TROTZ ENDE DER REKORDSERIE:

Wasserburg wieder auf Kurs

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Es war am Abend des 1. Oktober, als die Wasserburger Basketball-Welt auf den Kopf gestellt wurde. Nach 75 Spielen ohne Niederlage gingen die Damen aus der Innstadt erstmals seit über zwei Jahren in einem nationalen Pflichtspiel wieder als Verlierer vom Spielfeld.

Es war schon eine ganz besondere Serie, die da zu Ende gegangen war. Zwei Saisonen lang dominierten die Basketballerinnen des TSV Wasserburg alle nationalen Gegner nach Belieben. Zweimal ohne Niederlage durch die Hauptrunde marschiert, zweimal auch die Play-offs ungeschlagen bestritten und dazu nur Siege im DBBL-Pokal – macht insgesamt 75 Spiele, ehe die Damen aus der Innstadt an jenem 1. Oktober nach Keltern mussten. Dort lief es im ersten Viertel noch prima und Wasserburg führte mit 17:11. Dann kam der Einbruch, das zweite Viertel endete 23:6 für Keltern, das sich den Vorsprung dann nicht mehr nehmen ließ. Parallelen zur letzten Niederlage am 25. April 2014 waren unverkennbar: Damals unterlag Wasserburg in Herne mit 73:83 und war ebenfalls im zweiten Viertel mit 16:27 unterlegen.

Die Partie in Keltern war aber ein einmaliger Ausrutscher der Damen aus der Innstadt, die ansonsten in gewohnter Manier in der Erfolgsspur waren: Mit einem deutlichen Finalerfolg über Saarlouis wurde das Team von Trainer Georg Eichler zum zehnten Mal in der Vereinsgeschichte deutscher Meister, durch den Sieg im DBBL-Pokal konnte man zum siebten Mal das Double an den Inn holen und auch in der aktuellen Spielzeit führen die Wasserburgerinnen die Bundesliga-Tabelle wieder an. Eines ist aber doch anders – und zwar in positiver Hinsicht: Erstmals in der Vereinsgeschichte überwintert der TSV Wasserburg im Euro-Cup, nachdem man die Gruppenphase auf dem zweiten Rang beendet hat!

Auf ein erfolgreiches Jahr können auch die Fireballs aus Bad Aibling zurückblicken. Im Frühjahr dominierten die Damen aus der Kurstadt das Geschehen in der 2. Bundesliga Süd, holten sich ungeschlagen den Meistertitel und am Ende mit einem Play-off-Erfolg über Heidelberg den Aufstieg in die Bundesliga. Dort hält man in vielen Spielen wacker mit und kämpft um den Klassenerhalt. Eine Auszeichnung gab es für Lena Bradaric, die erstmals in die Nationalmannschaft berufen wurde.

Zum erfolgreichsten Jahr in der Fireballs-Geschichte trugen auch die Herren bei, die den Durchmarsch in die 1. Regionalliga schafften. Und auch dort mischen die Kurstädter hervorragend mit und haben sich im oberen Tabellendrittel etabliert. Mehr zu kämpfen hat in dieser Klasse der SB/DJK Rosenheim, der nach dem Liga-Verbleib Mario Knezevic als neuen Trainer verpflichtet hat. tn

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