Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Stockschiessen

5 Mal EM-Gold für deutsche Weitschützen - Sportler aus der Region erreicht 2 Goldene

Die ganze Dynamik der Weitschützen, dargeboten vom herausragenden U23-Junior Michael Späth.Kamhuber
+
Die ganze Dynamik der Weitschützen, dargeboten vom herausragenden U23-Junior Michael Späth.
  • VonAlbert Kamhuber
    schließen

Die deutschen Eisstock-Weitschützen haben bei der Europameisterschaft in Südtirol über weite Strecken überzeugt. Von zehn möglichen Titeln holte die deutsche Mannschaft insgesamt fünf. Herausragend war dabei vor allem Markus Schätzl vom SV Oberbergkirchen, der zwei Mal Gold gewann und einen neuen Spitznamen verpasst bekam.

Klobenstein– Im Gegensatz zu den deutschen Weiten-Damen brachten die Herren von den Europameisterschaften in Klobenstein die gleiche ruhmreiche Medaillenausbeute nach Hause, wie vor zwei Jahren. Die DESV-Asse Markus Schätzl (SV Oberbergkirchen) und Peter Rottmoser (SV Schechen) feierten erneut einen grandiosen Doppelerfolg. Zusammen mit Michael Späth (FC Altrandsberg) und Andreas Weber (EC Freilassing-Hofham) verteidigte die bärenstarke Truppe des Deutschen Eisstock-Verband (DESV) auch den Titel im Mannschaftswettbewerb.

Leistungen auf Weltklasse-Niveau

Mit überragenden Leistungen und beeindruckender Beständigkeit auf absolutem Weltklasse-Niveau hat Welt- und Europameister Markus Schätzl vom SV Oberbergkirchen nicht nur seinen Titel im Einzel-Wettbewerb verteidigt, sondern auch zum dritten Mal in Folge EM-Gold mit in den Landkreis Mühldorf gebracht. Außerdem bekam er während der Spiele auf dem Eisring der WM-Arena Ritten von den faszinierten Live-Stream-Moderatoren des Olympic-Channel den denkwürdigen Spitznamen „The Machine“ verpasst. Mit diesem wird sich der eher zurückhaltende Elektroniker für Automatisierungstechnik nun anfreunden müssen, denn „Maschine“ dokumentiert perfekt die unglaublichen Leistungen, die der 1,93 Meter große Modellathlet in der Vergangenheit abgeliefert hat.

Gold-Entscheidung fiel im Rittern

Bereits mit dem ersten der fünf Versuche schoss Schätzl die Bahn auf seiner vollen Länge von 152,00 Metern durch. Da es ihm Rottmoser im letzten Durchgang gleichtat, kam es zum Rittern mit einer zäheren Platte. Und auch bei diesen drei Durchgängen bewies Schätzl seine Sonderklasse und ließ Rottmoser mit 144,73 zu 129,85 Metern keine Chance. Dritter wurde der Österreicher Markus Bischof, der mit 148,86 Metern den deutschen Junioren Späth (147,49) gerade noch vom Podest fernhalten konnte. Andreas Weber (EC Freilassing-Hofham) wurde mit einer starken Weite von 136,82 Metern Sechster.

Da das DESV-Quartett auch bei der vorangehenden Nationenwertung unwahrscheinlich kompakt auftrat, wurde auch der EM-Titel im Teamwettbewerb verteidigt. Und zwar mit erdrutschartigem Vorsprung von über 75 Metern vor Österreich, EM-Gastgeber Italien und Slowenien.

Deutsche Frauen verpassten Medaillen

Trotz der malerischen Kulisse mit dem Bergmassiv des Schlern im Hintergrund und traumhaften Bedingungen bei teilweise bis zu 20 Grad startete der Samstag für den DESV zunächst ziemlich bedrückend. Denn bei den Damen, die bei der Premieren-EM vor zwei Jahren an gleicher Stelle mit Annalena Leitner (SV Unterneukirchen), Antonia Kachelmann (ESC Uehlfeld) und Birgit Wagner (ESV Mitterskirchen) einen triumphalen Dreifacherfolg landeten, ging im Einzelfinale so gut wie gar nichts. Im Gegenteil: Österreich besetzte das gesamte EM-Podest. Erst auf den Plätzen vier und fünf folgten Titelverteidigerin Leitner und die WM-Dritte Wagner. Auch das Team-Gold musste man an Österreich abgeben. Deutschland holte Silber vor Italien.

Auch Michael Späth räumt ab

Nachdem sich die deutschen U23-Junioren bei der letzten EM 2019 an gleicher Stelle zweimal mit Silber begnügen mussten, konnten sie heuer wieder goldig strahlen. Über einen bärenstarken Wettkampf schoss sich Michael Späth vom FC Altrandsberg mit 142,28 Metern zum Europameister. Dahinter folgte der erst 18-jährige U19-Sieger Peter Neubauer aus Österreich. Bronze holte Alexander Anzinger (132,47) vom EC Ebing. Ein ganz besonderer Erfolg, denn der amtierende Weltmeister verletzte sich tags zuvor, beim letzten Schuss der Qualifikation, am Fuß. Zusammen mit Bastian Simon (SV Hagenhill) und Jannik Purucker (VER Selb) gewannen sie für Deutschland auch noch die Nationenwertung klar vor Österreich und Italien.

Kein Titel bei der U19

Gar nichts zu holen, zumindest im Einzel, gab es für die Jugend U19. Hinter dem unglaublichen Österreicher Peter Neubauer, der mit 135,99 und über 20 Metern Vorsprung seinen Titel verteidigte, belegte sein Landsmann Andreas Knaus (114,71) den zweiten Platz. Dicht dahinter holte der Italiener Hannes Unterberger (114,19) Bronze. Der beste Deutsche war Stefan Schmid (99,27) vom TSV Niederviehbach, der mit fast 15 Metern Rückstand Vierter wurde. Bastian Simon (SV Hagenhill), als auch Christian Mayerhofer (TSV Taufkirchen) verpassten den Finaleinzug mit den Vorrundenplätzen neun und elf. Als Team wurde man Vize-Europameister hinter Österreich und vor Italien.

Vier heiße Eisen stechen nicht

Obwohl Deutschland bei der Jugend U16 im Finale der besten sechs Vorrundenteilnehmer vier Eisen im Feuer hatte, triumphierte am Ende Österreich mit einem Doppelerfolg. Andre Hofmarcher schleuderte den Stock auf die Siegweite von 147,99 Metern und gewann vor Angelo Dorne. Dritter wurde Benjamin Weißthanner vom EC Furth. Der Waidler konnte sich mit seinem letzten Schuss enorm steigern (138,50 auf 143,55) und verdrängte damit Fynn Schröder (142,86) vom SV Höslwang vom Podest. Im Verbund mit Mike Reschberger (EC Lampoding) und Sabrina Englbrecht (SSC Pfeffenhausen) siegte Deutschland in der Teamwertung vor Österreich und Italien. Die Ergebnisse:

Damen:1. Evelyn Perhab (Österreich) 135,89 Meter; 2. Petra Winkler (Österreich) 131,89; 3. Katharina Dresch (Österreich) 131,26; 4. Annalena Leitner (SV Unterneukirchen) 129,69; 5. Birgit Wagner (ESV Mitterskirchen) 127,94; 8. Antonia Kachelmann (ESC Uehlfeld) 115,68; 10. Barbara Reschberger (EC Lampoding) 111,97; – Nationenwertung: 1. Österreich 337,62; 2. Deutschland 309,23; 3. Italien 289,69.

Herren:1. Markus Schätzl (SV Oberbergkirchen) 152,00; 2. Peter Rottmoser (SV Schechen) 152,00; 3. Markus Weichinger (Österreich) 148,86; 4. Michael Späth (FC Altrandsberg) 147,49; 6. Andreas Weber (EC Freilassing-Hofham) 136,82; – Rittern: 1. Schätzl 144,73; 2. Rottmoser 129,85; – Nationenwertung: 1. Deutschland 413,41; 2. Österreich 338,04; 3. Italien 331,07; 4. Slowenien 179,80.

Junioren U23:1. Michael Späth (FC Altrandsberg) 142,28; 2. Peter Neubauer (Österreich) 138,67; 3. Alexander Anzinger (EC Ebing) 132,47; – Nationenwertung: 1. Deutschland 334,24; 2. Österreich 312,70; 3. Italien 277,91.

Jugend U19:1. Peter Neubauer (Österreich) 135,99; 2. Andreas Knaus (Österreich) 114,71; 3. Hannes Unterberger (Italien) 114,19; 4. Stefan Schmid (TSV Niederviehbach) 99,27; 6. Felix Karpfinger (SV Oberhummel) 0,00. – Nationenwertung: 1. Österreich 349,33; 2. Deutschland 315,40; 3. Italien 306,11.

Jugend U16:1. Andre Hofmarcher (Österreich) 147,99; 2. Angelo Dorner (Österreich) 147,52; 3. Benjamin Weißthanner (EC Furth) 143,55; 4. Fynn Schröder (SV Höslwang) 142,86; 5. Mike Reschberger (EC Lampoding) 142,04; 6. Sabrina Englbrecht (SSC Pfeffenhausen) 130,10. – Nationenwertung: 1. Deutschland 360,35 Meter; 2. Österreich 349,70 Meter; 3. Italien 264,21.

Gold mit dem U16-Team: Fynn Schröder, Benjamin Weißthanner, Mike Reschberger und Sabrina Englbrecht.
-
Peter Rottmoser wurde im Rittern Zweiter.
Der EM-Dritte der U23-Junioren, Alexander Anzinger, beim Interview.
Markus Schätzl verteidigte seinen Titel.

Mehr zum Thema

Kommentare