Werden Punkte gestrichen?

Nun ist es amtlich: Der aktuelle Tabellenführer der Fußball-Regionalliga Bayern, Türkgücü München, nimmt sein Aufstiegsrecht in die 3.

Liga zur Saison 2020/21 wahr. Die Regionalliga Bayern spielt die restliche Saison mit 17 Vereinen weiter. Eigentlich müssen die Ergebnisse von Türkgücü annulliert werden. So zumindest sieht es die Spielordnung ganz klar vor. Die bereinigte Tabelle würde so wie oben aussehen.

In Paragraf 30 der BFV-Spielordnung heißt es: „Stellt ein Verein während der Meisterschaftsspielrunde den Spielbetrieb ein, sind die von diesem Verein oder dessen bisherigen Gegnern erzielten Punkte und Tore zu streichen.“ Türkgücü hat den Spielbetrieb nicht freiwillig eingestellt; an der Tatsache, dass das Team ab sofort nicht mehr dabei ist und folglich aus der Wertung zu nehmen ist, ändert dies aber nichts. Beim BFV will man sich trotz der rechtlichen Bestimmungen aber noch nicht festlegen, was passiert. Eine Entscheidung solle zeitnah in Abstimmung mit den Vereinen getroffen werden. Hintergrund: Offenbar gibt es einen Vorstoß eines Vereins, der fordert, den Klubs, die gegen Türkgücü gewonnen haben, aus Solidarität die Punkte zu belassen. Davon würde vor allem Schlusslicht Garching profitieren, das neben Buchbach und Eichstätt als einziges Team den Aufsteiger bezwang. Schweinfurt, Augsburg II und Bayreuth holten je ein Remis.Ob dieser Vorschlag tatsächlich durchgeht, darf aber stark bezweifelt werden. Schließlich wäre er gegen die Spielordnung und würde auch alle Vereine, die noch gegen Türkgücü ran müssten, stark benachteiligen. Zudem droht rechtlicher Ärger. dme/bz

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