Wacker: Kaum Zeit zum Nachdenken

Das Gute an dieser englischen Woche der 3. Fußball-Liga ist für die Kicker des SV Wacker Burghausen, dass sie wenig Zeit haben, an die "gefühlte Niederlage" vom vergangenen Dienstag zu denken.

Das 2:2 (nach 2:0-Führung bis zur 83. Minute) gegen Jahn Regensburg ist jetzt weitestgehend abgehakt, die Konzentration gilt längst dem heutigen 14-Uhr-Gastspiel beim Chemnitzer FC.

"Wenn ich ehrlich bin, muss ich eingestehen, dass die Erlebnisse noch arg an den Nerven zehren", gibt Wacker-Trainer Uwe Wolf zu, dass ihn das Regensburg-Spiel ganz schön mitgenommen hat. Heute muss er auch noch auf die beiden "Gelb-Sünder" Stephan Loboué und Henrich Bencik verzichten. Den Stammkeeper wird Alexander Eiban vertreten, anstelle von Offensivmann Bencik dürfte wohl Angelo Hauk (zuletzt gelbgesperrt) ein "Leiberl" bekommen, der dank seiner Laufstärke Löcher in die CFC-Abwehr reißen könnte.

Vor den Hausherren zeigt Wolf großen Respekt, auch wenn die Wackerianer das Hinspiel mit 1:0 gewinnen konnten. "Chemnitz verfügt über eine Mannschaft, die jedem Gegner alles abverlangt - noch dazu im eigenen Stadion", so der Wacker-Coach, der den früheren Burghauser und Unterhachinger Anton Fink im CFC-Dress als Spieler bezeichnet, "den ich noch sehr gut aus unserer Zeit bei den Löwen kenne, und den ich auch gerne in meinen Reihen hätte". Mit neun "Buden" ist Fink auch der torgefährlichste Akteur der Heine-Elf.

Das Hinspiel gegen den aktuellen Tabellen-14., der neun Punkte mehr aufweist als der SVW, sei eine "enge Kiste" gewesen, erinnert sich Wolf: "Stephan Loboué hat uns damals mit einigen sehr guten Paraden im Spiel gehalten und Marco Holz den entscheidenden Treffer erzielt. Für uns war das ein ganz wichtiger Heimsieg!" Genauso wichtig wäre natürlich ein Dreier heute Nachmittag im Stadion an der Gellertstraße, wobei auch Marco Holz die Hoffnung hat, "dass wir aus unseren Fehlern vom Dienstag gelernt haben". Der Mittelfeldmann habe "ein gutes Gefühl für Samstag", sagt er, "wir wollen in Chemnitz unbedingt die drei Punkte holen."

Einen Tag weniger Pause hatten während dieser Woche die Kicker aus der 240 000-Einwohner-Stadt in Sachsen. Und auch die Truppe von Trainer Karsten Heine musste ein nicht so erfreuliches Ergebnis verarbeiten, denn sie verlor am Mittwoch nach zuvor fünf Spielen ohne Niederlage in Folge mit 1:3 bei Preußen Münster. Dort wurde Mittelfeldmann Sascha Peffer mit der "Ampel" des Feldes verwiesen und fehlt somit gegen den SVW.

Nicht nur deshalb warnt der frühere Hertha-BSC-Cheftrainer Heine sein Team davor, den Tabellenvorletzten zu unterschätzen: "Wir treffen auf eine der kampfstärksten Mannschaften der Liga und müssen gegenhalten." cs

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