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Nur ein Punkt aus den Spitzenspielen

Warum es mit den Starbulls und der Tabellenführung (noch) nicht passt

Das Bild täuscht: Während Regensburgs zweifacher Torschütze Tomas Schwamberger im Zweikampf mit Rosenheims Curtis Leinweber ausrutscht, durften die Eisbären am Ende jubeln.
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Das Bild täuscht: Während Regensburgs zweifacher Torschütze Tomas Schwamberger im Zweikampf mit Rosenheims Curtis Leinweber ausrutscht, durften die Eisbären am Ende jubeln.
  • VonManfred Eder
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Sechs Punkte wollte Starbulls-Coach John Sicinski aus dem „Wochenende der Spitzenspiele“ gegen Regensburg und Weiden holen, geworden ist es für die Rosenheimer Eishockeyspieler letztendlich nur ein Zähler. Das sind die Gründe.

Rosenheim – Die Freude über Rang eins in der Tabelle der Eishockey-Oberliga Süd hielt nur fünf Tage! Denn, so traurig es ist, die Tabellenführung und die Starbulls Rosenheim, das passt einfach nicht zusammen. Dreimal in dieser oder der letzten Saison hatten die Rosenheimer die Pole Position inne, aber jedes Mal gelang es nicht, sie zu verteidigen.

Letztes Wochenende Sieg gegen Lindau, der achte in Folge, Tabellenführer, Freitag Heimniederlage gegen Regensburg, Zweiter. Februar 2021: Erster durch einen Sieg gegen Regensburg, im nächsten Spiel Niederlage gegen denselben Gegner und Sturz auf Rang drei. In der gleichen Saison 2020/21 Spitzenreiter nach drei Spieltagen durch ein 10:2 gegen Passau, gefolgt von einer Niederlage, natürlich gegen Regensburg, Rang drei.

Einmal zehn Spieltage lang vorne

Die einzige Spielzeit, in der Daxlberger & Co. länger den Platz an der Sonne innehatten, war die erste nach dem Abstieg aus der DEL2, als sie einmal zehn Spieltage lang und einmal acht Spieltage lang ganz oben waren, die Südmeisterschaft aber Deggendorf (mit Topscorer Curtis Leinweber) überlassen mussten und im Play-off an den Hannover Scorpions scheiterten.

Allerdings standen am Sonntag, obwohl man beim bisherigen Tabellenführer in Weiden antreten musste, die Sterne eigentlich günstig, Platz eins zurückzuerobern, denn den Oberpfälzern fehlten gleich acht Stammspieler. Von einem Armutszeugnis zu sprechen, wäre vielleicht zu krass, aber enttäuschend war es auf alle Fälle, dass Sicinskis Jungs nach einer 2:0-Blitzführung (nach 6:21 Minuten) in der Folgezeit 53:39 Minuten kein weiterer Treffer mehr gegen das verbliebene Dutzend der Blue Devils gelang.

„Bescheidenes“ Wochenende aus Starbulls-Sicht

So lang waren die Starbulls in dieser Saison noch nie ohne Torerfolg geblieben. Da hätte man den Regensburger Andrew Schembri brauchen können, der zur selben Zeit beim 11:1 gegen Passau einen Hattrick binnen 156 Sekunden erzielte!

Und so ist nach dem überaus „bescheidenen“ Wochenende aus Starbulls-Sicht statt des erhofften Ausreißers des Duos Rosenheim/Weiden nach wie vor ein Vierkampf um die Spitze im Gang, denn sollten die weiteren Spitzenteams Regensburg und Memmingen erwartungsgemäß ihre Nachholspiele gewinnen, lägen sie nur einen bzw. zwei Punkte hinter den Starbulls, bei denen nicht nur Platz eins wieder ein Stück weg ist, sondern auch noch zwei überaus passable Serien gerissen sind.

Vor der Heimniederlage gegen Regensburg hatten sie acht Spiele ohne einen einzigen Verlustpunkt absolviert und dabei die zweitlängste Serie seit 2017 aufgestellt. Und die Auswärtsniederlage am Sonntag beendete die längste Auswärts-Erfolgsstrecke von acht Siegen, sechs davon ohne Punktverlust hintereinander.

Individuelle Serien gerissen

Nicht nur die Teamserien kamen zum Ende, auch zwei individuelle. Topscorer Dominik Daxlberger blieb am Sonntag punktlos, nach acht Spielen mit mindestens einer Vorlage bzw. neun Partien mit Scorerpunkt. Alex Höller war gegen die Eisbären torlos geblieben, davor hatte er acht Treffer in fünf Spielen erzielt und seinen eigenen Starbulls-Rekord aus der Saison 2019/20 nur um zwei Spiele verfehlt. Seine Serie mit neun Spielen in Folge mit mindestens einem Scorerpunkt hat aber nach wie vor Bestand. Der Gegenpart dazu ist übrigens Marc Schmidpeter, der mit nur einem Assist in den letzten sieben torlosen Matches derzeit die Seuche am Schläger hat.

Schwäche der „Special Teams“

Mitentscheidend für die Niederlagen des Wochenendes ist sicher die derzeitige Schwäche der „Special Teams“. Gleich drei von fünf Rosenheimer Strafzeiten konnten die Eisbären am Freitag zu den entscheidenden Toren nutzen, während die Starbulls nach dem ersten erfolgreichen Powerplay gleich zu Spielbeginn in der Folge weitere zweimal leer ausgingen. In Weiden dann blieben sie ebenfalls zweimal erfolglos, während Weidens Ausgleich aus einer von vier Rosenheimer Strafzeiten resultierte. Dieser Ausgleich fiel in der 19. Minute in einer der schwächsten Phasen der Starbulls in dieser Saison.

Bereits fünfmal ließen sie in den letzten drei Minuten vor der ersten Pause Treffer zu, konnten selbst aber nur zwei erzielen.

Und nicht mal auf das Schlussdrittel, das sie vor diesem Wochenende in sieben Spielen hintereinander für sich entscheiden und dabei manche Niederlage verhindern konnten, war diesmal Verlass. Dem 1:1 gegen Regensburg in den letzten 20 Minuten eines extrem wechselhaften Matches folgte der entscheidende Treffer der Blue Devils am Sonntag zum 3:2.

Weidens Lieblingsergebnis gegen Rosenheim: 3:2

Und dieses 3:2 war noch am wenigsten eine Überraschung, denn die letzten drei Aufeinandertreffen dieser beiden Kontrahenten endeten allesamt mit diesem Ergebnis. Bereits fünfmal in fünf Jahren siegten die Blue Devils 3:2 gegen die Starbulls, einmal in regulärer Spielzeit, dreimal in Overtime und einmal im Penalty-Schießen.

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