DRESSURREITEN

Weltcup-Bronze in Göteborg gewonnen

Daumen hoch für Weltcup-Bronze: Jessica von Bredow-Werndl und Unee BB.
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Daumen hoch für Weltcup-Bronze: Jessica von Bredow-Werndl und Unee BB.

Jessica von Bredow-Werndl und Unee BB wurden beim Dressur-Weltcup-Finale im schwedischen Göteborg Dritte und erzielten damit das beste deutsche Ergebnis. „Ich freue mich, dass ich Bronze verteidigen konnte. Bei meinem dritten Weltcup-Finale zum zweiten Mal auf dem Podium zu stehen, ist super“, erklärte die 30-Jährige, die von ihrem Bruder Benjamin Werndl trainiert wird.

Einmal mehr begeisterte sie Zuschauer und Richter durch feines und exaktes Reiten. Schwierigste Übergänge gelangen nahezu perfekt. Ein weiterer Höhepunkt war die ausdrucksvolle Piaffe-Passage-Tour.

Gleichwohl war die Freude nicht ganz ungetrübt, denn die Erwartungen waren diesmal sehr hoch. Nach den Absagen der britischen Titelverteidigerin Charlotte Dujardin, des Niederländers Edward Gal und von Isabell Werth zählten Von Bredow-Werndl und Unee BB zum engsten Favoritenkreis. Wie eng es werden würde, deutete sich im Grand Prix an. Nur 16 Punkte lagen zwischen dem Sieger und dem Drittplatzierten. In der Kür zeigte sich das Duo aus Aubenhausen in Bestform, aber nicht ganz fehlerfrei. Durch ein Missverständnis galoppierte Unee BB in der Einleitung zur Trabtraversale zunächst kurz an. Ein zu kurz gesprungener Zweierwechsel kostete weitere Punkte. Insgesamt erzielte das Paar mit seiner „I have a dream“-Kür hervorragende 80,464 Prozent. Das zweite deutsche Paar, Fabienne Lütkemeier und D’Agostino FRH, erreichte mit 78,339 Prozent den sechsten Platz.

Der Weltcup-Sieg ging erstmals an den Niederländer Hans-Peter Minderhoud und Glock’s Flirt mit 82,357 Prozent, gefolgt von der Schwedin Tinne Vilhelmson-Silfvén und Don Auriello mit 81,429 Prozent. Auch wenn die Aubenhausenerin sich für das Finale mehr vorgenommen hatte, überwog am Ende die Freude. „Ich bin trotzdem glücklich, denn Unee ist so gut drauf wie noch nie und die Saison geht ja jetzt erst los“, resümierte sie. Mit dem dritten Platz im Weltcup-Finale dürfte das Paar seine Chancen auf einen Teamplatz für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro verbessert haben. sn

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