Wieder eine Auswärtsfahrt

Kolbermoors Trainer Zsolt Hollo erhofft sich beim Auswärtsspiel in Böblingen zwei Punkte.  Foto Erlich
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Kolbermoors Trainer Zsolt Hollo erhofft sich beim Auswärtsspiel in Böblingen zwei Punkte. Foto Erlich

Der Bundesliga-Terminplan meint es für Kolbermoors Tischtennis-Damen nicht unbedingt gut. Bereits zum vierten Mal in Folge müssen sie reisen. An diesem Wochenende führt sie ihr Weg zum SV Böblingen.

Vor der Saison hätte man eher nicht vermutet, dass die Begegnung am Sonntag in Böblingen für Kolbermoors Damen eine Art Spitzenspiel werden könnte. Nun aber ist es tatsächlich passiert, denn die ersten Vier - dazu zählt Böblingen als Zweiter und Kolbermoor als Vierter - weisen jeweils sechs Pluspunkte auf. Und wenn man jetzt noch bedenkt, dass die Gastgeberinnen aus Baden-Württemberg so eine Art Lieblingsgegner für die Mannschaft um Trainer Zsolt Hollo sind, dann darf man sich aus heimischer Sicht in der Ferne sogar einiges ausrechnen. Warum Lieblingsgegner? Ganz einfach: Gegen Böblingen erreichte Chantal Mantz & Co. in der abgelaufenen Saison drei von vier möglichen Punkten, wobei man beim letztjährigen Sechsten sogar einen 6:3-Sieg landen konnte. Die Mehrzahl der Zähler kam in den beiden letzten Spielen dabei hauptsächlich aus dem hintern Paarkreuz, wobei sich Krisztina Ambrus sogar schadlos hielt.

Ein wenig hat sich die Situation in dieser Spielzeit geändert. Auf den ersten Blick verwundert das, da Böblingen bislang ohne die vielfache Nationalspielerin Nicole Struse auskommen musste. Dafür aber hat Anja Schuh an Stärke gewonnen und Xu Yanhua blieb in den letzten Begegnungen gegen die Nummer eins des jeweiligen Gegners ohne Niederlage. Hinzu kommt, dass die Baden-Württembergerinnen aktuell im ICE-Tempo durch die Liga rasen. Gegen Watzenborn benötigte man gerade einmal 83 Minuten und gegen die Leutzscher Füchse schaffte man den Sieg in 79 Minuten.

Für Kolbermoors Trainer Zsolt Hollo sind diese Gegebenheiten jedoch nur relativ. "Für uns ist die Begegnung in Böblingen ein wichtiges Spiel, in dem es um die Play-offs geht. Wenn wir im hinteren Paarkreuz und auch gegen Qianhong Gotsch punkten können, dann denke ich schon an zwei Zähler", meinte er. Sabine Winter hätte ja gegen Gotsch noch eine Rechnung offen, denn die beiden letzten Duelle verlor sie jeweils in vier Sätzen. Dass Böblingen derzeit so schnelle Spiele absolviert, ist für den Kolbermoorer Trainer allerdings sekundär. Zsolt Hollo: "Man muss immer sehen, gegen wen unser Sonntagsgegner bisher gespielt hat. Ob 70 oder 80 Minuten, abgerechnet wird erst am Schluss."

Die Vorbereitung auf dieses Auswärtsspiel beginnt erst am heutigen Donnerstag. Sabine Winter und Chantal Mantz weilten nämlich bei der Damen-Nationalmannschaft in Düsseldorf und Wenling Tan-Monfardini spielte die Challenge Series in Ochsenhausen. Vor der Abreise steht noch das Abschlusstraining auf dem Programm, ehe man auf große Fahrt geht, um die erhofften Punkte einzufahren. eg

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