IM MEKKA DES EISSCHNELLLAUFENS

Weltcup-Premiere für zwei Inzeller Eisschnellläuferinnen: Lohn für harte Trainingsarbeit

Weltcup-Premiere: Josephine Heimerl.
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Weltcup-Premiere: Josephine Heimerl.

Es soll ein unvergessliches Erlebnis in ihrer noch relativ kurzen sportlichen Karriere werden: Die Inzeller Eisschnellläuferinnen Anna Ostlender und Josephine Heimerl werden am Wochenende beim Weltcup im niederländischen Heerenveen an den Start gehen.

Inzell– Es ist schon etwas ungewöhnlich, dass sich die Inzeller Eisschnellläuferinnen Anna Ostlender und Josephine Heimerl am Wochenende beim Weltcup im niederländischen Heerenveen .bereits in sehr jungen Jahren mit der Weltelite messen dürfen. „Ich habe gehofft, dass ich dieses Ziel erreiche und dementsprechend hart dafür gearbeitet“, sagt Anna Ostlender. Die 18-jährige konnte sich zuletzt vor allem über 500 Meter immer weiter verbessern. Mittlerweile steht ihre persönliche Bestzeit über die Sprintstrecke bei 39,58 Sekunden. „Ich mache mir da jetzt nicht allzu viel Druck und hoffe, einige Erfahrungen zu sammeln“, beschreibt sie ihr Ziel im Mekka des niederländischen Eisschnelllaufens. Ostlender wollte eigentlich in diesem Jahr bei der Junioren-Weltmeisterschaft in Japan starten, allerdings wird Deutschland wegen der Corona-Epidemie nicht daran teilnehmen. Großen Anteil an ihrer Leistung hat Trainer Andreas Kraus. „Er kennt mich in- und auswendig, ich bin glücklich, dass ich ihn als Trainer habe“, betont sie.

„Der Weltcup ist natürlich etwas völlig Neues“

Genau so sieht es auch Josephine Heimerl. Die 20-Jährige gehört derselben Trainingsgruppe wie Ostlender an. „Der Weltcup ist natürlich etwas völlig Neues für mich, aber mein Gefühl ist super. Wir haben gut trainiert und die Form passt“, sagt die in Schleching wohnende Sportlerin. „Wir haben hier in Inzell einen tollen Teamgeist und uns gegenseitig im Training immer wieder gepusht“, verrät Heimerl und lobt dabei auch die Rolle der dritten Starterin vom DEC Inzell, Katja Franzen, die mit ihren 31 Jahren zuletzt Zehnte bei der Europameisterschaft wurde. „Ich hoffe, dass ich meine Leistung abrufen kann, schließlich ist die Atmosphäre im Thialf eine ganz Besondere, auch ohne Zuschauer“, so Heimerl.

Inzells verantwortlicher Trainer Andreas Kraus ist stolz über die Nominierung seiner Sportlerinnen: „Ich freue mich, dass sie internationale Luft schnuppern können. Das ist der Lohn für ihren Einsatz im Training.“ Seine Marschroute: „Sie sollen alles geben, Spaß haben und locker bleiben.“

Joel Dufter auch am Start

Einiges erwartet man aus Inzeller Sicht auch von Joel Dufter, der zuletzt mit dem Gewinn der Bronzemedaille im europäischen Sprint-Mehrkampf überraschte.

Weltcup-Premiere: Anna Ostlender.Wukits

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