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Verloren geglaubtes Spiel gedreht

Doppelschlag in der Fußball-Bayernliga ‒ Wasserburg siegt 3:2 und löst den Spitzenreiter ab

Noch steht auf der Anzeigentafel der Spielstand von 2:2, aber Wasserburgs Spieler bejubeln gerade den 3:2-Siegtreffer durch den eingewechselten Doppeltorschützen Marko Dukic.
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Noch steht auf der Anzeigentafel der Spielstand von 2:2, aber Wasserburgs Spieler bejubeln gerade den 3:2-Siegtreffer durch den eingewechselten Doppeltorschützen Marko Dukic.

Was für ein Finale am Mittwochabend in der Wasserburger Altstadt. Wasserburg liegt fünf Minuten vor Schluss mit 1:2 im Rückstand und dann trifft der Joker doppelt.

Wasserburg – Der TSV 1880 Wasserburg stürzt den Tabellenführer der Fußball-Bayernliga Süd. Bei strömendem Regen besiegten die Löwen vor 400 Fans Hankofen-Hailing mit 3:2. und stehen jetzt selbst ganz oben in der Tabelle.

Verloren geglaubtes Spiel gedreht

„Jetzt wissen unsere neuen Spieler, was die Altstadt ausmacht,“ frohlockte Trainer Niki Wiedmann unmittelbar nach dem Abpfiff im Kreise seiner Mannschaft. Die Löwen hatten kurz zuvor durch einen Doppelpack von Neuzugang Marko Dukic ein bereits verloren geglaubtes Spiel in der Schlussphase gedreht und Hankofen-Hailing mit 3:2 besiegt.

Über 400 Zuschauer bei strömendem Regen

Bei Wind und Wetter – die Altstadt ist immer voll. Über 400 Zuschauer kamen bei strömendem Regen und bereuten ihr Kommen nicht. Der Tabellenführer aus Niederbayern, der bis dahin jedes Spiel gewonnen hatte, kam mit dem tiefen Platz besser zurecht und fand deutlich besser in die Zweikämpfe.

Mit diesem Schuss erzielte Leon Simeth die 1:0-Führung für Wasserburg.

Die sogenannten „Dorfbuam“ sind Meister des Understatements und stapeln grundsätzlich eher tief. Derweil hat sich Hankofen-Hailing unter Trainergespann Ketterl/Beck spielerisch deutlich gesteigert und zeigte, warum sie bereits die Spitzenteams Donaustauf und Türkspor Augsburg besiegt hatten. Durch bissige Zweikampfführung und geschicktes Umschaltspiel erspielten sich die Gäste eine Vielzahl an Ecken – eine ungewöhnliche Quote in der Altstadt.

Wasserburger Führung durch Leon Simeth

In Führung gingen allerdings die Löwen. Aus dem Nichts zog Leon Simeth aus gut 30 Metern ab und der Ball senkte sich unhaltbar für Schlussmann Sebastian Maier ins Tor (25.). Auch mit dem 1:0 im Rücken tat sich Wasserburg schwer und musste sich bei Torhüter Dominic Zmugg bedanken, der in der 44. Minute einen Alleingang entschärfte. Diese Rettungstat sollte gleichzeitig die letzte Aktion des Torhüters gewesen sein. Zmugg blieb mit muskulären Problemen in der Kabine. Für ihn kam Alexander Boschner und strahlte sofort Sicherheit aus.

Bei strömendem Regen in der Altstadt: Kopfballchance durch Wasserburgs Albert Schaberl.

Hankofen-Hailing am Drücker

Nichtsdestotrotz musste sich Boschner in der 54. Minute geschlagen geben, als sich der bullige Angreifer Andreas Wagner um seinen Gegenspieler drehen konnte und aus 16 Metern mit links zum Ausgleich einschoss. Nun war Hankofen-Hailing am Drücker und erzwang in der 67. Minute einen Foulelfmeter.

2:1-Führung war die logische Folge

Die Löwen konnten sich in dieser Phase kaum noch befreien, sodass das 2:1 die logische Folge war. Tobias Lermer verwandelte sicher. Wasserburg hing in den Seilen und hatte selbst kaum nennenswerte Möglichkeiten. Dann wechselte Niki Wiedmann mit Marko Dukic und Daniel Kobl die Wende ein. Die beiden Neuzugänge vitalisierten die Offensive und drehten das Spiel.

Der Wasserburger Jubel nach dem 2:2 durch Dukic (Nummer 10). Eine Minute später traf er zum 3:2.

Die Ereignisse überschlugen sich

Es dauerte bis zur 85. Minute, doch dann überschlugen sich die Ereignisse. Joker Marko Dukic kam nach einem Angriff über rechts aus 12 Metern zum Schuss und der leicht abgefälschte Ball landete im langen Eck zum 2:2. Hankofen-Hailing war geschockt und musste nur eine Zeigerumdrehung später den K.o. hinnehmen. Ein Abpraller landete am Strafraum erneut bei Dukic und dieser vollstreckte mit seinem starken linken Fuß flach neben den Pfosten.

Kurz vor dem Wasserburger 3:2-Führungstreffer durch Marko Dukic. Der Joker drehte mit diesem Schuss das Spiel.

Nun wurde der Sportplatz an der Landwehrstraße zum Tollhaus und die Regenschirme flogen. Der Tabellenführer gab nicht auf und warf alle Mann nach vorne. Die Löwen mussten noch bange Minuten überstehen, ehe der dritte Sieg im dritten Spiel perfekt war.

  • Wasserburg: Zmugg (ab 46. Boschner), Grübl, Heiß, Knauer, Weber, Renger (ab 77. Kobl), Maxi Hain, Schaberl (ab 90. Wohlfahrt), Simeth (ab 68. Vorderwestner), Neumeier, Barthuber (ab 56. Dukic)
  • Tore: 1:0 Simeth (25.), 1:1 Wagner (54.), 1:2 Lermer (67., Foulelfmeter), 2:2 Dukic (85.), 3:2 Dukic (86.)
  • Zuschauer: 400 jah

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