Wasserburgs Leichtathleten im „sportlichen Doppelleben“ absolut überzeugend

Hubert Anglhuber wurde deutscher Meister mit dem Team und gewann vier Silbermedaillen.
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Hubert Anglhuber wurde deutscher Meister mit dem Team und gewann vier Silbermedaillen.

Mit zwei Gold-, zehn Silber- und vier Bronzemedaillen haben die Rasenkraftsportler vom TSV Wasserburg jüngst bei den deutschen Dreikampf-Meisterschaften in Erfurt überrascht. Die Athleten aus Wasserburg haben in dieser Saison ein sportliches „Doppelleben“ geführt, denn zum einen waren sie in der Leichtathletik aktiv, aber zum anderen auch überaus erfolgreich im Rasenkraftsport.

Erfurt– Auch bei den Titelkämpfen in Erfurt hat Trainer Willy Atzenberger nun noch rechtzeitig vor dem Corona-Lockdown eine ganze Reihe von Sportlern zu überragenden Erfolgen geführt.

Deutscher Meister wurde die Dreikampf-Mannschaft des TSV Wasserburg in der Klasse der männlichen Jugend B: Mit 8927 Punkten feierten Kilian Drisga, Lais Deppermann, Hubert Anglhuber und Patrick Mittermaier ihren bislang größten sportlichen Triumph vor dem TV Langenbrand mit 7042 Zählern. In der Schwergewichtsklasse über 82 Kilogramm Körpergewicht landete Kilian Drisga einen überragenden Triumph: Im Hammerwurf wurde er mit 62,65 Metern deutscher Meister vor Tim Steinfurth von der TSG Eppstein mit 61,06 Metern. Oben drauf gewann der Soyener Bronze im Dreikampf mit 3111 Punkten und im Gewichtwerfen mit 27,21 Metern. Im Steinstoßen wurde er Fünfter mit 12,54 Metern.

Ein Neuzugang glänzt

Im Dreikampf der Jugend B glänzte der Wasserburger Neuzugang Hubert Anglhuber bei den Sportlern bis 72 Kilogramm Körpergewicht mit Rang zwei und 2079 Punkten. Hinzu kamen noch drei Einzel-Silbermedaillen: Im Hammerwurf erzielte er mit dem Fünf-Kilogramm-Wurfgerät 35,83 Meter. Ungewohnt schwere Gewichte von 7,5 Kilogramm musste er bei seinen weiteren Erfolgen verwenden: Im Gewichtwurf verbuchte er 18,78 Meter und im Steinstoßen schaffte er 9,23 Meter. Auch Patrick Mittermaier sammelte in der BJugend-Klasse bis 62 Kilogramm Körpergewicht gleich vier Silbermedaillen: Neben 1541 Punkten im Dreikampf, schaffte der 16-Jährige 21,75 Meter im Hammerwurf, 14,75 Meter im Gewichtwerfen und 7,35 Meter im Steinstoßen. Mit 2196 Punkten belegte Lais Deppermann den siebten Rang im Dreikampf der Klasse bis 82 Kilogramm Körpergewicht. Seinen größten Einzelerfolg feierte er hier als Vizemeister im Steinstoßen mit 11,51 Metern. Achter wurde er jeweils im Gewichtwurf mit 17,61 Metern und im Hammerwurf mit 34,13 Metern. Als Team-Ersatzmann arbeitete sich der 17-jährige Robbin Deppermann auf vier vierte Plätze in der Klasse bis 72 Kilogramm Körpergewicht. Neben 1834 Dreikampf-Zählern kämpfte er sich auf 30,74 Meter im Hammerwurf, 16,38 Meter im Gewichtwurf und 8,39 Meter im Steinstoßen.

Nur knapp am Gold vorbeigeschrammt

Deutscher Vizemeister wurde das Dreikampf-Team der männlichen Jugend A: Mit 6711 Punkten schrammten Kilian Drisga, Lukas Falk, Robbin Deppermann und Patrick Mittermaier nur knapp am Gold der TSG Dissen (6798 Punkte) vorbei. In der Klasse bis 65 Kilogramm Körpergewicht gingen vier vierte Plätze an Patrick Mittermaier mit 1240 Dreikampf-Punkten, 23,65 Metern im Hammerwurf, 9,64 Metern im Gewichtwurf und 5,84 Metern im Steinstoßen. Bronze eroberte Robbin Deppermann in der Klasse bis 75 Kilogramm Körpergewicht im Hammerwurf mit 26,30 Metern. Dreifacher Vierter wurde er im Dreikampf mit 1380 Zählern, im Zehn-Kilogramm-Gewichtwerfen mit 9,52 Metern und im Steinstoßen mit 7,09 Metern. Seine ersten nationalen Top-Platzierungen verzeichnete auch Lukas Falk bei den Athleten bis 85 Kilogramm Körpergewicht: Als Vierter im Hammerwurf mit 36,38 Metern verpasste er Bronze knapp. Neben dem vierten Platz im Dreikampf mit 1839 Punkten schaffte er fünfte Ränge im Steinstoßen mit 8,08 Metern und im Gewichtwerfen mit 14,95 Metern.

Bei den Athleten über 85 Kilogramm Körpergewicht hatte es der knapp 105 Kilogramm schwere Kilian Drisga nicht leicht: Er wurde Sechster im Zehn-Kilogramm-Gewichtwurf mit 20,00 Metern und holte zwei siebte Plätze im Dreikampf mit 2252 Zählern sowie im Hammerwurf mit 47,40 Metern. Der zehnte Rang blieb ihm im Steinstoßen mit 8,55 Metern.

Starker weiblicher Nachwuchs

Stark vertreten war aber auch der weibliche Nachwuchs. Bei den Schülerinnen A bis 60 Kilogramm Körpergewicht überraschte Sandra Baumann als Bronze-Gewinnerin mit 2083 Dreikampf-Punkten. In der dichten Konkurrenz wurde sie zweifache Fünfte im Steinstoßen mit 9,30 Metern und im Gewichtwurf mit 19,44 Metern. Hinzu kam der sechste Rang im Hammerwurf mit 34,02 Metern. In der Klasse der weiblichen Jugend A bis 68 Kilogramm Körpergewicht gingen drei vierte Plätze an Victoria Wimmer. Neben 1768 Punkten im Dreikampf, verbuchte sie 31,48 Meter im Hammerwurf und 17,58 Meter im Gewichtwurf. Im Steinstoßen wurde sie Fünfte mit 6,89 Metern.

In seiner eigentlichen Altersklasse der Schüler A hatte es Hubert Anglhuber bezüglich der erfahreneren Konkurrenz schwerer: Mit 2378 Punkten wurde er Achter im Dreikampf der Athleten über 65 Kilogramm Körpergewicht. Vorangegangen waren hier zwei siebte Ränge im Fünf-Kilogramm-Gewichtwerfen mit 21,29 Metern und im Fünf-Kilogramm-Steinstoßen mit 11,08 Metern. In der gleichen Klasse reservierte sich Bernhard Ganslmaier den sechsten Rang im Hammerwurf mit 41,65 Metern und wurde Achter im Steinstoßen mit 9,85 Metern. Jeweils Neunter wurde er im Gewichtwerfen mit 21,00 Metern, im Hammerwurf mit 36,69 Metern und im Dreikampf mit 2310 Punkten. stl

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