Wegen Corona-Virus: Inzeller Eisspeedway-GP und Legenden-Rennen abgesagt

Günther Bauer blieb ein angemessener Abschied in Form eines Legenden-Rennens vorerst verwehrt. Weitz
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Günther Bauer blieb ein angemessener Abschied in Form eines Legenden-Rennens vorerst verwehrt. Weitz

Das ist ein harter Schlag für Fans und Veranstalter: wegen des Coronavirus wurden die für dieses Wochenende geplanten Eisspeedway-Rennen in der Inzeller Max-Aicher-Arena abgesagt.

Inzell – Die Absage betrifft neben den Läufen zur Eisspeedway-Weltmeisterschaft (Grand Prix/Samstag und Sonntag) auch das Legenden-Rennen, das am Freitag zum Abschied von Günther Bauer geplant war.

Geschockt, aber nicht ganz überrascht zeigte sich Kai Schmiedeknecht, der Vorsitzende der DMV-Landesgruppe Südbayern, die das Rennen in Inzell ausgerichtet hätte. „Es gab bereits seit vergangener Woche Gespräche, dann hat sich die Situation über das Wochenende zugespitzt. In Absprache mit der Gemeinde, den Genehmigungsbehörden und uns als Veranstalter wurde letztlich entschieden, das Ganze abzusagen. Die Gesundheit aller geht vor“, betonte Schmiedeknecht. Ob man 2021 eine Neuauflage der Veranstaltung angehen könne, „wissen wir noch nicht. Es ist noch unklar, ob wir nochmals so eine Veranstaltung stemmen können.“

10000 Tickets waren bereits vergeben

Schon jetzt steht fest: Die Landesgruppe bleibt auf einem Teil der entstandenen Kosten sitzen. Außerdem gilt es zu klären, wie man mit den Fans verfährt, die im Vorverkauf Karten gekauft haben. Schätzungsweise 10000 Ticktes waren bereits vergeben. „Wir haben vom Vorverkauf die Kontaktdaten der Fans. Wir setzen uns mit ihnen in Verbindung und versuchen, eine einvernehmliche Lösung zu finden“, verspricht Schmiedeknecht. Die Vorbereitung für die Rennen befand sich bereits in vollem Gange. Seit Samstag waren 25 Helfer der Landesgruppe und mehrere Eismeister im Einsatz. Das Eis hätte die passende Dicke gehabt. „Wir waren bereits fertig und hatten am Mittag die Eismaschinen abgeschaltet“, bestätigte Stadionleiter Hubert Kreutz. Nun dauert es rund drei bis vier Wochen, bis das Eis abgetaut ist.

Der Weltverband FIM wurde bereits von der Landesgruppe informiert. „Auch die müssen das hinnehmen, wenn eine Genehmigung der Veranstaltung nicht möglich ist“, erläutert Schmiedeknecht. Ein Rennen ohne Zuschauer wurde nicht in Betracht gezogen.

Eines verspricht Schmiedeknecht den Fans und Piloten: sollte 2021 die Landesgruppe in der Lage sein, das traditionsreiche Rennen in Inzell auszurichten, „dann werden wir das so machen, wie es für dieses Jahr geplant war.“ Das heißt: Es soll auf jeden Fall ein Abschiedsrennen für Günther Bauer geben, bei dem Eis-Legenden aus aller Welt die Zuschauer begeistern werden. who

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