EHC Waldkraiburg gibt zweites Spiel der Pre-Play-offs an Peißenberg ab

In Peißenberg kassierten die Löwen eine 4:3-Niederlage. Del Grosso

Peißenberg. – Ein in den ersten Minuten hitziges Bayernliga Pre-Play-off-Spiel fand am Sonntag in Peißenberg mit einem knappen 3:4 (3:2/0:0/1:1) das bessere Ende für die Eishackler aus dem Kreis Weilheim-Schongau.

Somit steht es fest: Es kommt bis zum Äußersten, dem dritten Spiel der Serie, in welchem sich entscheidet welche Mannschaft im Play-Off-Viertelfinale auflaufen wird und für wen die Saison beendet ist. Dieses Spiel findet am heutigen Dienstag um 20 Uhr in der Raiffeisen-Arena Waldkraiburg statt.

Nahezu alles Aufregende, dass sich an diesem Eishockeyabend in Peißenberg ereignen sollte, pressten beide Mannschaften in die ersten zehn Minuten. So gab es zehn Strafminuten auf Seiten der Löwen, dem standen 16 Minuten bei den Eishacklern gegenüber, wovon jedoch eine Strafe, eine zehnminütige Disziplinarstrafe war. So war es keine Überraschung, dass auch der Großteil der Tore in diesen ersten zehn Minuten fallen sollten, ganze fünf Stück zählte die Anzeigetafel nach neun Minuten und 36 Sekunden.

Den Start machte in der zweiten Spielminute Tomas Rousek, der auf Zuspiel von Michael Trox und Leon Judt das vom mitgereisten Löwen-Anhang umjubelte 1:0 erzielte. Trotz der erneuten Dezimierung um zwei wichtige Spieler, Felix Lode wurde nach einem rüden Foul gegen den Kopf im ersten Spiel vorsorglich nicht aufgestellt, Patrick Zimmermann fehlte aufgrund seiner Matchstrafe vom Freitag, sah man den Löwen im ersten Drittel einen gewissen Schwung an. Doch kam es auf der Seite der Waldkraiburger zu einer frühen Strafe durch Lukas Wagner, die nur 15 Sekunden später mit dem Ausgleich durch Brandon Morley bestraft wurde. Nur 45 Sekunden später jubelten die Eishackler erneut. Dieses Mal war die Anzahl der Feldspieler ausgeglichen, der Spielstand nach dem Tor von Maximilian Malzatzki jedoch nicht, es stand nun 2:1. Ein erneutes Powerplay für die Industriestädter brachte Mathias Jeske auf Vorlage von Straka und Huber in Schussposition zum 2:2. Fast vier Minuten lang sollte kein weiteres Tor fallen, Strafen jedoch hagelte es, vor allem auf der Gästeseite, sodass die Löwen in der zehnten Minute mit zwei Spielern weniger auf dem Eis agieren mussten. Diese Überzahl nutzten die Eishackler aus – 3:2 hieß es zur Pause.

Das zweite Drittel oder vielmehr rund 15 Minuten davon, war eines zum Vergessen für den EHC Waldkraiburg. Die gute Nachricht: Man hat kein Tor kassiert, auch wenn dies aufgrund des mangelnden Angriffs und der Tatsache, dass Peißenberg, bis auf wenige Entlastungen, sich hauptsächlich im Waldkraiburger Drittel aufhielt, sogar verdient gewesen wäre. Doch Kevin Yeingst, der etwas sicherer stand und die Waldkraiburger Verteidigung, die aufgrund der Ausfälle nun drei gelernte Stürmer beinhaltete, hielt stand und ließ keinen Gegentreffer zu. Torchancen die, zum Ende hin für Waldkraiburg doch wieder vorkamen, endeten ohne Effekt in der Fanghand von Peißenbergs Sertl.

Der dritte Durchgang gestaltete sich ausgeglichener. Tormöglichkeiten waren vorhanden, eingeläutet von einer Vogl-Wagner-Großchance die am Pfosten von Korbinian Sertl endete. In der Folge kamen die Löwen mit Vogl, Wagner, Rousek, Straka oder Tobias Jakob, der aus der „Oans Bee“ mitgenommen wurde, immer wieder vor das Eishackler-Tor, doch entweder hieß die Endstation Korbinian Sertl oder ein Verteidiger brachte seinen Schläger dazwischen.

Dasselbe galt auch für Peißenberg. Die Gastgeber wollten das Ergebnis in trockene Tücher wickeln, scheiterten jedoch an Yeingst oder der Löwen-Verteidigung. In der 51. Minute dann der Funke Hoffnung: Michael Trox läuft alleine auf das Tor zu, überlegt ob er Korbinian Sertl ausspielen soll und entscheidet sich für einen Gewaltschuss aus kürzester Distanz, der den Löwen das 3:3 beschert. Dieser Ausgleich war ein Weckruf für die Peißenberger, die im Anschluss mit Mann und Maus stürmten und erneut mehr Druck auf das Tor der Löwen ausübten. So schaffte Lukas Novacek in der 57. Minute den Siegtreffer und Peißenberg hielt seine Hoffnung auf das Viertelfinale noch zwei Tage länger am Leben. aha

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