Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


„Wer bremst, verliert“

+

Eishockey-Helm, Eishockey-Ausrüstung samt Schlittschuhen – so stehen vier Teilnehmer in der Start-Rampe und warten nervös wie Rennpferde darauf, dass sich die Tore öffnen und sie sich ins Renngeschehen bei der Crashed-IceVeranstaltung in Wagrain/Österreich stürzen können.

Mit dabei ist der 20-jährige Rosenheimer Luca Engler, früher im Nachwuchs der Starbulls-Eishockeyspieler aktiv und jetzt immer noch Stürmer in Inzell. Kurz und prägnant beschreibt er die Renntaktik: „Wer bremst, verliert.“ Auf der vereisten, circa 400 Meter langen Eisrinne mit vielen Kurven und Sprüngen rauschen die waghalsigen Ice-Crosser mit rund 70 km/h dem Ziel entgegen. Köperkontakt bleibt da nicht aus, Stürze sind nichts Ungewöhnliches.

In seiner Physiotherapeuten-Ausbildung in Traunstein sind in Englers Klasse viele Österreicher, darunter ein Freund aus Flachau. „Mit dem habe ich 2016 ein Rennen angeschaut und da war für mich klar, dass ich das auch machen will“, erklärte Engler.

„Im Ziel brennen die Oberschenkel“ Luca Engler

In seinem ersten Rennen als Rookie schnitt der Rosenheimer hervorragend ab, qualifizierte sich für das Hauptfeld der Herren, in dem auch viele Topfahrer und Weltmeister standen. „Ich bin 63. geworden, weil ich gestürzt bin und in diesem Fall hat man keine Chance mehr in die nächste Runde zu kommen“, weiß Engler. Natürlich hat ihm seine Ausbildung als Eishockeyspieler geholfen und trotzdem „ist es etwas ganz anderes als Eishockey. Man kann es mit dem Skicross vergleichen, nur eben auf Schlittschuhen und auf blankem Eis.“ Gefragt sind gute Schlittschuhtechnik, Durchsetzungsvermögen und natürlich Kondition: „Im Ziel brennen die Oberschenkel“, erklärt Engler.

Sein erster Auftritt gefiel den Verantwortlichen der deutschen Ice-Crosser so gut, dass er ins Nationalteam (sieben Männer, eine Frau) aufgenommen wurde und am kommenden Wochenende mit einer Wildcard im Nationaltrikot beim weltweit größten Rennen, dem Red Bull Chrashed Ice Downhill, in Saint Paul (USA) starten darf. „Da waren im letzten Jahr 150 000 Zuschauer an der Strecke. Das wird sicher ein super Erlebnis“, hoffte Engler vor seiner Abreise am Mittwoch.

Finanzieren musste er sich die Teilnahme größtenteils selbst, weshalb er natürlich auf der Suche nach weiteren Sponsoren ist. „Auf meinem Helm und Trikot ist noch genügend freier Platz“, sagt Luca Engler, der natürlich weiß, dass es sich bei den Crashed Ice-Rennen vor allem in Deutschland noch um eine exotische Sportart handelt. Wenn er nicht bremst und Erfolg hat, könnte sich das ganz schnell ändern.

Kommentare