantwortlichen sind zuversichtlich und besser vorbereitet als noch vor einem Jahr.

Rosenheim – Gut gerüstet geht der TC 1860 Rosenheim in die seine zweite Saison in der Tennis-Bundesliga. „Wir sind mit den Vorbereitungen viel weiter als im Vorjahr“, sagt Thomas Detterbeck, Vorstand Bundesliga bei den Sechzigern. Vor einem Jahr war pandemie-bedingt nicht zu erwarten, dass man in die Saison starten könne, nun „sind wir viel früher dran und haben den Bundesliga-Zirkus auch schon ein Jahr miterlebt“.

In der vergangenen Spielzeit hatten die Rosenheimer als Aufsteiger den vorzeitigen Klassenerhalt geschafft und am Ende mit einer ausgeglichenen Bilanz auf dem fünften Rang abgeschlossen. Diesmal „werden wir sicher nicht mehr unterschätzt“, sagt Sportwart Dieter Dörfler vorsichtig, um dann aber auch selbstbewusst festzustellen: „Mit dem Kader kannst du ganz vorne dabei sein!“

Mitten in den Vorbereitungen auf die neue Saison: Thomas Detterbeck, Vorstand des TC 1860 Rosenheim (links) und Sportwart Dieter Dörfler.

50 Prozent des Teams wurde ausgetauscht – oder musste ausgetauscht werden, denn: „Die ganze Liga wollte Galan und Tabilo“, wie Dörfler weiß. Die Südamerikaner Diego Galan und Alejandro Tabilo sowie Juan Ignacio Londero werden den Sechzigern nun als Gegner gegenüberstehen, ebenfalls nicht mehr im Team sind Matteo Viola, Alessandro Giannessi, Christian Lindell, Pedro Souza und Alexander Peya. „Das mit Viola hat mir leidgetan, weil er super nett ist, einfach ein Gentleman“, urteilt Dörfler über einen der Aufstiegsgaranten. Im ersten Bundesliga-Jahr zeigte der Italiener Giannessi besonders auf: „Er ist auf Sand eine Bank. Schade, dass er nicht mehr dabei ist.“

Dafür haben die Rosenheimer ihren Publikumsliebling aus dem vergangenen Jahr halten können: Damir Dzumhur schlägt auch weiterhin für die Sechziger auf. „Es war klar, dass wir um ihn kämpfen werden“, sagt Dörfler, „er wollte aber auch bleiben“. Weiter mit dabei sind auch Lorenzo Giustino, die beiden Slowenen Aljaz Bedene und Blaz Rola sowie die Österreicher-Combo mit Sebastian Ofner, Teamkapitän Lukas Jastraunig und den beiden Doppel-Spezialisten Samuel Weissborn (Dörfler: „Für mich neben Dzumhur der Spieler der Saison“) sowie Oliver Marach. Letzterer, einst Nummer zwei der Doppel-Weltrangliste, wird den Rosenheimern öfter als nur ein Spiel wie vergangene Saison zur Verfügung stehen – ebenso wie Bedene, die letztjährige Nummer eins, der nach seiner Verletzung wieder fit ist.

Mit Nikoloz Basilashvili gibt es eine neue Nummer eins im Kader – und was für eine! Der Georgier steht aktuell auf Rang 20 der Weltrangliste und war im Vorjahr Turniersieger in München. „Wer hätte gedacht, dass so einer mal in Rosenheim aufschlägt?“, fragt Dörfler – und liefert die Antwort nach: Bernie Gleissner. Der Spielerscout der Sechziger kennt Basilashvili schon lange und hat den Deal eingefädelt.

Die Lederne steht ihm: Nikoloz Basilashvili vom TC 1860 Rosenheim.

Ebenfalls neu sind der Slowake Norbert Gombos, ein erfahrener Akteur, und das französische Trio Hugo Grenier, Manuel Guinard und Alexandre Muller. Und zwei junge Spieler, die für Aufsehen sorgen dürften: Juan Manuel Cerundolo (20) aus Argentinien steht unter den besten acht U21-Spielern der Welt und wird von Dörfler als „absoluter Sandplatzfighter“ beschrieben. „Der wird in Zukunft unter den ersten 50 der Welt stehen“, glaubt Dörfler. Er traut auch dem Tschechen Jonas Forejtek eine große Zukunft zu. Der 21-Jährige gewann bislang die US Open der Junioren im Einzel sowie die Australian Open und Wimbledon bei den Junioren im Doppel. „Ihn haben wir in den letzten zwei Jahren schon beobachtet“, sagt Detterbeck. Und Dörfler ist sich sicher, „dass der einschlägt. Er ist mega-talentiert!“

Weil die Sechziger ihre Lehren aus der ersten Saison gezogen haben, wurde auch die Option auf die Doppel verstärkt. Dafür holten sie den Brasilianer Fernando Meligeni.

Die Saison startet für die Sechziger am 3. Juli mit dem Derby beim TC Großhesselohe. Weitere Auswärtsspiele sind beim Rochusclub Düsseldorf, bei Aufsteiger TC Bredeney in Essen, beim Meister Mannheim und in Krefeld. Vor heimischer Kulisse stehen die Spiele gegen Aachen (10. Juli), Gladbach (24. Juli), Aufsteiger Ludwigshafen (7. August) und Neuss (14. August) auf dem Plan. Dann hoffen die Rosenheimer Verantwortlichen auch, die 1000-Zuschauer-Marke knacken zu können. Mit Gladbach kreuzt beispielsweise ein Titelfavorit auf. „Großhesselohe will auch vorne mitspielen und Bredeney hat groß aufgerüstet“, beschreibt Dörfler seine Favoriten. Und 1860? „Wir sind finanziell im unteren Drittel der Liga, dennoch ist unser Kader gut“, meint der Sportwart. Für mehr braucht es monetäre Unterstützung, um die Spitzenspieler öfter einsetzen können. Bis zum Bundesliga-Start wird Vorstand Detterbeck nicht ruhen, um auch hier nachlegen zu können. Schließlich ist man mit den anderen Vorbereitungen bereits voll im Plan.

Der Bundesliga-Kader des TC 1860 Rosenheim für die Saison 2022

Nikoloz Basilashvili (30 Jahre, Georgien – ATP-Weltrangliste 20, Doppel 403), Norbert Gombos (31, Slowakei – ATP 109), Juan Manuel Cerundolo (20, Argentinien – ATP 120), Damir Dzumhur (29, Kroatien – ATP 141), Aljaz Bedene (32, Slowenien – ATP 142), Hugo Grenier (26, Frankreich – ATP 154, Doppel 380), Manuel Guinard (26, Frankreich – ATP 160, Doppel 178), Blaz Rola (31, Slowenien – ATP 174, Doppel 342), Alexandre Muller (25, Frankreich – ATP 201, Doppel 374), Lorenzo Giustino (30, Italien – ATP 211), Felipe Meligeni (24, Brasilien – ATP 217, Doppel 96), Sebastian Ofner (25, Österreich – ATP 218), Jonas Forejtek (21, Tschechien – ATP 330, Doppel 338), Lukas Jastraunig (32, Österreich), Samuel Weissborn (30, Österreich – ATP Doppel 110), Oliver Marach (41, Österreich – ATP Doppel 57). Abgänge: Juan Ignacio Londero, Diego Galan, Alejandro Tabilo, Matteo Viola, Alessandro Giannessi, Pedro Souza, Christian Lindell, Alexander Peya.

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