EISSPEEDWAY

Weber holt sich den DM-Titel

Mit einer hervorragenden Vorstellung hat sich Hans Weber (Schliersee) in Berlin den Titel als deutscher Meister im Eisspeedway gesichert.

Weber gewann im Horst-Dohm-Eisstadion in Berlin-Wilmersdorf vor 2000 Zuschauern seine sämtlichen fünf Läufe und wurde mit 15 Punkten klarer Gesamtsieger.

Er setzte sich vor Titelverteidiger Markus Jell (Altfraunhofen/MSC Teisendorf), Stefan Pletschacher (Ruhpolding) und Max Niedermaier (Edling) durch. Auch diese deutschen Spitzenpiloten zeigten gute Leistungen. Daher dürfen die Fans darauf hoffen, dass es auch bei der Team-Weltmeisterschaft an gleicher Stätte am Samstag und Sonntag für das deutsche Trio mit Weber, Max Niedermaier und Markus Jell gut laufen könnte.

Hans Weber war auch klarer Favorit der Titelkämpfe. Er ist heuer als einziger deutscher Pilot fest in der Einzel-WM (Grand Prix) dabei – und mischt dort als Gesamtsechster hervorragend mit. Allerdings hätte es gegenüber Max Niedermaier auch noch eng werden können: Nachdem sowohl der 31-Jährige als auch Weber ihre ersten drei Durchgänge gewonnen hatten, fuhren sie in ihrem jeweils vierten Einsatz gegen Stefan Pletsch acher und den Briten Tom Dixon. Als Niedermaier in der Kurve attackierte, „ist er in eine Rille geraten und gestürzt“, berichtet Pletschacher. Das warf Niedermaier letztlich trotz eines Sieges in seinem letzten Lauf mit zwölf Punkten auf Rang vier zurück. Denn Jell und Pletschacher fuhren sehr konstant und hatten am Ende je 13 Zähler. So musste ein Stechen über DM-Silber entscheiden: Der für den MSC Teisendorf fahrende Jell setzte sich hier vor Pletsch acher durch.

Der war trotzdem überglücklich: „Dafür, dass ich ein Jahr nicht auf dem Eis trainieren konnte, hat es gepasst.“ Er darf nun damit rechnen, bei der WM-Qualifikation einen der deutschen Startplätze zu erhalten. Doch auch für diese Saison haben seine guten Leistungen schon positive Auswirkungen: „Ich wurde vom Verband für die Europameisterschaft in Polen zusammen mit Max Niedermaier nominiert. Außerdem habe ich für den Grand Prix in Inzell einen Reserveplatz bekommen, ebenso wie Markus Jell. Und Max Niedermaier erhält die Wildcard für das Hauptfeld.“

Stark präsentierte sich auch der Inzeller Franz Mayerbüchler (11 Punkte) als Fünfter. Max Niedermaiers Cousin Maximilian Niedermaier war siebtbester Deutscher in der Wertung. who

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