In der Weltspitze der jugendlichen Skibergsteiger angekommen

Antonia Niedermaier aus Bruckmühl überzeugte bei der Jugend-Olympiade in Lausanne.

Lausanne – Mit einem 6. Platz im Individual und Platz 5 im Mixed-Team-Wettbewerb kehrt Antonia Niedermaier aus Bruckmühl von der Jugend-Olympiade im schweizerischen Lausanne zurück.

Knapp 2000 junge Athleten kämpfen bei der weltweit größten Jugend-Sportveranstaltung noch bis 22. Januar in den olympischen Winterdisziplinen um die Medaillen. Insgesamt bestritt die 16-jährige Gymnasiastin drei Wettbewerbe, wobei ihre eigentliche Paradedisziplin, das sogenannte „Vertical“, nicht olympisch ist.

Den Auftakt der drei Wettkämpfe, die in Villars-sur-Ollon ausgetragen wurden, bildete das anspruchsvolle „Individual“. Dabei waren knapp 1000 Höhenmeter, unterteilt auf vier Aufstiege mit anschließenden Abfahrten, zu bewältigen. Die Schlüsselstelle bildete eine extrem steile Tragepassage. Verletzungsbedingt konnte die Bruckmühlerin im Vorjahr in dieser Disziplin nicht an der Weltmeisterschaft teilnehmen und musste sich folglich mit der hohen Startnummer begnügen, die einen der hinteren Startplätze beim Massenstart vorsieht. Während die 16-Jährige den ersten der vier Anstiege im hinteren Drittel des Feldes bewältigte, konnte sie im Laufe des zweiten und dritten Anstiegs und der jeweiligen Abfahrten in zum Teil harten Zweikämpfen viele ihrer Konkurrentinnen überholen und belegte als beste Deutsche einen sehr guten 6. Platz.

Auch beim sogenannten „Sprint“ ging Antonia Niedermaier mit ihren drei Teamkollegen aus dem DAV-Kader an den Start. Der Parcours in dieser olympischen Kurzdistanz setzt sich aus vier Abschnitten zusammen, wobei nur gut 100 Höhenmeter zu bewältigen waren. Mit Rang 13 im ersten Ausscheidungsdurchgang qualifizierte sie sich für das Viertelfinale, kam dort allerdings nicht über einen 5. Platz hinaus.

Der „Mixed Relay“ rundete das olympische Programm der jugendlichen Skibergsteiger ab. Je zwei Athletinnen und Athleten pro Nation mussten jeweils viermal den 85 Höhenmeter und 2400 Meter langen Rundkurs mit Aufstiegen und Abfahrten bewältigen. Zusammen mit ihren deutschen Teamkollegen erkämpften sie Rang 5. Mit dieser Platzierung hat sich das deutsche Nachwuchsteam endgültig im Kreis der Skibergsteig-Nationen etabliert und hofft nun, dass Skibergsteigen als fester Bestandteil in das Olympia-Programm mitaufgenommen wird.

Für Antonia Niedermaier stehen nun unter anderem mit dem Jennerstier, der Erztrophy am Hochkönig und der deutschen Meisterschaft in ihrer Paradedisziplin „Vertical“ im Allgäu eher regionale Rennen auf dem Programm, bevor zum Saisonende im April die Europameisterschaft im italienischen Madonna di Campiglio stattfindet. re

Kommentare