Wenn Eishockey auf Biathlon trifft

Anstich im Adlernest:Das Ehepaar Gruber mit Fritz Fischer und Wolfgang Pichler (von links). Kas

Ruhpolding – Nicht nur in der Chiemgau-Arena herrscht während der Biathlon-Wettkämpfe Hochbetrieb – auch im Ruhpoldinger Ortszentrum ist in diesen Tagen Hochstimmung.

Treffpunkte sind die Strafrundn, das Adlernest, die Fritz’n-Alm, die Gamsbluat-Alm oder Beppo‘s Fuchs-Treff in der Erdinger-Urweiße-Alm. Aber auch die Wetzstoana, die Schützengesellschaft, der SV Ruhpolding, D‘Rauschberger Zell und die Bullybar sind mit Ständen im Championspark vertreten, um die Besucher der Siegerehrungen und des Nachtlebens kulinarisch zu verköstigen.

Das zeigte sich schon bei der Eröffnungsfeier, wo davor und danach in den Hütten und an den Buden voller Betrieb war. Den Auftakt machte das Anzapfen im Adlernest beim Ehepaar Gruber. Stadionsprecher Karlheinz Kas fungierte als Moderator und konnte die Biathlon-Legenden Fritz Fischer und Wolfgang Pichler begrüßen. Pichler ist erstmals seit vielen Jahren nicht als aktiver Trainer vor Ort, sondern fungiert als Koordinator für das olympische Komitee aus Schweden.

Ein Jubiläum feierte Toni Gstatter in der Gamsbluat-Alm. Der Erfinder des Ruhpoldinger Biathlon-Anstichs zelebrierte das Anzapfen bereits zum zehnten Mal – erneut mit hochkarätiger sportlicher Besetzung, die vom Sport- und Reisemanager Bernhard Huber auf die Beine gestellt wurde. Der Priener Tausendsassa nutzte sein sportliches Netzwerk und präsentierte mit den Rosenheimer Starbulls-Angreifern Michael Baindl, Dominik Daxlberger, Alexander Höller und Michael Fröhlich geballte Offensivpower. Kapitän Baindl schaffte das Anzapfen zwar erst im zweiten Versuch, ihm wurde aber von Kas eine gute Leistung bescheinigt. Höller, Österreicher mit deutschem Pass, wurde von Kas im Gespräch Neu tralität entlockt: „Der Beste soll gewinnen“, meinte der Rosenheimer Torjäger – ein stolzes Lächeln hatte er später aber schon im Gesicht, als Gstatter mit seiner Gamsbluat-Musi „Dem Land Tirol die Treue“ anstimmte. Während Fröhlich viele Gemeinsamkeiten zwischen Eishockey und Biathlon entdeckte („laufen, schießen und treffen müssen alle“), entpuppte sich Daxlberger als großer Ruhpolding-Fan – und sicherte sich gleich noch Karten für den Wettbewerb: „Ich hoffe dann natürlich auf einen deutschen Sieg“, so Daxlberger. tn

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