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1860 BLEIBT DRIN – BRUCKMÜHL STEIGT AUF

Was wäre wenn? Die Auf- und Absteiger bei einem Saisonabbruch im Amateurfußball

Der SV Brukmühl dürfte bhei einen Spielabbruch jubeln: Der Aufsteiger würde erstmals den Sprung in die Landesliga schaffen.
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Der SV Bruckmühl dürfte bei einem Spielabbruch jubeln: Der Aufsteiger würde erstmals den Sprung in die Landesliga schaffen.

1860 Rosenheim bleibt in der Fußball-Regionalliga, Ampfing und der SB Rosenheim müssen nicht in die Relegation und Bruckmühl steigt erstmals in die Landesliga auf: Erfreuliche Nachrichten für die Fußballvereine. Das alles trifft aber nur unter einer Voraussetzung zu.

Von Alexander Hübner

Rosenheim – Der Abbruch der „Corona-Saison“ 2019/21 rückt auch im bayerischen Amateurfußball ein großes Stück näher. Wenn nicht spätestens am 3. Mai wieder halbwegs in Mannschaftsstärke trainiert werden darf, will der Bayerische Fußball-Verband die Saison doch aufgeben – nicht ohne vorher die Vereine zu fragen.

Training ab dem 3. Mai ist Grundvoraussetzung

Das dürfte nach der gegenwärtigen Stimmungslage Formsache sein. Training ab dem 3. Mai – das hieße, dass die ersten Punktspiele frühestens am Pfingstmontag angepfiffen werden könnten. Drei Wochen sollen die Spieler Vorlauf bekommen, um halbwegs fit zu werden. Dann blieben – einschließlich Fronleichnam – sieben Termine bis Ende Juni. In den meisten Ligen stehen noch sechs oder sieben Spieltage aus, von Nachholspielen abgesehen.

Das Regionalliga-Duell 1860 Rosenheim gegen Burghausen würde es auch in der neuen Saison geben.

Die Saison wird auf alle Fälle gewertet

Gewertet wird die Saison auf jeden Fall. Dazu hat der BFV bereits im Sommer 2020 einen eigenen Paragraphen in die Spielordnung eingebaut. Wenn mindestens drei Viertel der Vereine in einer Liga wenigstens die Hälfte der Spiele absolviert haben, gibt es Auf- und Absteiger. Das ist in den höheren Ligen und auch im Kreis Inn/Salzach überall der Fall – gut zwei Drittel der Spiele sind absolviert. Nur die Relegation fällt aus.

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Entscheidend ist der Punktquotient

Noch ist es nicht so weit, aber die OVB Heimatzeitungen haben schon einmal ausgerechnet, wer dann auf- und absteigen würde. Entscheidend ist der Punktequotient, also die Punkte geteilt durch die ausgetragenen (oder gewerteten) Spiele. Bei Gleichstand (gerundet auf zwei Stellen hinter dem Komma) zählt der direkte Vergleich. Ist auch der unentschieden, gibt die Tordifferenz den Ausschlag.

Da sind sich selbst die OVB-Sportredakteure nicht einig: Hans-Jürgen Ziegler war für den Abbruch der Saison 2019/20 und Thomas Neumeier war dafür, dass weitergespielt wird.

Die Regionalliga ist ein Sonderfall

Regionalliga: Sie ist ein Sonderfall. Die Entscheidung über den Aufstieg in die 3. Liga fällt nicht nach der Abschlusstabelle, sondern in einer Play-Off-Runde der drei Vereine, die sich für den Aufstieg beworben haben: Spitzenreiter Viktoria Aschaffenburg, Schweinfurt 05 und die SpVgg Bayreuth. Sie soll notfalls unter Profi-Bedingungen mit regelmäßigen Schnelltests ausgetragen werden. Offen ist, ob in einer Einfachrunde oder mit Hin- und Rückspiel. Für den Rest der Regionalliga hält sich der BFV eine Hintertür offen: Spielen mit Schnelltests sei „in der Fläche“ nicht mögIich, heißt es im Beschluss des Vorstands nur – in der höchsten Liga im Freistaat aber vielleicht schon. Wenn abgebrochen wird, ist der VfR Garching der einzige Absteiger (0,65 Punkte/Spiel), 1860 Rosenheim als Vorletzter (0,84) bleibt drin.

Pipinsried wäre nächstes Jahr in der Regionalliga zu finden

Bayernliga Süd: Der FC Pipinsried (2,65) würde in die Regionalliga aufsteigen. 19 Punkte Vorsprung auf den FC Deisenhofen (1,92) sind in acht ausstehenden Partien ohnehin kaum noch zu verspielen. Der TSV 1880 Wasserburg (1,77) wäre Dritter. Einziger Absteiger wäre der TSV Nördlingen (0,77), der es auch so bei sechs Punkten Rückstand schwer hätte, sich zu retten. In der Bayernliga Nord hat der SC Eltersdorf (2,35) nach dem Punktequotienten die Nase vor der DJK Vilzing (2,29) vorn.

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Der Sportbund und Ampfing müssten nicht in die Relegation

Landesliga Südost: Nicht Tabellenführer Eintracht Karlsfeld (1,86) dürfte aufsteigen, sondern der punktgleiche Verfolger VfB Hallbergmoos (1,93), der ein Spiel weniger ausgetragen hat. Zweiter wäre der SV Erlbach (1,88). Sportbund-DJK Rosenheim (1,23) und TSV Ampfing (0,96) würden davon profitieren, dass die Relegation um den Klassenerhalt ausfiele. Absteiger wären der ASV Dachau (0,88) und der TSV Waldkirchen (0,76).

Bruckmühls Durchmarsch wäre perfekt

Bezirksliga Ost: Der SV Bruckmühl (2,14) würde erstmals den Sprung in die Landesliga schaffen – und damit den Durchmarsch. Forstinning (2,00) bliebe nur Platz zwei. Im Kampf um den Klassenerhalt ändert die Quotientenregelung nichts: Teisendorf (0,91), Ebersberg (0,78) und der VfL Waldkraiburg (0,48) müssten runter in die Kreisliga.

Auch die Spieler des SV Westerndorf dürften über den Aufstieg in die Bezirksliga jubeln.

Kreisliga 1: Aus zwei Punkten Vorsprung für den SV Westerndorf wird mit 2,28 Zählern pro Spiel ein gehöriger Abstand zu den Verfolgern TuS Prien (1,95), Emmering und Ostermünchen (je 1,94). Dem SVW winkt die erste Bezirksliga-Saison seit dem Abstieg 2008. Unten ist es ebenfalls klar: Der SV-DJK Kolbermoor (0,56) müsste als einziger Verein absteigen, SV Pang (0,79) und Danubius Waldkraiburg (0,82) blieben drin.

Kreisliga 2: TSV Siegsdorf (2,10) hieße der Aufsteiger in die Bezirksliga. Zweiter wäre die SG Tüßling/ Teising (2,06), noch vor Schönau und Peterskirchen (je 1,90), könnte sich davon aber auch nichts kaufen. Absteiger wären der TSV Altenmarkt (0,70) und der ASV Piding (0,26), die auch bei einem regulären Saisonende kaum noch zu retten gewesen wären.

Drei Tabellenführer ziehen den Kürzeren

Kreisklasse 1: Der FC Bosna i Hercegovina Rosenheim (2,21) würde den Durchmarsch in die Kreisliga schaffen, der SV Tattenhausen (2,06) – auch er erst 2019 aufgestiegen – hätte das Nachsehen. Der TuS Großkarolinenfeld (1,05) hätte sich mit dem letzten ausgetragenen Spiel (2:1 gegen Schechen) im Oktober gerettet, absteigen müssten Feldkirchen (0,95) und SB Rosenheim II (0,40).

Kreisklasse 2: Nicht Spitzenreiter TV Obing (1,95 Punkte pro Spiel), sondern der Zweitplatzierte SV Amerang (2,18) wäre der Aufsteiger in die Kreisliga. Noch vor Obing würde der DJK-SV Edling (2,00) landen, der in der „Abbruch-Tabelle“ Vierter ist. Am Tabellenende müssten der ASV Rott (0,80) und Breitbrunn-Gstadt (0,56) absteigen, Babensham (1,00) wäre gerettet.

Kreisklasse 3: Auch hier würde nicht der Tabellenführer TSV Neumarkt-St. Veit (2,22) aufsteigen, sondern die neu gebildete SG Perach/Winhöring (2,38), die zwei Punkte Rückstand, aber auch zwei Spiele weniger ausgetragen hat. Absteiger wären die Vorjahres-Aufsteiger TuS Mettenheim (0,71) und SVG Burgkirchen (0,24).

Kreisklasse 4: Die DJK Otting (2,11) liegt zwar einen Punkt vor dem SC Anger (2,18), der hat aber ein Spiel weniger ausgetragen und deswegen den besseren Quotienten. Ihr letztes Spiel verloren die Ottinger mit 0:3 in Ruhpolding – wäre es ausgefallen, hätte es auch beim Abbruch zum Titel gereicht. Die Absteiger in die A-Klasse hießen TSV Fridolfing (0,88) und TSV Tittmoning (0,75).

Ex-Profi Alexander Riemann hat beim TSV Ampfing einen Vertrag bis Juni 2024 unterschrieben und würde bei einem Saisonabbruch mit den Ampfingern weiter in der Landesliga spielen.

Der Dritte würde in die Kreisklasse aufsteigen

A-Klasse 1: Von drei auf eins: Nicht Spitzenreiter ASV Au II (2,26), nicht der Zweite TSV Hohenthann (2,21), sondern der Tabellendritte ASV Kiefersfelden (2,33) hat den besten Punkte-Quotienten und würde damit aufsteigen. Absteigen müssten der FV Oberaudorf und der FC Nicklheim (je 0,50). Dem ASV Großholzhausen II reichen 0,71 Punkte zum Klassenerhalt.

A-Klasse 2: Der WSV Samerberg (2,06) dürfte nach derzeitigem Stand aufsteigen, der punktgleiche Verfolger SV Prutting (1,83) hat zwei Spiele „zu viel“ ausgetragen. „Quotienten-Zweiter“ wäre der Tabellenfünfte ESV Rosenheim (1,87). Ganz unten wären TuS Prien II (0,88) und FT Rosenheim (0,93) nicht zu retten.

A-Klasse 3:Auch hier zeigt die „normale“ Tabelle nach Punkten den Stand nach dem Quotienten: Der TSV Wasserburg II (2,05) würde in die Kreisklasse aufsteigen, Forsting und Waldhausen (je 1,88) zögen den Kürzeren. Grünthal II (0,71) und Babensham II (0,67) müssten runter.

A-Klasse 4: Die SG Haiming/Wacker Burghausen II (2,28) dürfte aufsteigen, Schwindegg und Kraiburg (je 2,06) nicht. Die Absteiger wären SpVgg Jettenbach (0,79) und VfL Waldkraiburg II (0,59) – Doppel-Abstieg für die Industriestädter also.

A-Klasse 5: Den TuS Engelsberg (2,79 Punkte pro Spiel) könnte auch bei einer Fortsetzung der Saison wohl nichts und niemand mehr aufhalten: 17 Siege und zwei Unentschieden aus 19 Spielen sprechen eine deutliche Sprache. Runter müssten die Vorjahres-Aufsteiger Surberg (0,61) und TSV Stein-St. Georgen (0,32).

A-Klasse 6:Das letzte Spiel in der Ramsau fiel aus, auch deshalb liegt die DJK Weildorf (2,71) vor dem punktgleichen WSC Bayerisch Gmain (2,56) auf dem Aufstiegsplatz. Teisendorf II (0,63) müsste wie die Bezirksliga-Mannschaft absteigen, ebenso der SC Inzell II (0.24).

Direkter Vergleich entscheidet in zwei B-Klassen-Gruppen

B-Klassen: Hier gibt es je zwei Direktaufsteiger in die A-Klasse. Dabei würde sich in der Gruppe 1 der TSV Emmering II (2,44) an der DJK Heufeld (2,28) vorbei auf den zweiten Aufstiegsplatz schieben. In der Gruppe 2 müsste der direkte Vergleich über den zweiten Aufsteiger entscheiden: Hier hätte der TSV Eiselfing II (2:2, 2:1) die Nase gegenüber dem TSV Bad Endorf II vorn. Gleiches gilt in die Gruppe 4: Der SV Aschau/Inn II (0:0, 1:0) wäre Zweiter vor dem SK Waldkraiburg. In der Gruppe 5 wäre der TSV Feichten Erster vor Tabellenführer FC Traunreut, aufsteigen dürften aber beide.

Die „Was-wäre-wenn“- Aufsteiger der B-Klassen im Überblick:

Türk Spor Rosenheim (2,63), Emmering II (2,44), SV Unterwössen (2,78), TSV Rohrdorf (1,94), TV Obing II (2,32), TSV Eiselfing II (1,67), SV Erlbach II (2,29), SV Aschau/Inn II (2,13), TSV Feichten (2,06), FC Traunreut (2,00), ESV Freilassing II (2,40) und SV Neukirchen (2,15).

Bei den Absteigern fallen zwei Besonderheiten auf: In der Gruppe 4 müsste nicht Schlusslicht TSV Winhöring II (0,63) runter, sondern die SG Erharting/Niederbergkirchen (0,61). Der ESV Mühldorf hatte sich schon vor gut einem Jahr zurückgezogen. In der Gruppe 6 träfe es die DJK Otting II, die in der „normalen“ Tabelle auf Platz acht (!) liegt, aber mit 1,10 den zweitschlechtesten Quotienten hat, hauchdünn hinter Leobendorf II und Bad Reichenhall II (je 1,11).

Die Absteiger nach dem Punktequotienten: FT Rosenheim II (0,74), TSV Hohenthann II (0,68), SG Grabenstätt/Chieming (0,94), ASV Happing II (0,33), Genclerbirligi Wasserburg (1,06), ASV Rott II (1,00), SG Erharting (0,61), TSV Tittmoning II (0,47), TSV Trostberg (0,44), DJK Otting II (1,10), TSV Berchtesgaden (0,22).

Doppelaufstieg für den SV Unterwössen

C-Klassen: Neben den sieben Gruppensiegern steigt auch der – nach dem Quotienten – beste Zweite auf. Das wäre der SC Pullach (Gruppe 1) mit 2,53 Zählern pro Spiel. In drei Gruppen stiege nicht der aktuelle Tabellenführer auf: In der Gruppe 2 hat der Dritte Fortuna Rosenheim (2,08) mehr Punkte pro Spiel gesammelt als Grassau II und ESV Rosenheim II (1,93). In der Gruppe 6 liegt Fridolfing II (2,25) hauchdünn vor Spitzenreiter DJK Nußdorf (2,24), und in der Gruppe 7 dürfte Unterwössen II (2,07) mit der ersten Mannschaft den Doppel-Aufstieg feiern, Anger II (2,00) müsste zusehen.

Die möglichen Aufsteiger: TSV Aßling II (2,59), SV Pullach (2,53), Fortuna Rosenheim (2,08), TSV Schnaitsee II (2,40), TSV Haag (3,00 – alle Spiele gewonnen!), SV Alzgern (2,53), TSV Fridolfing II (2,25), SV Unterwössen II (2,07).

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