Spitzenreiter empfängt heute, 16 Uhr, Nördlingen

Wasserburg gegen Team der Stunde

Svenja Brunckhorst (rechts) und der TSV Wasserburg haben heute ein Derby vor der Brust. Foto Brei
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Svenja Brunckhorst (rechts) und der TSV Wasserburg haben heute ein Derby vor der Brust. Foto Brei

Noch keine Niederlage im Jahr 2015 - das gilt nicht nur für den amtierenden deutschen Basketball-Meister TSV Wasserburg, auch die Gäste an diesem Wochenende, die TH Wohnbau Angels aus Nördlingen, haben in diesem Kalenderjahr noch keine Bundesliga-Partie verloren. Und so kommt es am Sonntag um 16 Uhr in der Badria-Halle zum nächsten Spitzenspiel zwischen dem Tabellenvierten aus dem Ries und dem ungeschlagenen Tabellenführer vom Inn.

Von der derzeitigen Top-Platzierung in der DBBL ist Nördlingen nach eigenem Bekunden selbst sehr überrascht. Doch getragen von den beiden Neuverpflichtungen Melissa Jeltema und Nayo Raincock-Ekunwe eilt das Team von Patrick Bär von Sieg zu Sieg und hat mittlerweile deren zehn auf dem Konto. Die ehemalige Wasserburgerin Jeltema und Raincock-Ekunwe stehen mit durchschnittlichen 20,5 und 19,2 Punkten auf den Plätzen eins und zwei der DBBL-Topscorerliste und erzielen zusammen mit Alysha Womack (12,1) über 70 Prozent der Nördlinger Punkte.

"Sie haben ein Team, in dem die Rollen klar verteilt sind, alles ist darauf ausgerichtet, die beiden Stars zu füttern", beschreibt Wasserburgs Headcoach Bastian Wernthaler seinen nächsten Gegner: "Ihr Trainer hat eine Einheit geformt, in der sich alle den Stars unterordnen und diese mit unheimlichem Selbstbewusstsein auftreten." Wernthaler selbst kann da auf einen weitaus ausgeglicheneren Kader zurückgreifen, auf dem alle Positionen mehrfach beinahe gleichwertig besetzt sind. Trotzdem verlangt er von seiner Mannschaft am Sonntag, vorsichtig aufzutreten und als Team zu agieren, um auch im fünften Spiel in dieser Saison gegen den bayerischen Konkurrenten als Sieger vom Platz zu gehen. Denn bereits in zwei Vorbereitungsspielen, dem Hinspiel in der Liga und in der zweiten Pokalrunde konnten die Schwäbinnen größtenteils überzeugend geschlagen werden.

Auf die Zuschauer im Badria, darunter auch zahlreiche Schüler aus Gars und Soyen, die unter der Woche im Sportunterricht Besuch der Wasserburger Profis hatten und von diesen mit Freikarten zum Derby eingeladen wurden, wartet ein volles Rahmenprogramm am Auto-Eder-Sponsorentag. So gibt es nicht nur wie immer die große Saisonverlosung mit tollen Preisen auch in der Zwischenziehung am jeweiligen Spieltag, in der Pause tritt passend zum Fasching die Showgarde Carambas aus Haag auf.

Es lohnt sich also in vielerlei Hinsicht, das Spiel zu besuchen, besonders aber auch, da die Abteilung Basketball 50 Prozent der Ticketeinnahmen (auch des nächsten Heimspiels am 15. Februar gegen Herne) an das Wasso Hospital in Tansania spendet, wo Dr. Thomas Brei, Halbbruder des langjährigen Damen-Coaches Hansi Brei, den Erlös dieser Aktion unter anderem für eine bessere Versorgung der Kranken sowie für die Ausstattung und den Erhalt des Krankenhauses verwenden wird. soa

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