Weiter auf Augenhöhe

Nicht nur beim Bully auf Augenhöhe: Waldkraiburg zeigte sich gegen Oberligist Sonthofen stark, unterlag am Ende aber knapp.

Waldkraiburg – Die Löwen bleiben auf Augenhöhe auch mit Oberligisten, auch wenn das letzte Spiel der Bayernliga-Oberliga-Verzahnungsrunde verloren ging.

Gegen Sonthofen, unterlag der EHC Waldkraiburg knapp mit 2:3.

Erst nach rund zehn Minuten nahm das Spiel Fahrt auf, weil die Löwen besser ins Spiel und zu Chancen kamen. Mit dabei unter anderem einer der berühmten Hämmer von Mathias Jeske, der aber nur den linken Torpfosten traf. Auch der zuletzt glücklose Tomas Rousek versuchte sich, jedoch war auch hier der Ex-Waldkraiburger Konstantin Kessler im Tor der Sonthofener auf dem Posten und parierte.

In das zweite Drittel kamen die Löwen deutlich besser. Von Anfang an waren sie gleichauf, wenn nicht gar mit einem leichten Vorteil auf dem Eis. Auch eine Sonthofener Überzahl, die der Oberligist routiniert spielte, überstand man schadlos. So war es nur folgerichtig, dass nach gut fünfeinhalb Minuten die vielumjubelte Führung für die Löwen fiel. Erneut war es Mathias Jeske, der den ersten Treffer der Löwen erzielte. Passgeber waren Tomas Rousek und Lukas Wagner.

Nur zwei Minuten und zwei Sekunden später der nächste Treffer für die Industriestädter. In eigener Überzahl, bei Sonthofen war Tim Marek auf der Strafbank, traf Lukas Wagner auf Zuspiel von Mathias Jeske und Leon Judt zum 2:0. Mit einer Menge Oberwasser und Motivation im Rücken agierten die Löwen im zweiten Drittel nun vorerst noch sicherer. Erneut könnte man ihnen aber vorwerfen, dass sie ihre Chancen nicht konsequent genug nutzen und sich durch Unterzahl selbst in Bedrängnis brachten. In der 36. Spielminute nämlich das nächste Powerplay für die Bullen. Zuerst sah es so aus, als könnten die Löwen auch hier schadlos daraus hervorgehen, doch dann, nach einem schnellen Querpass von Lukas Slaventinsky und einer passgenauen Direktabnahme von Homjakovs war Kevin Yeingst machtlos und die Löwen mussten das erste Gegentor hinnehmen.

Die letzten 20 Minuten begannen die Löwen in Unterzahl, hatten in diesen knapp zwei Minuten jedoch gute Chancen, ohne die Sonthofener Spieler zwingend vor das eigene Tor zu lassen. Doch weder Nico Vogl, der dank einer wunderschönen Mitnahme des Pucks nach einem hohen Pass von Michael Trox allein auf das Tor zulief, noch der Kapitän Trox selbst oder Josef Straka, der von Rousek bedient ebenfalls die Chance zum 3:1 hatte, konnten ihre Möglichkeiten verwerten. In der vierten Minute des letzten Drittels rächte sich dies in Form eines Gegentors – in eigener Überzahl. Beim Spielaufbau im Drittel der Bulls verlor Waldkraiburg den Puck und Sonthofen konnte mit drei Spielern in Richtung des Löwen-Tores stürmen. Edgars Homjakovs brachte die Scheibe sachließlich in Richtung des Tores und auch wenn Philipp Seifert noch dran war, konnte er das Tor nicht mehr verhindern.

Auch das 2:3 war ein aus Sicht der Löwen unglückliches Tor. Die letzte Strafzeit der Löwen war gerade unbeschadet abgelaufen, da war es erneut Sonthofens Homjakovs der sich aus der Halbposition ein Herz fasste und zum 2:3 einnetzte. Auch wenn die Löwen, nicht zuletzt begünstigt von einer weiteren Strafe des Gegners und dem Herausstellen von Yeingst für einen sechsten Feldspieler, noch einmal eine Schlussoffensive starten, kam am Ergebnis nicht mehr heraus. Der EHC Waldkraiburg lieferte dennoch ein sehr sauberes und moralstarkes Spiel ab, in dem Sonthofen die wenigen Fehler konsequenter ausnutzen kann.

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